Tief, tiefer, am tiefsten [0]
- Der Tauchroboter Nereus wird von seinem Mutterschiff aus zu Wasser gelassen
10.902 Meter liegt der Marianengraben unter dem Meeresspiegel des Westpazifik und ist damit die tiefste Stelle des Ozeans. Nun ist ein innovatives, 5 Millionen Dollar teures U-Boot dorthin vorgedrungen, nämlich die Nereus der privaten Woods Hole Oceanographic Institution in Falmouth, Massachusetts. Das unbemannte, ferngesteuerte Forschungsboot brachte Steine und Sediment mit nach oben und war über eine haarfeine, 40 Kilometer lange, aber nur 4 Kilogramm schwere Glasfaser, die nach und nach abgespult wurde, mit dem Mutterschiff verbunden; damit wurden Steuerbefehle sowie Bilder übertragen. Diese Nabelschnur ist eine Novität, üblicherweise werden metallene Kabel verwendet, die im Falle der Nereus aber unter ihrem Gewicht von 3 Tonnen reißen würden.
Die Nereus ist erst das dritte U-Boot, das in die so genannte Challenger-Tiefe des Marianengrabens vordrang. 1960 gelang dies erstmals Jacques Piccard und Don Walsh, von 1995 bis 1988 gab es zudem drei Tauchgänge mit dem unbemannten japanischen Tauchroboter Kaiko, der 2003 verloren ging, weil das Verbindungskabel zum Mutterschiff riss.
www.whoi.edu
















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