Welle stoppen oder mitdrehen lassen

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Re: Welle stoppen oder mitdrehen lassen

Ungelesener Beitragvon fetznfliaga. » 20. November 2013, 17:43

Hallo,

im Segeln-Magazin 10/2008 (kann man u.a. gegen >>> Gebühr <<< downloaden) war ein Artikel über einen Schleppversuch mit einer Bavaria 34 Cruiser mit verschiedenen Faltpropellern und dem serienmäßigen 2-Flügel-Festptopeller (fest und mitlaufend). Diese Werte für eine Äquivalenz von 6 kn Fahrt durch das Wasser habe ich als Referenz herangezogen und interpoliert. Dabei habe ich die maximale erreichbare Rumpfgeschwindigkeit nicht berücksichtigt, da ich sonst eine komplizierte exponentielle Kurve hätte nehmen müssen und zusätzlich die experimentiell ermittelte Rumpfgeschwindigkeit hätte wissen müssen. Wie gesagt, es war eine einfache Interpolation.

>>> Link <<< zu meinem Artikel. Die Geschwindigkeitswerte für höhere Kräfte sind natürlich nicht auf die maximal erreichbare Rumpfgeschwindigkeit bezogen. Als Referenz sollten die Werte zwischen 4 - 6,5 kn herangezogen werden. Im wesentlichen ist es mir darum gegangen, wie sich ein großer 3-flügeliger Festptopeller verhält, weniger, ob und wie gut die verschiedensten Falt- oder Verstellpropeller sind.

Hier ist auch noch ein guter Artikel zum >>> Download <<<. Danach einfach den Testbericht anklicken.

Exakte Simulation geht nur mit FEM für hydrodynamische Gleichungen (finite Elemente Methode) bei genauer Kenntnis der benetzten Wasserfläche des Boots, also das Einbeziehen der Krängung usw. Wenn man ein bißchen googelt, dann wird man sicher auch Ergebnisse zu den verschiedensten Propellern und deren Simulation finden.

Hoffe geholfen zu haben,
da fetznfliaga

P.S.: Welcher Faltpropeller für ein hochkarätigen Racer geeignet ist, kann ich nicht beantworten. :wink:

[EDIT]Habe nachgelesen, es war ein 2-flügeliger statt eines 3-flügeligen Festpropellers[/EDIT]
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Miramare.
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Re: Welle stoppen oder mitdrehen lassen

Ungelesener Beitragvon Miramare. » 21. November 2013, 10:20

Ich segle zwar keine Regatten, aber gern schnell. Unseren 3-flügeligen Drehflügel-Propeller fixiere ich beim Segeln immer im Rückwärtsgang. Ich bin der Ansicht, dann bremst er weniger und ich bin schneller. Vor allem aber weil ich das Gebrumm des mitdrehenden Propellers nicht ertrage.

Grüße
Miramare

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Re: Welle stoppen oder mitdrehen lassen

Ungelesener Beitragvon fetznfliaga. » 21. November 2013, 11:05

Ciao Miramare!

Bei Faltpropellern, die im zusammengeklappten Zustand hydronamisch wenig bis fast keine Angriffsfläche/Widerstand haben ist es immer besser, wenn man den Rückwärtsgang einkuppelt. Bei 2-flügeligen Faltpropellern auf einem Saildrive ist der hydrodynamische Widerstang sehr gering und teilweise sogar ganz zu vernachlässigen, wenn man den Schaft vom Saildrive berücksichtigt. Bei Drehfügelpropellern würde ich das auch erwarten, weil diese sich so einstellen sollten, daß der geringste Widerstand gegeben ist. Vorausgesetzt, es sind nicht irgenwelche Voreinstellungen vorgenommen worden, sodaß der Derhflügelpropeller nicht ganz "gerade" in Strömungsrichtung fixiert werden kann. Wie stabil der Drehflügelpropeller wirklich in Fahrtrichtung ist und ob es leichte Vibrationen oder sonstige Bewegungen gibt, weiß ich nicht.

Wie gesagt, mit Drehflügelpropellern habe ich keine Erfahrung machen können. Ich wollte damals nur wissen, ob es in Bezug auf Segeln besser ist, einen Festpropeller mitlaufen zu lassen oder zu blockieren.

Kiebe Grüße,
da fetznfliaga
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Re: Welle stoppen oder mitdrehen lassen

Ungelesener Beitragvon wannge » 21. November 2013, 14:27

ein großes DANKE an den fetznfliaga, das bringt licht in die sache :sonnenschein:

wie schrieb meine liebste vorschoterin heute: "ab sofort wird der retourgang nur mehr zum anlegen verwendet!"
... naja, zumindest auf der suche nach der optimalen VMG

ciao
Gerhard


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