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Andreas Hanakamp

Andreas Hanakamp live! Das Blog vom Volvo Ocean Race

VOR inside: Andreas Hanakamp ist Skipper des Team Russia und berichtet in seinem Yachtrevue-Blog regelmäßig vom russisch-österreichischen Syndikat.

Hoffentlich hält der Spi [2]

Dienstag 28. Oktober 2008, 14:35 Uhr

Es sind nun pechschwarze Nächte und wir donnern durch die Nacht. Zwischen 0400Z gestern und heute waren es 446 Meilen unter Vollzeug mit Wind bis 26kn. Seit das Wasser kälter ist, leuchtet es auch mit Phytoplankton. Wenn der Bug eine Welle durchsticht fliegt die Hälfte des Wassers als leuchtende Fontäne hoch, die andere Hälfte läuft über das Deck und funkelt. Musste dabei an das Glitzerzeug denken, das meine jüngste Tochter nicht nur im Fasching überall versträut. Genauso sah es an Deck in der Nacht aus.

Bei 25kn Wind ist es nicht nur nass an Bord, es stellt sich auch die Frage, wielange das der große Spi aushält

Die Herausforderung in der Nacht ist weniger das Boot auf Kurs zu halten, das alleine reicht nicht aus. Wichtig ist, das Boot schnell zu segeln und dazu muss man anluven, damit sich der scheinbare Wind aufbaut. Bei 25kn Wind ist aber auch bald der große Spi überlastet und kann aus den Lieken fliegen. Der Verlust des Segels auch nur für einen Tag würde 100 Meilen Verlust gegen alle anderen Schiffe bedeuten und damit jede Chance nehmen eine andere Yacht zu überholen. Dabei helfen die Instrumente, noch wichtiger ist es, das Schiff zu spüren und den Instinkten vertrauen zu können. Die dreistündigen Zwischenergebnisse sind vielversprechend, reduzueren wir doch permanent den Abstand zur Führungsgruppe.
Die wichtige Entscheidung heute war, ob wir halsen und uns näher an den Kern des Tiefs bringen oder weiter nach ESE segeln. Wir haben uns entschieden weiterzusegeln, um länger vor der Front zu bleiben. Nach dem Frontdurchgang müssen wir halsen und segeln mit Wind von Stb. weiter nach Kapstadt. Es scheint, dass wir mit dem Tief über den gesamten Atlantik kommen, unglaublich das Potenzial einer vo70 Yacht.

Wal in Sicht: Schiffsführer auf einer Walexpedition, das würde mich reizen

Gestern hatten wir wieder eine Walsichtung. Etwa 500m neben dem Schiff sprang ein wirklich großer Wal zur Hälfte aus dem Wasser und verschwand wieder mit einer riesen Gischtwolke. Leider tat er das nur einmal und recht weit weg. Nach dem Rennen möchte ich mir Wale aus der Nähe ansehen. Würde gerne als Schiffsführer für ein Expeditionsteam arbeiten.
Gr
Andreas
Position: 27,14.36S , 29,41.97W
Speed: 22 knots, Course: 117 deg.

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Kommentare

2 Kommentare zu “Hoffentlich hält der Spi”
  1. Skipper Gnther sagt:

    Ich wnsche der crew und dem Skipper Andreas Hanakamp des Team Russia alles gute und viel e schne sportliche Momente im Rennen.
    Jungs die Ohren steif halten dan werdet Ihr schon gewinnen

  2. johann gottwald sagt:

    Verfolge nun schon von Beginn an dieses hchst spannende Rennen und bin schlicht weg begeistert von der Leistung die das Team Russian unter der Leitung von AH vollbringt. Wnsche allen Lenkern und Denkern auf diesem Schiff rechtzeitig genug abzufallen und nicht ber einen Kontainer oder hnlichem drberzufallen.

    Johann Gottwald

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