eine ode gegen plotter am steuerstand

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aprovis.
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon aprovis. » 30. April 2014, 11:36

Ich habe erst vor 2 Jahren das kroatische Küstenpatent gemacht und muss daher als Neuling dazu was sagen.
Als Neuling kennt man die Umgebung und Landschaft nicht und deshalb gibt es für mich ein klares JA zum Plotter am Steuerstand. (Obwohl ich ihn nur zum Hingucken und nicht zur Routenplanung nehme)
Erst durch den Plotter bekomme ich ein Gefühl für Entfernungen, Farbe des Wassers und Tiefe usw.
Es ist ein Hilfsmittel mich besser zurecht zu finden. Besonders wenn man in Gebiete kommt, die man gar nicht kennt, ist es für mich ein sicheres Gefühl die Tiefe des Wassers am Plotter zu sehen, besonders wenn man in Kroatien zwischen den kleinen Inseln umhersegelt. (Da kann es ja schnell mal seicht werden).
Für mich wäre es undenkbar immer in den Keller zu gehen und auf die Karte zu schauen. Die Karte ist toll bei der Planung wo es heute hingehen soll und wie der Track verlaufen soll, aber unterwegs - Plotter.
Auch bei diversen Hafeneinfahrten tu ich mich leichter, da ich die tieferen Stellen besser sehen kann.

Wenn ich mal 20 Jahre unterwegs bin, schaut es vielleicht anders aus.

Ebenso der Verklicker oben am Mast. Beim letzten Törn habe ich bemerkt, dass ich schön langsam ein Gefühl für den Wind am Popometer bekomme. Ich schaue immer weniger auf den Anzeiger. Aber missen möchte ich ihn nicht.
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon winnfield » 30. April 2014, 17:19

danke aprovis

du hast sehr viel ehrlich gesagt, ehrlicher als manche andere.

vor 20 jahren war einfach kein elektronik-scheiss da und du würdest sicher auch zurecht kommen, anders als so mancher anderer, weil du dich mit der sache beschäftigst und sie verstehst.

das ist auch gut, respect.

leider gibt es auch segler die ohne nicht zurecht kommen und an die geht die" bootschaft", an die, welche das gefühl zu segeln nicht am eigenen leib gelernt oder gefühlt haben.

nur auf die instrumente schaun hilft einfach nix.

lg chris
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon DergestiefelteKater » 30. April 2014, 18:27

winnfield hat geschrieben:danke aprovis

vor 20 jahren war einfach kein elektronik-scheiss da und du würdest sicher auch zurecht kommen, anders als so mancher anderer, weil du dich mit der sache beschäftigst und sie verstehst.


HALLOOOOO? Hast Du Stroh in der Birne? aprovis sagte genau das Gegenteil von dem was Du zum Besten gibst ... naja, jeder macht sich seine eigene kleine Welt ... :boese2:

miauuuu!
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon winnfield » 30. April 2014, 18:59

DergestiefelteKater hat geschrieben:
HALLOOOOO? Hast Du Stroh in der Birne?!


nein!

also was soll die aussage?

chris
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon SailBert. » 30. April 2014, 19:56

Mein Kater ist beim Fellwechsel auch immer ganz übel gelaunt und benimmt sich ganz sonderbar, das gibt sich sicher wieder.
Ist einfach zu heiss mit dem Winterfell bei diesem Wetter.
:wink:

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon BONZE » 1. Mai 2014, 17:26

Nachn 1. Mai ham sicher noch mehr Leut an Kater. :bia:

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon aprovis. » 5. Mai 2014, 12:06

DergestiefelteKater hat geschrieben:HALLOOOOO? Hast Du Stroh in der Birne?


Hallo gestiefelter Kater.
Warum so tief unter die Gürtellinie?

Ich glaube zu verstehen was winnfield gemeint hat.
Wenn ich vor 20 Jahren zu segeln begonnen hätte, dann würde ich es eben auch ohne Elektronik lernen.
Eventuell würde es für einen Anfänger schwieriger sein, aber mit der Zeit würde sich ein Gefühl für Wind und Wetter schon einstellen.
Der Plotter hilft mir nur schneller und effektiver zu lernen. (ist meine persönliche Meinung)
Ich arbeite aber genauso mit der Karte, Besteck, Handkompass etc. Das allerdings nur, zugegebenermaßen, wenn das Boot vor Anker ist, an einer Boje hängt oder sonst irgendwie festgemacht ist. Also nicht während der Fahrt. (Wobei ich Peilungen mit Handkompass auch während der Fahrt mache, aber relativ weit weg von Inseln und Gefahrenzonen. Mein Sohn zeichnet die Richtungen dann in der Karte ein oder umgekehrt.) Diese "manuellen" Geräte gehören für mich einfach zum Segeln dazu, und vor allem will ich gerüstet sein, wenn die Elektronik ausfällt.
Ich habe auch schon testweise den Plotter ausgeschaltet und nur mit Verklicker und Kompass gearbeitet. Funktionierte auch.
Jedoch fühle ich mich persönlich sicherer, wenn ich den Plotter vor allem zwischen den Inseln und Hafeneinfahrten habe.

Seglergrüße.
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon xenomorph » 6. Mai 2014, 10:39

Als ich vor etwa 40 Jahren meinen Führerschein gemacht , und mir meinen ersten "Boliden" gekauft habe, wäre mir dabei niemals in den Sinn gekommen ein Auto mit Automatik-Getriebe anzuschaffen, ist ja was für Opas und unsportlich.
Heute, (fast)Opa, erfreue ich mich über den Komfort meines Automatik Wagens und fühle mich dabei nicht im Geringsten unterfordert bzw. unsportlich. Fahre ich mit dem Auto meiner Frau und muß dort schalten, fühle ich mich damit jedenfalls nicht sportlicher oder mehr gefordert, es ist nur weniger gemütlich.

Und genau mit diesen Argumenten versuche ich zu beschreiben welche Einstellung man generell zu derartigen Navigationshilfen haben sollte, sie sind ein Stresslöser wenn man den gesunden Verstand dabei nicht ausschaltet, denn sonst könnten sie zum Stressfaktor werden.
In den meisten Fällen jedoch werden sie eine wertvolle Hilfestellung in der täglichen Navigation, und sicher genauer als der menschliche Faktor sein. Voraussetzung man hat dabei eine gesunde Skepsis, diese allerdings müsste sich von Erfahrungen abseits der Elektronischen Hilfen ableiten lassen, was somit bedeutet einer guten Grundausbildung nicht entsagen zu können.

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon comvid. » 6. Mai 2014, 10:53

:bittelesen:
xenomorph hat geschrieben:Und genau mit diesen Argumenten versuche ich zu beschreiben welche Einstellung man generell zu derartigen Navigationshilfen haben sollte, sie sind ein Stresslöser wenn man den gesunden Verstand dabei nicht ausschaltet, denn sonst könnten sie zum Stressfaktor werden.
In den meisten Fällen jedoch werden sie eine wertvolle Hilfestellung in der täglichen Navigation, und sicher genauer als der menschliche Faktor sein. Voraussetzung man hat dabei eine gesunde Skepsis, diese allerdings müsste sich von Erfahrungen abseits der Elektronischen Hilfen ableiten lassen, was somit bedeutet einer guten Grundausbildung nicht entsagen zu können.

:klatschen:

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon winnfield » 6. Mai 2014, 11:05

danke xenomorph

jetzt sind wir schon wirklich in einer guten und fruchtbaren diskussion, ohne untergriffig "der kann sich keinen 2ten plotter leisten" werden zu müssen.

lg chris
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon Jugocaptan » 6. Mai 2014, 14:24

Ich frage mich sogar ernsthaft, was ich mit einem Plotter in den Tiefen des Kellers soll. Eine Törnplanung oder Tagesplanung mach ich auf der Karte, da wär mir ein Plotter mit den manchmal etwas seltsamen Karten viel zu unsicher.
Aber oben? Super, weis doch damit immer wo ich bin, allfällige Problemstellen hab ich vorher auf der Karte festgestellt.
Schöne Grüße
Peter

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon SkipperAlex. » 6. Mai 2014, 14:50

wies jeder mag, würde ich sagen. hier gibts keine "Generallösung", genausowenig wie der eine gern mit Monos fährt, der andere nur mit Kats.

Ausserdem prallen hier 2 "Welten" aufeinander:

Auf der einen Seite der klassische Segler, der das Segelboot als Sportgerät begreift, meisttraditionell ( am Navitsch ) mit Karten navigiert, den Plotter im besten Fall als sinnvolle Ergänzung versteht.

Auf der anderen Seite der klassische Urlaubssegler, der mit dem Plotter beim Steuerstand von Bucht zu Bucht bummelt.

Beides ist ok, Überschneidungen der o.a. Spezies vollkommen normal:-)

Als Anfänger würde ich anfangs klassisch( auch wenns unbequem ist und unlogisch erscheint) soviel wie möglich mit Karten navigieren und den Kartenplotter nur im Notfall oder zur groben Übersicht verwenden. Und soviel wie möglich die Landschaft und die See betrachten. So entwickelt sich m.M schnell nach ein gutes Gespür für die umgebende Natur.

Wie schon weiter oben erwähnt, lehre ich meinen Schülern auch das Segeln mit dem Verklickerer und ohne dauerndes Schauen auf die elektronische Helferleins beim Steuerstand. Nur so lernt man grad und gut Segeln, lernt die Böen auf dem Wasser zu lesen und hat auch mehr Spass, meine ich.
www.b3-onWater.at
www.sailaustria.at

sail fast.live slow.

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon aprovis. » 7. Mai 2014, 10:04

@jugocaptan und skipperalex :daumen: :klatschen:
Viva la vida
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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon mariber. » 7. Mai 2014, 15:51

Also, ich wollte den Plotter am Steuerstand in einer leicht nebligen Neumondnacht im Jänner in der Westeinfahrt Murter nicht missen!
mariber

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Re: eine ode gegen plotter am steuerstand

Ungelesener Beitragvon winnfield » 7. Mai 2014, 16:27

mariber hat geschrieben:Also, ich wollte den Plotter am Steuerstand in einer leicht nebligen Neumondnacht im Jänner in der Westeinfahrt Murter nicht missen!
mariber


ja, grundsätzlich ich auch, aber so oft kommt man ja in diese situation nicht.

andererseits nur mit plotter will ich durch diese engstelle auch nicht, in einer nebeligen neumondnacht würde ich vorher ankern oder besser noch um diese zeit nicht ankommen!

chris
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