Ankern im Seegras

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Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon 1.LI » 6. Juni 2013, 11:05

Ich hab da ein Frage an die Runde.
Ich habe vor kurzem gelesen, dass das Ankern im Seegras sehr gut funktionieren soll. Das macht mich doch stutzig, denn ich hab noch nie einen Anker vernünftig im Seegras zum Halten gebracht. Allerdings sind meine Erfahrungen auch auf Charteryachten (meist mit Pflugschar oder Danforth) beschränkt.
Gibt es eine Technik oder einen Anker(typ) der die obige Aussage ehrlich bestätigt?
Oder wurde da Seemannsgarn gesponnen?

Grüße
LI
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Tamada
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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon Tamada » 6. Juni 2013, 11:16

Endlich wieder mal keine Schein-Frage, da kann man sich mit praktischer Erfahrung einbringen:

It's very simpel, nimm den Jambo, mit dem geht das aus eigener Erfahrung am besten. An 2. Stelle würde ich den Original-Bügelanker werten, aber der hat nicht den Vorteil, dass er umklappen kann (wie der Jambo), was bei Windwechsel besonders wichtig ist, damit er nach dem Ausbrechen schnell wieder hält.

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon lex1610 » 6. Juni 2013, 11:29

aber im Seegras sollte um umweltschutzgründen gar nicht geankert werden. muss mir den KH Beständig durchlesen, erinnere mich aber dunkel, dass es - zumindest in manchen Buchten - definitiv verboten ist.

Miramare.
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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon Miramare. » 6. Juni 2013, 11:45

So ist es. Die Neptungraswiesen sind wichtig für das Ökosystem als Laichplätze und "Kindergarten" , wir sollten daher unabhängig davon, ob es mit einem bestimmten Anker leicht geht, das Ankern in Seegraswiesen vermeiden.

Grüße

Miramare

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon 1.LI » 6. Juni 2013, 13:27

O.k., dass seh ich ein.
Habe ehrlich gesagt aus den beschrieben technischen (oder seemännischen :?: ) Gründen sowieso schon seit Ewigkeiten nicht mehr im Gras, sondern nur in den grasfreien Flecken dazwischen geankert.
Aber gut zu wissen, wieder was gelernt.

Zum Ankertyp, ja der Jambo hält überall, dass hab ich schon gehört. Nur geh ich nicht soweit, als dass ich beim Chartern auch noch einen Anker mitnehme.

Grüße
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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon karl-otto » 6. Juni 2013, 14:31

...genauso wie so manchem forumsteilnehmer die scheindiskussionen (die aber doch viele interessierte haben dürfte, wie die zugriffe zeigen) stinkt, kriege ich jedesmal einen dicken hals, wenn die JAMBO-glaubensgemeinschaft wieder zuschlägt und jede diskussion über anker erstickt.
ja, der jambo is gut, ja, er is ein österreichisches produkt, aber es gibt auch andere ankertypen, die gut sind und halten.
mein 30 kg - bruce hat bis jetzt immer gehalten, mit einem bruchteil des preises für einen jambo. daher is der jambo auch für mich (bei dem preis, den mir jemand mal betriebswirtschaftlich klamüsern müsste) für mich keine option.
und soweit, dass ich auf einen chartertörn einen privaten jambo mitnehmen würde, käm ich nie.
das is scho fast fundamentalismus...

und jetzt stelle ich mich der JAMBO-inquisition :evil: :evil:
Zuletzt geändert von karl-otto am 6. Juni 2013, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
...Diskutiere nie mit Idioten! Sie holen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung...

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon 1.LI » 6. Juni 2013, 14:40

Naaaaaaa, des wollt ich nicht.
Dieser Thread war nicht als "welcher Anker ist der Beste und der Jambo ist überhaupt der Allerbeste" Thread gedacht.
Es geht NUR darum, ob man auf Seegras ankern kann (OHNE Spezialausrüstung), oder ob das ein Märchen / Falschinfo ist.
Eigentlich ist mir auch das Dürfen vollkommen wurscht, wobei ich diese Info als interessant qualifiziere.
Mir geht's / ging's nur um die Machbarkeit des ankerns auf Seegras.
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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon segeljunkie. » 6. Juni 2013, 15:15

Was mich bewegt ist die Frage:
Braucht es eigentlich zum Ankern mit einem Jambo einen eigenen Schein?
:mrgreen:

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon Tamada » 6. Juni 2013, 17:02

karl-otto hat geschrieben:...mein 30 kg - bruce hat bis jetzt immer gehalten, mit einem bruchteil des preises für einen jambo. daher is der jambo auch für mich (bei dem preis, den mir jemand mal betriebswirtschaftlich klamüsern müsste) für mich keine option.
und soweit, dass ich auf einen chartertörn einen privaten jambo mitnehmen würde, käm ich nie.
das is scho fast fundamentalismus...
und jetzt stelle ich mich der JAMBO-inquisition :evil: :evil:

Ha ha, demnächst veranstalten wir Jamborianer einen 22 Kg-Jambo-Staffellauf und alle Brucianer werden von vornherein disqualifiziert.
Nun aber noch etwas aus der Praxis: hatte im Laufe der vielen Jahre und tausenden Seemeilen mit unzähligen Ankerplätzen (HR, IT, GR, Sardinien, Korsika, Cote Azur, Sizilien) diverse Typen und kann nur sagen, der Jambo ist sein Geld wert, wenn auch unter Zähneknirschen (beim Bezahlen). :klatschen:

Am schlimmsten war es mit dem CQR, der Danforth Plattenanker war wesentlich besser, aber beim Schwojen gab es Probleme, weil der sich meist schräg eingrub und ein Stock natürlich in die Höhe ragte, worin sich die Kette verfing. Der Bruce ist im weichen Untergrund sehr gut, aber sonst.... :cry:

Aber zum Chartern fiele mir nicht im Traum ein, einen eigenen Anker zu schultern, egal welchen... :shock:

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon Cpt. Honey » 6. Juni 2013, 17:03

segeljunkie hat geschrieben:Was mich bewegt ist die Frage:
Braucht es eigentlich zum Ankern mit einem Jambo einen eigenen Schein?
:mrgreen:

hahahaha :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: sowas in der art wollt ich auch gerade schreiben :twisted:

angeblich! hab ich mal wo gehört, gibts da ich glaube einen virus in manchen seegrassfeldern in der adria, der dann über den anker in andere buchten verteilt wird, oder werden kann, ich glaube desshalb ist es in manchen buchten verboten...
klar sind das nistplätze, aber auch das seegrass wo die kette dann draufliegt ist ein nistplatz.

zum jambo, "mein" vercharterer hat den auf allen schiffen automatisch drauf :D
Zuletzt geändert von Cpt. Honey am 6. Juni 2013, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
Ahoi!

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon happysailing. » 6. Juni 2013, 17:04

Vorher Rasenmähen
:D Auch Spaß muß sein

LG Andi

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon winnfield » 6. Juni 2013, 17:36

happysailing hat geschrieben:Vorher Rasenmähen



oder abbrennen !!! :boese2:
Das Schwein, das in dem Koben grunzt,
Gibt Proben einer groben Kunst.

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon michaelgilly » 6. Juni 2013, 23:01

der Jambo hält überall, bin charterer und nehme den anker mit, denn diese kleinen charterwimmerln machen angst. auf der homepage von jambo hast du alle erforderlichen daten und nummern und vor allem gute viedeos.

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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon 1.LI » 7. Juni 2013, 06:46

i steh mehr auf's wegrauchen.

zum Thema: o.k., mit dem richtigen Ding geht alles, mit dem Standartzeug im Gras eben nicht.
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Re: Ankern im Seegras

Ungelesener Beitragvon segeljunkie. » 7. Juni 2013, 11:14

1.LI hat geschrieben: ...mit dem Standartzeug im Gras eben nicht.

logo, wer ankert auch schon mit Standarten ? :mrgreen:
Ich nehme einen Anker und dann passt's...


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