Wie ein Fisch im Wasser [0]
- Die Goldbrasse als Inspiration – nicht nur für Köche, auch für Wissenschafter
- Der bionische Roboter Smoky ist einem Fisch nachempfunden und soll Schiffe schonender antreiben
- Unter seiner Latexhaut verbirgt sich ein Skelett, dessen Segmente gegeneinander bewegt werden können
Goldbrasse, Dordade, Branzin – wem dabei nur das Wasser im Mund zusammenläuft, sollte schleunigst seinen Horizont erweitern. Der Fisch, den Feinschmecker so gern gemeinsam mit Knoblauch und Petersilie am Teller sehen, diente nämlich einer Wissenschafer-Gruppe aus Darmstadt als Vorbild für einen innovativen Schiffsabtrieb. Hintergrund war die Tatsache, dass der übliche Propellerantrieb vor allem auf Binnengewässern durch Sog und Wellenschlag Ufer schädigt, Befestigungen unterspült und die Böden aufwirbelt. Forscher der TU Darmstadt arbeiten deshalb an einem alternativen Antrieb, der die Gewässer und die Lebewesen darin weniger beeinträchtigen soll. Und entwickelten den bionischen Roboter Smoky, der einer Goldbrasse nachempfunden ist. Wie sein natürliches Vorbild bewegt sich Smoky durch elegante Schlängelbewegungen fort, allerdings misst eine Goldbrasse nur ein Fünftel des etwa 1,50 Meter langen künstlichen Fisches.
Smokys Körper wird von einer Haut aus Latex bedeckt, unter der sich ein Skelett verbirgt, das aus zehn Segmenten besteht. Elektrische Aktoren, denen Wasser nichts anhaben kann, bewegen die Körpersegmente gegeneinander und erzeugen so die schlängelnden Bewegungen, die Smoky antreiben. Diese sind übrigens variabel: Die Wissenschaftler haben Videobilder von verschiedenen Fischarten ausgewertet und testen nun deren Bewegungsmuster an dem Fischroboter. Was es nicht alles gibt.

















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