mann über bord manöver

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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon winnfield » 19. Dezember 2013, 21:08

zurück zum mob

5 bootslängen absichtlich weiterfahren ist mmn dumm.

sofort umdrehen und hinfahren ist gscheit.

aber die schulmeinung sagt etwas anderes. und warum weil die gesamte schulmeinung auf erfahrungen mit dem "zugvogel" am neusiedlersee basiert, von den silberknopferln jahrzehnte lang nicht hinterfragt.

das hört man aber nicht gern, das ist unbequem und stört die tradition.

chris
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon Lurzifer. » 19. Dezember 2013, 21:52

Es ham schon welche unter segel versucht und der mob ist gestorben. Daraufhin gabs Verurteilung wg. Fahrlässiger Tötung oder so. Weil Motor nicht benutzt wurde.
Diskutiere nie mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort mit Erfahrung.

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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon winnfield » 19. Dezember 2013, 22:27

Lurzifer hat geschrieben:Es ham schon welche unter segel versucht und der mob ist gestorben. Daraufhin gabs Verurteilung wg. Fahrlässiger Tötung oder so. Weil Motor nicht benutzt wurde.


und da sind wir am punkt

die ausbilder sagen: so stehts in der prüfungsordnung

doe prüfungsorganisationen sagen: die prüfungsordnung ist von der OSB genehmigt

die OSB sagt: das ministerium hatte keine einwände

und der richter sagt vielleicht: du skipper bist schuldig

schuldig der fahrläsigen tötung!!!!!!

und ich wette der prüfungstext wird wie folgt geändert:

ein mob manöver hat nach massgabe der gegebenheiten und der ausbildung der crew, unter berücksichtigung ihrer geistigen, körperlichen und ausbildungsmäßigen gegebenheiten, so auszuführen zu sein, daß ein bestmögliches ergebniss im sinne des mob und unter bedachtnahme der körperlichen sicherheit der crew, des schiffes und der allgemeinen vorsichtnahme, im bedenken aller unwägbarkeiten, auszuführen ist, ohne jedweden scheiß zu bauen.

oder so

chris

ps. ich möcht da gar nicht auf ein mob manöver eingehen, bei dem der wachführer sagte: das geht jetzt nicht, ich bin ja nicht vorbereitet.
Zuletzt geändert von winnfield am 19. Dezember 2013, 22:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon winnfield » 19. Dezember 2013, 22:29

doppelt
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon Erich. » 19. Dezember 2013, 23:11

Lurzifer hat geschrieben:Es ham schon welche unter segel versucht und der mob ist gestorben. Daraufhin gabs Verurteilung wg. Fahrlässiger Tötung oder so. Weil Motor nicht benutzt wurde.

Daher muß 'Motor starten' gedrillt werden.
Dennoch ist im Ernstfall keine Zeit Segel zu bergen.
Das Bergemanöver muß auch mit gesetzten Segeln ohne die restliche Crew zu gefärden (sehrwohl mit Motorunterstützung) raschest zur Position der PuB führen.
Während des Manövers sind Vorbereitungen zu treffen, wie die PüB geborgen werden kann (mit Bootshaken?)
Es ist davon auszugehen, daß das Schiff neben der PüB mindestens eine halbe Stunde zwecks Bergung gehalten werden muß.
Ich emfehle, eine Bergung eines passiven Crewmitgliedes in einer Ankerbucht vor Anker zu simulieren. Und die nötige Zeit zu stoppen.
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon winnfield » 19. Dezember 2013, 23:29

Erich hat geschrieben:
Lurzifer hat geschrieben:Es ham schon welche unter segel versucht und der mob ist gestorben. Daraufhin gabs Verurteilung wg. Fahrlässiger Tötung oder so. Weil Motor nicht benutzt wurde.

Daher muß 'Motor starten' gedrillt werden.
Dennoch ist im Ernstfall keine Zeit Segel zu bergen.
Das Bergemanöver muß auch mit gesetzten Segeln ohne die restliche Crew zu gefärden (sehrwohl mit Motorunterstützung) raschest zur Position der PuB führen.
Während des Manövers sind Vorbereitungen zu treffen, wie die PüB geborgen werden kann (mit Bootshaken?)
Es ist davon auszugehen, daß das Schiff neben der PüB mindestens eine halbe Stunde zwecks Bergung gehalten werden muß.
Ich emfehle, eine Bergung eines passiven Crewmitgliedes in einer Ankerbucht vor Anker zu simulieren. Und die nötige Zeit zu stoppen.


und was wird geleert? erich

oder besser, was wird geprüft
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon SkipperAlex. » 20. Dezember 2013, 00:04

Die, dies unter Segel können, sollen Quickstopp fahren. Das macht Spass das mit der Crew zu üben. Ebenso solltrn diverse Annäherungsmanöver unter Maschine, Mayday auslösen, usw.geübt werden.
Das kann und soll man bei jedem Törn eintrainieren.
Und ist nicht wirklich das Problem.
Übrigens wenn ich mich ( im Luv) angenähert hab, die PüB mit einer Zusätzlichen Leine vorab mal sichern, bis alles ready ist fürs Bergen.
Das eigentliche Problem ist ja, wie bring ich die PüB an Bord?

Mit Bordhaken wirds wohl schwierig werden.

Ich hab eine rettungstalje zusammengebastelt, die am Grossbaum oder am Spifall eingehängt werden kann. Damit gehts sehr gut. Die nimmt im Auto keinen Platz weg, kann man auch beim Chartern mitnehmen.

Ansonsten und vor allem bei unterkühlten Personen muss die PüB waagrecht raufgeholt werden. Und das geht nur mit Bergesegel. Und was mach ich, wenn die PüB bewusstlos ist? Soll ja vorkommen. Dann muss einer von der Crew ins Wasser, gesichert, um die PüB mal anzuhängen.
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon Sir Richard Bolitho. » 20. Dezember 2013, 09:21

Es gibt aber auch Prüfungen, da geht der Prüfer (sofern es die Wassertemperaturen zulassen) - ausgestattet mit Feststoffrettungsweste - über Bord, simuliert einen Bewusstlosen und lässt sich bergen.
Das hat schon bei manchen Kandidaten zu einem Aha-Erlebnis geführt und sie haben was fürs spätere Skipperleben dazugelernt.
Soviel zur Vorgabe mancher Prüfungsordnungen: Während der Prüfung darf nichts mehr dazu gelernt werden.
Alles Gescheite ist schon gedacht worden. Man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.

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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon flo82 » 20. Dezember 2013, 10:19

Sir Richard Bolitho hat geschrieben:Es gibt aber auch Prüfungen, da geht der Prüfer (sofern es die Wassertemperaturen zulassen) - ausgestattet mit Feststoffrettungsweste - über Bord, simuliert einen Bewusstlosen und lässt sich bergen.
Das hat schon bei manchen Kandidaten zu einem Aha-Erlebnis geführt und sie haben was fürs spätere Skipperleben dazugelernt.
Soviel zur Vorgabe mancher Prüfungsordnungen: Während der Prüfung darf nichts mehr dazu gelernt werden.


Genau dieses "Prüferl-Versenken" hab ich in meinem Posting gemeint.
Das Bergen geht mittschiffs mit dem Spifall am besten.
... ad Dazulernen: "Der Prüfer hat sich während der Prüfung jeder
Lehrtätigkeit zu enthalten." Dazulernen ist also erlaubt!
Es soll nur die Konkurrenz Ausbildungs-Skipper # Prüfer minimiert werden.
Der Prüfer soll Prüfen und nicht Lehren.
Sonst könnt' er ja die Ausbildung machen, und hinterher prüfen...
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 20. Dezember 2013, 10:32

schau mal einer an, es gibt ja doch noch einige segler hier, die auch was brauchbares schreiben können :daumen:

ich halte das so:

mit dem bug durch den wind, genua NICHT überlegen und anluven, das ist das münchner manöver und führt zum SOFORTIGEN stopp der yacht
erfordert nur eine geistesgegenwärtige reaktion des rudergängers und hält das boot im optimalfall 1-1,5 schiffslängen des mob
danach maschine starten, genuaschoten los, gross maximal dicht und mit volllast zurück zum mob, je nachdem mit retourgang oder halt vorwärts
ABER sicher ohne rücksicht aufs material, leben geht vor maschine oder rigg.
wenn geht, dem aber net grad über den kopf fahren

die bergung geht mmn nur leeseitig, und auch nur dann, wenn ein 2ter ins wasser geht und den mob mittels zb spifall sichert und die anderen den mob danach damit an bord winschen

versuche, den mob heckseitig über die badeleiter zu bergen, enden mit grosser wahrscheinlichkeit mit einem zerttrümmerten kopf des mob
net mal nachdenken drüber 8)

einwände?

her damit :D

btw: wenn es kaum möglich ist, jemand unterkühlten waagrecht aus dem bach zu holen, lassn ma den dann noch a bissl drin baden?

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Zuletzt geändert von wolfgangA am 20. Dezember 2013, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 20. Dezember 2013, 10:55

das mit der schraube beim mob erklär doch mal im detail für einen einrümpfer.


das habe ich, glaub ich, gerade relativiert
mein grundgedanke ist aber, dass bei echt starkem wind, die maschine wohl kaum gegen die kraft der segel ankommen wird..
daher muss man wohl eher erst die segel unwirksam machen, zb schoten los
siehe oben...


, der einzige skipper geht selbst über bord


na dann, lass ihn drin, denn:

wenn der skip der einzig erfahrene ist, dann wird er wohl net grad in nordsee oder atlantik bei schwerwetter unterwegs sein
und von einem skipper ist wohl zu erwarten, dass er sich gegen solche sachen absichert

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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon SkipperAlex. » 20. Dezember 2013, 10:57

Wo steht bitte, dass sich der prüfer während der prüfung jeder lehrtätigkeit zu enthalten hat?
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon flo82 » 20. Dezember 2013, 11:09

SkipperAlex hat geschrieben:Wo steht bitte, dass sich der prüfer während der prüfung jeder lehrtätigkeit zu enthalten hat?


In den PRO's bzw. Praxis-Prüfungs-Erläuterungen von OeSV. MSVÖ und HSV.
Bei den andern prüf' ich nicht.
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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 20. Dezember 2013, 11:26

man beachte bitte:

@erich klecka ist segelschulbesitzer seit ewigen zeiten und unterrichtet mw alle fahrtenbereiche


Daher muß 'Motor starten' gedrillt werden.


aha, also jeder so ca 20x maschine an und aus?
wobei, ich geb dir recht, auch DAS muss man wissen


Dennoch ist im Ernstfall keine Zeit Segel zu bergen.


das ist auch gar net nötig, genua los und gross so dicht wie möglich
das gross sorgt ohne genua eh nicht für vortrieb, ist also nur bei der krängung zu beachten




Das Bergemanöver muß auch mit gesetzten Segeln ohne die restliche Crew zu gefärden (sehrwohl mit Motorunterstützung) raschest zur Position der PuB führen.


siehe oben, mit gesetzten segeln wirst du mit der maschine kaum ne chance haben, dagegen anzufahren, speziell im retourgang...

Während des Manövers sind Vorbereitungen zu treffen, wie die PüB geborgen werden kann


jep


(mit Bootshaken?)


oh mein gott...


Es ist davon auszugehen, daß das Schiff neben der PüB mindestens eine halbe Stunde zwecks Bergung gehalten werden muß.


da ist der mob sogar schon in der adria im sommer schwer unterkühlt
realistisch sind max 10 minuten, wenns dann nicht geklappt hat, ist der mob wohl schon in einem schweren wärme und sauerstoffmanko....


Ich emfehle, eine Bergung eines passiven Crewmitgliedes in einer Ankerbucht vor Anker zu simulieren. Und die nötige Zeit zu stoppen.


ich empfehle, eine ca 80-90 kilo schwere schaufensterpuppe dabeizuhaben UND dies genau NICHT in einer badebucht zu üben, sondern am bewegten offenen meer
DAS wäre realistischer anschauungsunterricht
wenns dir halt net zu mühsam ist... 8)

auf einem schulschifferl a la shaula sollte das wohl realisierbar sein...
und dann kannst ja gleich praxisnah unterrichten

ich gebe dies zu bedenken 8)

mfg wolfgang
Zuletzt geändert von wolfgangA am 20. Dezember 2013, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: mann über bord manöver

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 20. Dezember 2013, 11:35

flo82 hat geschrieben:
SkipperAlex hat geschrieben:Wo steht bitte, dass sich der prüfer während der prüfung jeder lehrtätigkeit zu enthalten hat?


In den PRO's bzw. Praxis-Prüfungs-Erläuterungen von OeSV. MSVÖ und HSV.
Bei den andern prüf' ich nicht.


nau?

wennst so prüfst, wie du hier postest, bin ich ja mal froh, nur das cro-papierl zu haben
weil dann hab ich mir ja schon ne menge erspart :lol:


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