Steiner Lightstream 6.2 auf ORF

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suli
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Steiner Lightstream 6.2 auf ORF

Ungelesener Beitragvon suli » 17. August 2012, 10:49

hallo!

hier http://salzburg.orf.at/news/stories/2545702/ schreibt der ORF über das Lightstream 6.2, das die yr ja letztens getestet hatte. die yachtrevue wird dort übrigens zitiert (@redaktion, falls ihr das nicht wissen solltet).

was ich mich frage: wenn ich das bild mit dem motor/batterien so anschau - also ich hätte gröbste bedenken bei dieser wüsten verkabelei, immerhin wird hier mit spannungen und strömen hantiert, die nicht ohne sind. und: wieso durfte die yr den motorraum nicht fotografieren, der orf aber schon?????

suli

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mastermind
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Re: Steiner Lightstream 6.2 auf ORF

Ungelesener Beitragvon mastermind » 20. August 2012, 12:27

naja schaut schon wild aus, der kabelsalat, aber das heißt nicht zwangläufig, dass das deswegen schlecht gemacht ist, denke ich.

was ich mich eher frage, warum hier der aufwändige weg über einen z-antrieb genommen wurde statt einfach eine welle einzusetzen, wie das in dieser bootsliga nicht unüblich ist.

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Re: Steiner Lightstream 6.2 auf ORF

Ungelesener Beitragvon steiner-nautic » 11. Oktober 2012, 07:21

Guten Morgen!

Es ist schön, dass Ihr euch Gedanken über unser Boot macht.

Bezüglich der Batterien ist es so, dass der Kabelsalat unumgaenglich ist.
Für einen sicheren Betrieb muss jede Zelle überwacht werden, was entsprechend viele Kabel erfordert.
Unsere Mitbewerber versteckt das einfach in Kisten, was aber die Kabel auch nicht verschwinden lässt.
Das ist also ein bisschen so wie bei modernen Autos im Motorraum.

Da die Lightstream in drei Jahren entwickelt wurde und die Batteriemenge in drei Stufen erhoeht wurde, haben wir vorerst auf diese Kisten verzichtet. Selbstverstaendlich werden beim naechsten Boot ebenfalls Abdeckungen verbaut.
An der Technik oder der Sicherheit aendert das aber nichts.

Die Angst der Batterie ist immer wieder ein Thema.
Zuerst muss klar gesagt werden, dass Benzinmotoren auch oft Explodieren und dann das Boot abbrennt.
Wir verwenden LithiumEisen Zellen, die nicht Auslaufen oder Explodieren koennen.
Zudem wird jede Zelle ueberwacht und sofern notwendig Motor oder Ladegeraete angesteuert.

Selbst wenn so viel Wasser im Boot sein sollte, dass ungewollt Strom fließen kann, so wird das fuer die Besatzung nicht sofort gefaehrlich.
Strom nimmt vekanntlich den kuerzesten Weg und Kunststoff leitet schlecht bzw gar bicht.
Sauberes Seewasser leitet uebrigens auch schlecht.
Es wuerde also nur der Strom zwischen zwei Punkten der Batterie fließen.

Bezueglich des Z-Antriebes:
Leider herrscht die Meinung, dass die starre Welle besser waere vom Wirkungsgrad.
Das ist falsch. Es gab 2010 einen Vergleichstest, bei dem in identische Boote ein Z und eine starre Welle eingebaut wurde.
Das Boot mit Z-Trieb brauchte weniger Treibstoff.

Der Grund liegt darin, dass der Z-Trieb zwar durch mechanische Umlenkung Energie verliert, ueber die hydraulikzylinder aber der Propeller immer in Fahrtrichtung zeigt!
Die starre Welle dagegen wirkt schraeg nach unten, man kann aber nur die Kraft in Fahrtrichtung nutzen.
Wer sich mit Winkelfunktionen auskrnnt, kann etwas herumrechnen :-)

Unser Ziel war das Boot nicht nur vom Antrieb, sondern in vielen Aspekten energierffizient zu gestalten.

Andere verwenden den Z-Trieb in Kombination mit Elektromotoren nicht, weil die Gangschaltung durch eine Freilaufkupplung nicht so einfach realisiert werden kann.

Fuer weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfuegung

Hermann Steiner jun.


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