Delta Lloyd muss aufgeben [0]
Umdrehen und nach Keelung, Taiwan hirschen – das war für Delta Lloyd Gebot der Stunde. An vierter Stelle liegend entdeckte die Crew bei 30 Knoten Wind und hohem Seegang einen Riss in der Bugsektion, die Festigkeit des gesamten Rumpfes war damit in Frage gestellt, außerdem waren Anzeichen einer Delamination zu sehen. Wenige Stunden davor zerlegte sich außerdem das Großsegel – diese Kombination reichte, um Skipper Roberto Bermudez davon zu überzeugen, dass ein Weitermachen keinen Sinn hatte. „Es wäre schlicht und einfach unverantwortlich“, brachte es Bermudez auf den Punkt, „der Rumpf nimmt vorne Wasser auf, die Gefahr, dass der Bug komplett bricht, wenn wir in die Welllen stampfen, ist zu hoch.” Delta Lloyd ist bereits sicher in Keelung gelandet – und kann sich dort mit den Kollegen von Ericsson 3 austauschen, die wegen ähnlicher Probleme ebenfalls aufgeben mussten.
Vier Yachten sind noch auf dem Weg nach Qingdao, in Führung nach wie vor Telefónica Blue, verfolgt von Ericsson 4 und Puma. Das Schlusslicht gibt Green Dragon.
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