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Roland Jourdain verlor Kielbombe [0]

Freitag 30. Januar 2009, 09:50 Uhr
Jourdain in Schwierigkeiten

Wird es der derzeit Zweite ins Ziel schaffen? Die Chancen stehen nicht besonders gut.

Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Eine Weisheit, die ganz besonders für die Vendée Globe gilt. Und die der derzeit zweitplatzierte Roland Jourdain schmerzhaft zur Kenntnis nehmen muss. Er meldete ein Problem mit seinem Kiel, wobei nicht klar ist, was eigentlich passiert ist. Er hörte ein seltsames, lautes Geräusch, danach krängte seine Veolia Environnement bei relativ leichtem Wind unverhältnismäßig stark. Daraus schloss Jourdain, dass mit dem Kiel etwas passiert sein müsse, später gab sein Shoreteam an, dass vermutlich die Kielbombe verloren ging. Wie und warum weiß derzeit niemand. Das Boot soweit krängen um den Schaden inspizieren zu können will der Skipper logischerweise nicht – es könnte dazu führen, dass er kentert. Tauchgang ist auch nicht angesagt, da der Wellengang ziemlich hoch ist. „Ich weiß selber nicht, warum ich nicht gekentert bin“, kommentierte Jourdain einigermaßen verdutzt.
Er befindet sich derzeit rund 1.700 Meilen vor Les Sables d’Olonnes und will unbedingt ins Ziel kommen. Deshalb segelt er seine Yacht im Moment mit wenig Segelfläche und einem Speed von weniger als 7 Knoten möglichst aufrecht und zwar in Richtung Azoren, die rund 600 Meilen entfernt sind. Dort will er einen Stopp einlegen und nachsehen, was tatsächlich los ist. Danach fällt die Entscheidung, ob ein Weitersegeln möglich ist.
Problemlos nähert sich hingegen der Führende Michel Desjoyeaux dem Ziel, mit seiner Ankunft in Les Sables d’Olonnes wird am Wochenende gerechnet.
www.vendeeglobe.org

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