Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

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onewaywind
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Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon onewaywind » 11. Dezember 2014, 10:50

Hoffentlich ist das nicht die Zukunft...:

http://www.yacht.de/sport/volvo_ocean_r ... 94549.html

Strandung weil man mit dem elektronischen Gerät nicht nahe genug herangezoomt hat...

Zitat: "Im Nachhinein betrachtet, hätten wir das Revier dichter heranzoomen müssen"
Zitat2: "Also haben wir das Gebiet nicht noch näher herangezoomt"

Wenn das sogar den Profis passiert möchte ich nicht wissen was los ist wenn sich auch der Durchschnittsskipper nur noch auf Elektronik verlässt.

Lg Georg
Newton ist tot,... Einstein hat sterben müssen,... und mir, mir ist auch schon ein bisserl schlecht...

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Re: Wie sehen wir die Sportschifffahrt in 20 Jahren?

Ungelesener Beitragvon Jugocaptan » 11. Dezember 2014, 16:47

So sehe ich das als durchaus der Normalvariante zugetanener Urlaubssegler nicht.
Wer nicht will oder kann, zoomt nicht, schaut aber auch nicht auf eine geeignete Karte.
Schöne Grüße
Peter

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Edwin
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Re: Wie sehen wir die Sportschifffahrt in 20 Jahren?

Ungelesener Beitragvon Edwin » 11. Dezember 2014, 19:38

onewaywind hat geschrieben:Strandung weil man mit dem elektronischen Gerät nicht nahe genug herangezoomt hat...


Also ich weiß nicht - ich würde diese "Erklärung" nichtmal angesichts des Mickey-Mouse-Display's meines Handgurkerls (Garmin 76C) anwenden. Ich kenne ja die Gerätschaften nicht, die sich da an Bord befunden haben, aber wie man ein "Fleckerl Erde" vom Ausmaß von immerhin 30SM übersehen kann, nur weil man "zu wenig reingezoomt" hat... :nachdenk:

Klar müssen's eine Erklärung abgeben, aber diese halte ich irgendwie schon etwas, naja, unwahrscheinlich.

L.G.

Edwin
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Re: Wie sehen wir die Sportschifffahrt in 20 Jahren?

Ungelesener Beitragvon w-sailingteam » 11. Dezember 2014, 20:27

Edwin hat geschrieben:... aber wie man ein "Fleckerl Erde" vom Ausmaß von immerhin 30SM übersehen kann, nur weil man "zu wenig reingezoomt" hat... :nachdenk:

Klar müssen's eine Erklärung abgeben, aber diese halte ich irgendwie schon etwas, naja, unwahrscheinlich.


Na, dann möchte ich Dich ermuntern Deine persönliche Theorie zum Besten zu geben. :wink:

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Hermann
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Re: Wie sehen wir die Sportschifffahrt in 20 Jahren?

Ungelesener Beitragvon winnfield » 11. Dezember 2014, 21:18

Blackpearl1 hat geschrieben:
Edwin hat geschrieben:... aber wie man ein "Fleckerl Erde" vom Ausmaß von immerhin 30SM übersehen kann, nur weil man "zu wenig reingezoomt" hat... :nachdenk:

Klar müssen's eine Erklärung abgeben, aber diese halte ich irgendwie schon etwas, naja, unwahrscheinlich.


Na, dann möchte ich Dich ermuntern Deine persönliche Theorie zum Besten zu geben. :wink:

freundliche Seglergrüße
Hermann


hab mir das mal übers navionics app angesehen

http://webapp.navionics.com/?lang=de

tatsächlich ist es im größten maßstab nicht zu sehen, aber eine stufe reingezoomt sieht man was blaues, noch weiter reingezoom sieht man eine fläche mit durchgehend 20 m tiefe, eigenartige darstellung.

dann sind da noch zwei leuchtfeuer in einer niedrigen zoomstufe zu sehen, die aber beim rauszoomen verschwinden.

komische logik, die gründe dieser darstellung verstehe ich nicht, wenn ich mir zb. den übersegler vom östlichen mm ansehe, und der ist immerhin im maßstab 1 : 2 750 000 !!!! sind da die wichtigsten leuchtfeuer eingezeichnet.

ich will da gar nicht über vestas nachdenken, aber diese el. karten verwenden eine eigene logik, da verschwinden 25 sm lange inseln plötzlich und die sind immerhin so lang wie korcula, welches im übrigen beim rauszoomen nicht verschwindet.

chris

ps. wo ich die 2 leuchtfeuer gesehen habe ist mir jetzt aber auch schleierhaft, da gibts kane
Zuletzt geändert von winnfield am 11. Dezember 2014, 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie sehen wir die Sportschifffahrt in 20 Jahren?

Ungelesener Beitragvon Edwin » 11. Dezember 2014, 21:21

Blackpearl1 hat geschrieben:Na, dann möchte ich Dich ermuntern Deine persönliche Theorie zum Besten zu geben.


Ich werde mir nicht anmaßen über die Fähigkeiten des Navigators zu urteilen und schon gar nicht möchte ich andeuten, dass ich es besser gemacht hätte. (bei dem geht es ja nicht nur darum, dass das Schiff sicher von A nach B kommt, sondern er muß ja noch etliche taktische Überlegungen mit einfließen lassen)

Aber bei diesen Yachten handelt es sich um High-Tech-Geräte und ich gehe davon aus, dass der Navigator (und auch andere Crewmitglieder) nicht nur ein Display zur Verfügung hatte und auch, dass nicht jedes Display mit gleichem Zoomfaktor eingestellt ist. Klar hat er weit rausgezoomt, denn bei diesen Geschwindigkeiten verliert man sonst sehr schnell den Überblick über die Gesamtlage (kenn ich vom Motorbootfahren) und bei der Regatta natürlich auch über das gegnerische Feld. Der Zoomfaktor wird schon ein Fehler gewesen sein, aber halt einer von mehreren...

Meine Vermutung (!) ist, dass es sich schlicht um menschliches Versagen gehandelt hat - so wie wir es beispielsweise auch sehr oft bei Unfällen bei Bahnübergängen berichtet bekommen. (da denke ich mir auch oft, wie gibt es sowas?)

Hauptsache ist jedenfalls, dass bei dem Unfall kein Menschenleben ernsthaft zu Schaden gekommen ist! Und gelernt, hat dadurch mit Sicherheit nicht nur die Crew der VESTAS.

Vielleicht sollte man zu dem Thema aber einen eigenen Thread eröffnen, denn mit Ausbildung für Hobbykapitäne hat das eher weniger zu tun.

L.G.

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Re: Wie sehen wir die Sportschifffahrt in 20 Jahren?

Ungelesener Beitragvon winnfield » 13. Dezember 2014, 17:11

ich sag nur soviel

tiefenlinien

manchmal ist sogar ein wert auf den linien, wenn dieser wert zur mitte hin immer größer wird kann man mit hoher wahrscheinlichkeit darauf schliesen das es nach der letzten linie noch höher wird.

diese schlußfolgerung ist jedoch äusserst schwierig und daher nur wenigen menschen vorbehalten.

chris
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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon w-sailingteam » 13. Dezember 2014, 19:02

Das > Video < und die Stellungnahmen der Crew sprechen eine klare Sprache. Was da in anderen Foren hunderte Beiträge lang (inkl. gegenseitiger Unterstellung von Ahnungslosigkeit und Besserwisserei) diskutiert wird ...?

Im Nachhinein betrachtet, hätten wir das Revier dichter heranzoomen müssen – auf den elektronischen Karten. Dass wir das nicht gemacht haben, ist der große Fehler, den ich begangen habe.
(Zitat aus: http://www.yacht.de/sport/volvo_ocean_race/team-vestas-wind-kaempft-ums-comeback/a94549.html)

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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon xenomorph » 14. Dezember 2014, 17:51

Was da in anderen Foren hunderte Beiträge lang (inkl. gegenseitiger Unterstellung von Ahnungslosigkeit und Besserwisserei) diskutiert wird ...?

Das ist tatsächlich Erbsenzählerei, aber im Wesentlichen schießen sie sich dort auf Bobby Schenk ein.

Obwohl man hier diese Regatta-Heizerei nicht mit dem von uns betriebenen Fahrtensegeln vergleichen kann, man tut das ja auch nicht mit Formel 1 und normalem Autofahren, und natürlich will auch ich hier nicht unbedingt Klugsch*****, aber irgendwie stößt es mich schon sauer auf wenn ich daran denke um WAS für einen Fehler es sich hier gehandelt hat.
Wenn es bei einem komplexen Manöver oder so was Ähnlichem zu Bruch gekommen wäre, immerhin werden diese Schiffe am Rande des Möglichen gesegelt, dann wäre das halt Pech gewesen, man hätte sagen können wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wäre das der einzige 10m breite Steinhaufen in den Weiten des Ozeans gewesen könnte man das auch so sehen.
Aber bei all dem TamTam der hier betrieben wird, und dem Heldenstatus der Teilnehmer ist mir so etwas unverständlich.

Mir ist auch nicht klar, dass sich ein so erfahrener Navigator die Route im Vorfeld nicht bis ins kleinste Detail ansieht, also ich hätte mir das bei denen so vorgestellt, dann würden wohl Bereiche mit unsicheren Tiefen vorgemerkt sein. Ein zarter Hinweis darauf, dass man hier keine Ahnung von dem befahrenen Gebiet hatte.
Mich würde interessieren wie viele kommerzielle- oder Militärschiffe das dort schon übersehen haben, ich denke wahrscheinlich kaum welche, die müssen scheinbar etwas anders machen obwohl die Navigatoren dort keinen bekannten Namen haben...

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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon winnfield » 14. Dezember 2014, 19:33

es sind keine unfälle aus diesem gebiet bekannt, ausgenummen vestas, und der geschah bei einer regatta, man kann nun sagen da herrschen andere bedingungen jedoch:

zoom oder nicht, es bleibt eine konstante

die tiefenlinie

manchmal ist sogar ein wert auf den linien, wenn dieser wert zur mitte hin immer größer wird kann man mit hoher wahrscheinlichkeit darauf schliesen das es nach der letzten linie noch höher wird.

ob übersegler oder elektronische seekarte mitdenken ist nicht verboten

chris
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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon fetznfliaga. » 14. Dezember 2014, 20:12

Das Gewicht der fehlenden Papierkarten hätte man locker über ein Ölzeug weniger mitnehmen eingespart.

Und wenn der Navigator zu müde ist, die nächsten 5 Stunden zu navigieren, dann ist das unentschuldbar vom Skipper.

Wenn die Regattaleitung konsequent ist, schließt sie den Skipper und Navigator von der weiteren Teilnahme aus.

Und knapp 19 kn fährt ein Trimaran sogar am Neusiedlersee. Bei der RPC ist mit einer 42 Match fast die gleiche Höchstgeschwindigkeit erreicht worden, obwohl die bei solchen Geschwindigkeiten schwieriger zu beherrschen ist.

Fragt sich, ob das reine Baggerseesegler sind, denen man dazu noch das geschützte Revier absperren muß,
meint da fetznfliaga
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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon winnfield » 14. Dezember 2014, 20:43

danke fetzn, vollkommen richtig

und obendrein

in diesem ganzen elektronischen dingsbumsda steht doch immer:

danke das sie dies sauteure produkt gekauft haben, zur navigation eignet es sich jadoch nicht!

noch fragen

chris

ps, und das beste, eigentlich sind sie aufgrund dieser aussagen nicht versichert
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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon xenomorph » 15. Dezember 2014, 10:16

Es mir schleierhaft warum immer wieder damit enschuldigt wird, dass es sich hier um Regattabedingungen handelt und da schon mal Fehler passieren können. Hier geht es doch nicht um ein Momentversagen.
Das Schiff ist offensichtlich bereits geraume Zeit auf dieses Hindernis zugefahren und man hat es nicht der Mühe wert gefunden diesen blauen Fleck oder die Tiefenlinie weiter zu hinterfragen obwohl das ja möglich gewesen wäre.
Also entweder wusste man nicht ob der perfekten Bedienung des Programms Bescheid, was ich eher nicht glaube, oder es steht da eine gewisse Ignoranz, um nicht zu sagen Arroganz, dahinter.
Und gerade weil es eine Regatta ist, und dazu nicht irgend Eine, stellt man sich da die Vorbereitung ein wenig anders vor, also mir geht es zumindest so.

Aber wahrscheinlich hat hier die Routine wieder mal die Porzellankiste fallen gelassen. So etwas ist allgegenwärtig.

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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon c_bra » 2. Januar 2015, 17:56

Finde cool dass das Boot repariert wird und man wieder ins Rennen einsteigen will

klick
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Re: Das Auflaufen der Vestas im Volvo Ocean Race

Ungelesener Beitragvon thomas1509710. » 3. Januar 2015, 11:30



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