Fachmann Angermayr

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winnfield
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Fachmann Angermayr

Ungelesener Beitragvon winnfield » 4. Juli 2020, 16:25

lieber herr angermayr

sie schreiben in der YR 7 2020

...bleibt eine segelyacht eine solche und wird durch einen zusätzlichen motor nicht zur motoryacht.....

versuchen sie doch bitte in österreich an eine segelyacht einen zusätzlichen, schiffsführerpatentpflichtigen motor zu montieren und ohne motorpatent in eine kontrolle zu fahren.

sie werden schnell merken das die behörde da keinen spass versteht, die behörde wird ihnen erklären das sie mit einem motorfahrzeug unterwegs sind und keineswegs mit einem segelfahrzeug.

sie als fachmann sollten diesen kleinen irrtum berichtigen.

höflichst

winnfield
Das Schwein, das in dem Koben grunzt,
Gibt Proben einer groben Kunst.

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Re: Fachmann Angermayr

Ungelesener Beitragvon winnfield » 4. August 2020, 14:07

gut, es dürfte allgemeiner konsens darüber herrschen, ein segelboot mit motor ist ein motorfahrzeug.

danke und grüße
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Pete16
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Re: Fachmann Angermayr

Ungelesener Beitragvon Pete16 » 16. September 2020, 09:51


SkipperAlex
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Re: Fachmann Angermayr

Ungelesener Beitragvon SkipperAlex » 12. März 2021, 09:52

Zu diesem Artikel von Herrn Angermayr habe ich in meiner Funktion als Obmann einer Prüfungsorganisation detailliert geantwortet:

Sail Austria – 1210 Wien Leopoldauerplatz 14


Offener Brief an Herbert Houf, und Erwin Angermayer, ÖSV

Betrifft: Artikel von Erwin Angermayr zum Thema Yachtverordnung in der Yachtrevue

Wien, am 28. August 2020

Sehr geehrte Herren!

Ich nehme Bezug auf den Artikel von Hrn. Angermayr in der aktuellen Yachtrevue zum Thema „Yachtverordnung“ und halte folgendes fest:

Sie schreiben:
„ --- ein Teil der Prüfungsorganisationen, zu denen sich der ÖSV zählt, konnte mit den Bestimmungen der JachtPro 2015 leben und ist gegen eine Herabsetzung des Ausbildungsniveaus.

Sie suggerieren damit, dass 1. Die Bestimmungen der JachtVO eine Verschlechterung des Ausbildungsniveaus bedeutet. Und 2. Dass „alle anderen“ Prüfungsorganisationen dies gutheißen.

Beides ist unrichtig. Weder bedeutet die JachtVO eine Herabsetzung des Ausbildungsniveaus (im Gegenteil), noch heißen die Prüfungsorganisationen jegliche Verschlechterungen des Ausbildungsniveaus dies gut.

Sie schreiben:
„...für andere Prüfungsorganisationen waren die Anforderungen der JachtPro unzumutbar hoch.....in diesem Spannungsfeld ist die neue JachtVo entstanden....“
„.... auch das IC sieht die Geltungsbereiche „motorized craft“ und „sailing craft“ vor.“

DAS IST FALSCH.
Die Anforderungen der JachtPro waren den „anderen Prüfungsorganisationen nicht zu hoch.
Dies weisen wir ausdrücklich zurück!

Der (Haupt)Grund für die Änderungen in der JachtVo waren, dass der österreichische Gesetzgeber bei der Erstellung der JachtPro einem grundsätzlichen und schwerwiegenden Irrtum aufgesessen war:
Das „M“ im IC bedeutet nicht, dass damit eine Motoryacht zu betreiben ist, sondern dass damit ein MOTORANTRIEB in Betrieb genommen werden kann.
Das „S“ im IC bedeutet nicht, dass damit eine Segelyacht zu betreiben ist, sondern dass damit ein SEGELANTRIEB in Betrieb genommen werden kann.

In der JachtPro war dies daher eindeutig falsch interpretiert worden und der Gesetzgeber hat vollkommen richtigerweise dies nun mit der JachtVO korrigiert.

Alle Absolventen, die die Prüfung gemäss JachtPro absolviert haben, können nun nachträglich den „M“ für ihr IC beantragen.

Ansonsten wäre mit dem IC der Betrieb des Motors auf einer Segeljacht nicht möglich gewesen!
I
m internationale Vergleich fällt auf, dass viele, wenn nicht alle Länder wie z.B. Deutschland und Kroatien bei den Grundscheinen nicht zwischen Motor- und Segelyacht unterscheiden. Mit dem deutschen SBF See, bzw. dem kroatischen Skipper B ist eine Motoryacht als auch eine Segelyacht zu betreiben.

Sie schreiben:
„....allen spitzfindigen Interpretationen und Übersetzungen zum Trotz bleibt eine Segelyacht eine solche und wird durch einen zusätzlichen Motor nicht zur Motorjacht, die auch Segel trägt..“

Herr Angermayr, kennen und akzeptieren Sie die Internationalem Kollisionsverhütungsregeln?

Dort steht nämlich genau das drinnen:
„....sobald auf einer Segelyacht der Motor betrieben wird, ist sie eine Motoryacht.“

Es ist uns unverständlich, dass der Leiter des Prüfungswesen des ÖSV diesen Irrtum nicht erkennt oder erkennen will und über ein österreichweites Printmedium diesen Irrtum auch noch bestätigt.

Überdies halten die überwiegende Mehrheit der Prüfungsorganisationen die neue JachtVO für eine Verbesserung der Ausbildungsqualität.

Die KVR werden international von allen Staaten dieser Welt anerkannt. Sollten Sie die als Prüfungsreferent des ÖSV nicht anerkennen (wollen) ist möglicherweise eine andere Beschäftigung zielführender.

Sie schreiben:
„...die seemännnische Praxis kann mittel Seemeilenbestäigungen, Seemeilen als Skipper sind mittels Logbuch nachzuweisen. Diese Vereinfachungen widersprechen den Anforderungen und werden sich negativ auf die Qualität der Seefahrtsbausbildung auswirken...“

Bereits jetzt hat Österreich weltweit die strengsten Anforderungen an den Nachweis der seemännischen Praxis.

Welchen Anforderungen sollten dies widersprechen? Bitte führen Sie dies aus!

Ausserdem: nicht das „Runterrodeln“ von Meilen, wie auch immer dies nachgewiesen werden muss, sind wichtig für eine qualitative Seefahrtsausbildung, sondern die Qualität der Ausbildung an sich!

Die „Vereinfachung“ des Nachweises der Praxismeilen war für Schüler und Prüfungsorganisationen unzumutbar hoch und auch im internationalem Vergleich unüblich.

Die neue Regelung in der JachtVO ist praxiskonform und sehr gut zu handhaben.

Abschliessend halten wir fest:
• Die JachtVO ist im wesentlichen gelungen.
• Viele Unklarheiten wurden beseitigt.
• Die Anpassung von „M“ und „S“ erfolgt nun gemäss den
internationalen Richtlinien.
• Praxisnachweise sind nun praxiskonformer möglich.
• Der Lernzielkatalog wurde angepasst.
• Praxisprüfungen sind nun wesentlich praxiskonformer möglich.


Die Prüfungsorganisationen Sail Austria und MSVÖ waren im wesentlichen daran beteiligt, die „Fehler“ in der JachtPro auszubügeln und in eine gesetzeskonforme neue Jachtverodnung einfliessen zu lassen. Dies ist gelungen.

Es sollte der Öffentlichkeit nicht verschwiegen werden, dass der ÖSV weder an einer Zusammenarbeit mit den anderen Prüfungsorganisationen interessiert war, noch an einer dringenden Verbesserung der JachtPro.
www.b3-onwater.at


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