Triest „der“ österreichische Hafen

Triest „der“ österreichische Hafen

Nun sind wir an der Adria dem Meer, dass die Römer und die Österreicher Mare Nostrum nannten und wir eben in unserem Projekt Mare Vostrum nennen. Als erste Station steht natürlich Triest der größte und wichtigste Hafen an. War er doch der fünftgrößte Hafen am Kontinent und hatte mit dem Sitz des österreichischen Lloyd, das größte Schifffahrtsunternehmen des Mittelmeers beheimatet. Wie angekündigt legten wir von San Rocco in Muccia ab. Die Marina ist an der Stelle wo einst die größte Werft der Habsburgermonarchie stand. Dort wurden die größten Schlachtschiffe unter anderem auch das Flaggschiff Viribus Untis gebaut. Sie war nach dem Wahlspruch Kaiser Franz Josefs benannt. Aber die Vereinten Kräfte der Donaumonarchie strebten schon längst auseinander und der Untergang des Flaggschiffes beendete auch das Ende der österreichischen Marine und des k.u.k. Reiches.
Der österreichische Lloyd betrieb regelmäßigen Linienverkehr zum Beipiel von Triest aus bis nach Yokohama in Japan. Heute steht auf dem Pallazzo Lloyd Triestino, der Name der italienischen Nachfolgegesellschaft, die 1998 an einen taiwanesischen Konzern verkauft wurde. Genutzt ist der Palast als Verwaltungsgebäude der Provinzregierung. Die zwei allegorischen Figuren stellen Süßwasser und Salzwasser dar. Eine Parallele zu unserem Projekt. Das Süßwasser blieb den Österreichern noch mit der Donau und den Seen, das Salzwasser ist aber jetzt im Mare Vostrum.
Zum Abschluss passierten wir noch das Lustschloss Miramar, des Erzherzog Ferdinand Max, dem unglücklichen Kurzzeitkaiser Maximilian von Mexiko.

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