Nach langem mitlesen habe ich mich entschlossen, doch mal etwas dazu zu sagen:
Zu meiner Person:
Ich bin überzeugter Schlauchbootfahrer und bin auch in verschiedenen Schlauchbootforen aktiv (so manche kennen mich ja

)
Zum Thema selber:
Ja, der FB1 ist sinnvoll.Eigentlich könnte ich schon wieder aufhören zu schreiben, aber weil ich halt gerne meinen Senf zu manchen Dingen abgebe:
Ich verstehe so manche Argumente nicht, da werden künstlich Qualitätskriterien geschaffen, die viele in der Praxis gar nicht brauchen.
Warum soll ein Bootsfahrer, der gerade mal zur nächsten Insel zum Baden rausfahren will, einen FB2 oder mehr machen?
Alleine die Navigation ist für mich ein relatives Thema, wenn man davon ausgeht, dass viele Kleinbootfahrer in Sichtweite der Inseln fahren, elektronische Navigationsgeräte an Bord haben, oft nicht mal Seekarten mithaben, usw usw usw.
Beim ganzen Thema geht es letztlich nicht um die berühmte Theorie, sondern um die Praxis, und diese muß man sich selber erarbeiten.
Auch auf den sogenannten Törns kann man verschiedenste Praktiken nicht erklären bzw schulen, zB wie man sich bei einer plötzlich auftauchenden Bora verhält, oder den Tank bei Wellengan nachfüllen muß, oder was zu tun ist, wenn plötzlich Nebel auftaucht.
Diese Dinge sind letzlich alles nur Theorie, solange, bis man es selber erlebt hat.
So manche "Professoren" erfinden also ein hoch qualifiziertes Patent, mit dem ein Österreicher stolz sein darf.
Nur vergessen sie dabei, dass dann die meisten Leute sich fragen, wozu soll ich mir diese Mühe machen, wenn es auch günstigere und einfachere Alternativen gibt?
Im Sinne der Bootsfahrer und der Fahrschulen sollte man also an einem einfachen für Anfänger leicht erreichbaren Patent arbeiten.
Jeder fängt mal klein an, und wenn jemand will, kann er sich weiterentwickeln (FB2 und mehr).
Wenn er aber nicht will, so soll man dem mündigen Österreicher doch selbst die Wahl lassen, was er wie machen will.
Eines habe ich in meiner Bootsfahrerzeit gelernt, Grundkenntnisse sind gut, Erfahrungsaustausch noch besser, aber einen guten Bootsfahrer zeichnet leider nicht das erreichte Patent aus
Es wird Zeit, dass die Verantworlichen der diversen Verbände mal an einem Strang ziehen und nicht immer die eigenen Interessen vertreten, sondern endlich mal die Interessen der Bootsfahrer, zurück zur Basis also.
Den FB1 gab es schon mal, wurde abgeschafft, mit dem Erfolg, dass die meisten Bootsfahrer sich einen kroatischen Küstenschein oder sogar einen deutschen Schein erarbeiten, aber letztlich nie einen FB2 oder mehr machten.
Dies war letztlich auch der Grund, warum der FB1 plötzlich wieder interessant wurde (abgesehen von den kroatischen Neuregelungen 2006)
Den Seglern sei gesagt:
Jeder hat das Recht, am Meer mit einem Boot Urlaub zu machen, egal, ob man einer 12m oder 24m Segeljacht, eine größeren Motorjacht, ein 6m Schlauchboot oder sogar nur ein 3,5m Schlauchboot hat.
Und das mit der 8m Begrenzung ist letztlich Schwachsinn, Jetskifahrer sind unter Umständen gefährlicher unterwegs als ein Kaptain mit einer 12m Jacht...
Und ja, auch ich wundere mich oft über so manche Bootsfahrer, was die so alles anstellen, wo man nur mit dem Kopf schütteln kann.
Aber:
Es geht um die Eigenverantwortung, die jeder Bootsfahrer mitbringen muß, und diese kann man nicht über ein Patent steuern.Ich weiß nicht, woher manche Herren diese Idee immer haben
