Totale Technik [0]
- Vom Helikopter aus wird ein Teil der Kamerateams das Geschehen in Valencia einfangen
Heute um 10 Uhr soll, vorausgesetzt der Wind passt laut Wettfahrtleiter, das Ankündigungssignal für die erste AC-Wettfahrt ertönen. Zumindest die ersten Minuten werden spannend sein: Wer von den beiden gigantischen Multihulls hat die Nase vorn? Wie laufen die Manöver ab? Welche Strategie hat sich die jeweilige Afterguard ausgedacht?
Wer es nicht nach Valencia geschafft hat, kann das Spektakel live im TV verfolgen. Eurosport überträgt ab 9 Uhr 30, es kommentiert Paul Cayard.
Und man hat sich allerhand einfallen lassen, um das Geschehen auf attraktive Weise vom Wasser in die Wohnzimmer (oder Büros? Oder Schlafzimmer, im Fall der US-Gemeinde?) der Fans zu bringen. Bei einer Kurslänge von 20 Meilen und einer möglichen Geschwindigkeit der Kontrahenten von mehr als 30 Knoten kein einfaches Unterfangen. “Die Entfernung zwischen Rennareal und Küste zu überbrücken, schlimmstenfalls könnten das 40 Meilen sein, war die größte Herausforderung der letzten Tage“, erklärt Kevin Orwin, Technischer Direktor, in Valencia. Beim letzten Cup wurde das Signal von Helikoptern direkt an Land gesendet, diesmal geht zu diesem Zweck ein spezielles Flugzeug von Typ Skylink in die Luft. Normalerweise kreist es in einer Höhe von 25.000 Fuß, also rund 7.600 Metern, beim AC muss es auf 27.000 Fuß (8.200 Meter) steigen. Es wurde für das TV umgerüstet und mit permanent aktiven Empfänger- und Sender-Antennen in den Flügeln ausgestattet. Sind die beiden Yachten sehr weit voneinander entfernt, können die nötigen Signale nur mit Hilfe dieses „Überbrückungs“-Flugzeugs an Land gesendet werden. Auf den Yachten selbst sind Mikrophone installiert, um alle Effekte und O-Töne festzuhalten. Diese Audio-Signale werden an die Helikopter weitergeleitet. Kamerabilder und Audio-Töne werden dann zusammen an die Basis auf dem Dach des Foredeck Club transferiert. Neben den Kameras der beiden Helikopter (ein dritter steht auf Standby, sicher ist sicher sozusagen), gibt es Kameras auf zwei Begleitbooten und auf dem Komitee-Boot. Insgesamt sind auf der Rennstrecke also 5 Kameras unterwegs, für zwischendurch gibt es Bilder von den beiden Panorama-Kameras auf dem Foredeck Club. Die Kamerateams bestehen aus den besten Segelspezialisten weltweit, die alle über AC-Erfahrung verfügen. Der Luftraum über der Regattabahn ist übrigens während der Rennen komplett gesperrt.
Außerdem sind auf jedem Boot zwei feste Kameras installiert. Dieses Material wird nach den Rennen für die Zusammenfassung der Highlights genutzt. Eurosport sendet das Magazin Inside America’s Cup ab 20 Uhr 35.
Im Internet ist www.americascup.com die richtige Adresse, hier kann man ebenfalls live und netterweise gratis zuschauen, ob Bertarelli seine Kiste gut im Griff hat. Dieser hat ja angekündigt, beim ersten Race selbst am Steuer stehen zu wollen. Ellison hingegen wird zuschauen müssen – es ginge sich sonst mit dem Gewichtslimit nicht aus, gab er bei der letzten Pressekonferenz zu Protokoll.
Falls die offizielle AC-Seite wegen Überlastung zusammenbricht: Auch auf BMW Oracle wird live übertragen.















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