das prüfungsdilemma

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winnfield
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon winnfield » 18. November 2013, 21:46

hi ko

gut viele haben eines, aber wie oft wird es verwendet, in vodice haben die wenigsten stegnachbarn radar, charterbotterln überhaupt nicht. eigentlich haben nur die uralt eignerbotte noch einen dom montiert.

martin kempf hat ja ausfürlich darüber geschrieben, ich denke aber das die vorteile von ais in verbindung mit einem kartenplotter die zukunft ist. selbstverständlich nur wenn alle booterln die am radar erkennbar sind auch mit aktivem ais ausgerüstet sind.

kannst du mir, sollte diese ausrüstung eintreten, recht geben.

lg chris
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon SkipperAlex. » 18. November 2013, 22:00

Sehe ich auch so.

Ais ist die zukunft.
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon Erich. » 19. November 2013, 02:52

SkipperAlex hat geschrieben:Ais ist die zukunft.

http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/27232581
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon karl-otto » 19. November 2013, 09:04

winnfield hat geschrieben:...in vodice haben die wenigsten stegnachbarn radar, charterbotterln überhaupt nicht. eigentlich haben nur die uralt eignerbotte noch einen dom montiert...

ich weiss nicht, welche minimalistischen "botterln" in vodice liegen (und vodice is sicher nicht die ganze maritime welt).
tatsache ist, dass du dir heute fast keinen plotter kaufen kannst, der nicht RADAR eingebaut hat. für AIS hat er nur einen anschluss (NMEA).
ich habe jedenfalls festgestellt, dass fast ausnahmslos alle neuen eignerboote in GR, I, Spanien RADAR haben, auch die meisten charteryachten.
auch wurde und wird RADAR immer weiterentwickelt (farbscope, digitalradar, kollisionswarnung, überlagerung der radardaten in die plotter-kartensoftware usw.), was für ein sterbendes system nicht gemacht würde.
die situation in CRO kann ich nicht einschätzen, weil ich dort nimmer hinfahre.
dann auf eine radarantenne zu verzichten ist, wie wenn du dir einen fernseher kaufst, um deine DVD´s anzusehen, aber keine antenne zwecks TV-empfang anschliesst...
winnfield hat geschrieben:...ich denke aber das die vorteile von ais in verbindung mit einem kartenplotter die zukunft ist...

nein, aus den von martin kempf geschilderten gründen.
is ja auch müssig, zwischen PIK-ASS und ASPIK vor- oder nachteile herauszuarbeiten :mrgreen:
winnfield hat geschrieben:...selbstverständlich nur wenn alle booterln die am radar erkennbar sind auch mit aktivem ais ausgerüstet sind.

ist wunschdenken, wenn man selbst kein RADAR hat.
ich wette, dass heute die anzahl derer, die RADAR haben, unverhältnismässig höher ist, als die, die nur ein aktives AIS haben (hast du eins, ned nur a passives?) und kein RADAR (in unserer marina sind es gerade mal 4, und die haben auch RADAR)
wer RADAR hat, verwendet es auch (oder er ist ein angeber).
winnfield hat geschrieben:...kannst du mir, sollte diese ausrüstung eintreten, recht geben...

nein, nicht mal, wenn dieser unwahrscheinliche fall eintreten würde, weil ziele an land (küstenformationen, hafeneinfahrten, inseln, klippen) im AIS unsichtbar bleiben.
und eine einfahrt in einen hafen bei nebel nur mit einem kartenplotter is grob fahrlässig (auskunft eines versicherungs-schadenssachverständigen), weil dir da das AIS nix nutzt, dann zahlt im schadensfall auch deine kasko nix.
mit dem kartenplotter allein wäre ich (wenn nebel und neumondnacht gewesen wäre) in griechenland mindestens 5 mal auf einen wellenbrecher oder ein anderes hindernis gedonnert...

aber lass es , du hast eine meinung, ich hab eine andere. du wirst mich nach 40 jahren hochseeerfahrung nicht zu deiner ansicht bekehren.
ich hab auch kein bedürfnis, dich zu bekehren (bin kein missionar), möchte nur andere vor einem gefährlichen irrtum bewahren.
die diskussion sollte auch nicht lauten "AIS oder RADAR", sondern "AIS und RADAR". ich nutze beide.

ok?
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon flo82 » 19. November 2013, 10:08


Danke für die Info -
leider scheint die "Offenheit" von AIS für Kriminelle ein neues Betätigungsfeld zu erschliessen.
Mit RADAR zu tricksen geht eben nicht so einfach - siehe "stealth" Technologie.
Ausserdem sind Landkonturen und Echos von Baken auch im Nebel und bei Nacht am Schirm gut sichtbar.
Die "neuen" RADARs sind erschwinglich und keine Stromfresser mehr - die sind die Zukunft!
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon winnfield » 19. November 2013, 10:24

werter KO

wenn ich das so lese muss ich dir recht geben, überlege nur warum in cro so wenig booterl mit radar ausgerüstet sind.

vielleicht liegts an der geringen nebelhäufigkeit und dem geringen verkehrsaufkommen der großschifffahrt zwischen den inseln?

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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon karl-otto » 19. November 2013, 10:46

winnfield hat geschrieben:...warum in cro so wenig booterl mit radar ausgerüstet sind...

kann ich nicht einschätzen, auch nur vermuten. vielleicht is da vodice wirklich ein ausreisser, weil in den letzten 5 wochen sind insgesamt 6 "CRO-flüchtlinge" in unserer marina eingetroffen (1 Kat, 5 Mono´s, alter zwischen 1 und 10 jahre), die die exorbitanten liegeplatzpreise in CRO nicht mehr zahlen wollten.
alle haben RADAR, keiner AIS...
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon SkipperAlex. » 19. November 2013, 11:16

ok.
D`accord mit dem Radar, ich denke, das ist vollkommen klar und logisch und da wird sicher niemand was dagegen sagen. Ich war vorige Woche in Biograd und da ist mir bei den Charteryachten ( bei Pitter ) erstmals auch eine fast durchgängige Bestückung mit Radar, fest montiert auf einem stabilen Niromast am Heck, aufgefallen.


also was ist deine Meinung nun zu AIS. lieber KO?

nicht schlecht, wenn mans hat, aber notwendig ist es nicht?
ich meine, grad die kleineren Segelyachten werden doch zb transatlantik leicht übersehen, da wäre doch aktives AIS lebensnotwendig, oder?

Kann mich an einen Artikel in der YR vor einem Jahr oder so erinnern, wo ein ehemaliger Tankerschiffkapitän erläutert hat, WIE schlecht man eine Yacht bei etwas Welle wirklich auf dem Radar erkennen kann
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon karl-otto » 19. November 2013, 11:50

meine meinung zu AIS (auf grund 3-jähriger erfahrung):
ideale ergänzung zum RADAR

war bei so manchem nachttörn (z.b. südlich strasse von messina) mit starkem verkehrsaufkommen sehr froh, wenn ich einen flotten riesenpott schon ausmachen konnte, lange bevor überhaupt die positionslichter zu sehen waren. siehst du nämlich bei einem dampfer, der deutlich schneller als 20 kn fährt, die positionslichter, kann es schon knapp werden.
auch die information am plotter "CPA (closest point of approach) in 18 min, distance 0,4 sm" ist zu einem zeitpunkt, wo du bestenfalls liachterln, aber no kane pos.-lampen siehst, wertvoll.
im vergleich der angezeigten objekte im RADAR und AIS musste ich aber leider feststellen, dass kein einziges der militärschiffe und auch die schiffe von coastguard und finanz ein AIS sendeten (das dürfen sie ja).
und die können auch ganz schön flott sein...
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon Erich. » 23. November 2013, 02:05

karl-otto hat geschrieben:meine meinung zu AIS (auf grund 3-jähriger erfahrung):
ideale ergänzung zum RADAR

d’accord (ich nutze seit 5 Jahren einen Class-B Transponder)
karl-otto hat geschrieben:im vergleich der angezeigten objekte im RADAR und AIS musste ich aber leider feststellen, dass kein einziges der militärschiffe und auch die schiffe von coastguard und finanz ein AIS sendeten (das dürfen sie ja).
und die können auch ganz schön flott sein...

Schnell schon. Aber wollen die gesehen werden?
Gerade die sind notwendigerweise im 'stealth'-mode unterwegs.
AIS nicht sendend.
Die Struktur der Aufbauten und die Beschichtung (Navy) sind ja auch nicht unbedingt darauf ausgelegt, daß jedes MickyMaus-Radar das super auflösen kann. Im Gegenteil.

Merke: 'Military'/'Navy' ist nie gut zu sehen (auch nicht am Radar)! (und erfahrungsgemäß auch nahezu nicht zu hören)
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 23. November 2013, 02:37

ich sehe das ähnlich

solange ais nicht zwingend für ALLE schifferln vorgeschrieben ist, hats wenig sinn, sich damit allen ernstes zu beschäftigen, da es voraussetzt, dass DER ANDERE aktiv ist

anders schon das eigene radar

damit kann ich selber aktiv sein und bin nicht auf den goodwill anderer angewiesen

abgesehen davon:

da kauft sich wer ne SY um schlanke 200 000€ und ist dann zu geizig, läppische 2000€ für radar auszugeben?
dummheit, oder?

schliesslich ist radar ja nicht nur eine frage der sicherheit, sondern auch eine sache der bequemlichkeit
ich habs schon des öfteren erlebt, dass bei schlechtem wetter mitten am meer das radar eine echte hilfe war und man nicht die ganze zeit draussen sein musste
alle paar minuten einen rundumblick und dann wieder rein ins gemütliche navieckerl :D

und...bevor jetzt wer meint (mit erhobenem zeigefinger), dass radar nicht JEDES objekt anzeigen würde, so sei angemerkt, dass die wahrscheinlichkeit, mitten auf der adria oder sonstwo, bei schlechtwetter auf einen fischer im 5meter booterl zu treffen in richtung null tendiert...

fazit - her mit radar und zwar serienmässig

leider stimmt es aber, dass gerade in cro sich das noch nicht durchgesetzt hat
aber was nicht ist kann ja noch werden :D

lg wolfgang

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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon winnfield » 27. November 2013, 15:56

wolfgangA hat geschrieben:
abgesehen davon:

da kauft sich wer ne SY um schlanke 200 000€ und ist dann zu geizig, läppische 2000€ für radar auszugeben?
dummheit, oder?


seh ich nicht so, bei der 200k segelyacht vielleicht, aber da gibts auch noch andere.

zb eine summe von schlaucherlfahrern die zwar auf die nächste insel in die bucht wollen aber mit dem fb1 nicht auskommen, segelbooterl mit aussenborder ohne ausreichende energieversorgung etc.

da geht lehrkapazität mit radar verloren, weil ein paar prozenterl der booterl mit radar ausgerüstet werden. man kann nicht alles prüfen was am markt vorhanden ist.

gut radar ist manchmal sinnvoll, aber alles kann einfach nicht gelehrt und geprüft werden. wer sich mit radar ausrüsten will muss sich da selbst schlau machen oder einen extra kurs buchen.

ich sag mal da wird bei den POs manchmal übers ziel hinausgeschoßen, oder?

lg chris
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 28. November 2013, 13:06

servus chris :D

eigentlich hab ich vor, mich von hier zu vertschüssen, weils doch ne ganze menge anfeindungen gibt, aber dir will ich doch schon noch antworten :D

zb eine summe von schlaucherlfahrern die zwar auf die nächste insel in die bucht wollen aber mit dem fb1 nicht auskommen
,

da geb ich dir recht, die schlauchis brauchen das wohl nicht
die sollten bei wetterverhältnissen, die radar erfordern, aber wohl auch nicht unterwegs sein


segelbooterl mit aussenborder ohne ausreichende energieversorgung etc.


siehe oben, das sind dann wohl die unter 20f boote
bei schlechtwetter gehören die in den hafen


da geht lehrkapazität mit radar verloren, weil ein paar prozenterl der booterl mit radar ausgerüstet werden. man kann nicht alles prüfen was am markt vorhanden ist.


ein spezieller radarkurs würde wohl abhilfe schaffen, ähnlich wie ein kurs zur astronavigation

lg wolf

ps

warum wirst du hier eigentlich troll genannt?
ich hab mir viele deiner posts durchgelesen und eigentlich sind die ganz ok

du bist zwar einer von denen, die immer nachhaken und unbequem bist du für so manchen auch, aber du hast gutes niveau, glaub ich mal
wie heisst es so schön?
mitleid bekommt man geschenkt, neid muss man sich verdienen...

lebt dieses forum nur von jasagern ggü einer kleinen minderheit?

ich mein, ein forum lebt doch von verschiedenen meinungen und diskussionen, oder?
ich habe den eindruck, dass dieses forum nicht nur nicht sehr gut besucht wird, sondern auch noch von einer kleinen anzahl von möchtegerndespoten und stänkerern bewohnt und regiert wird
eine derartige form von mobbing hab ich noch selten erlebt

kompliment zu deinem stehvermögen
du bist wohl einer von ganz wenigen, die dieses forum noch interessant sein lassen :daumen:

daher

glg wolfgang

profiskipper und forumsneuling 8)

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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon winnfield » 28. November 2013, 15:10

wolfgangA hat geschrieben:warum wirst du hier eigentlich troll genannt?


ich denke weil ich das thema PO und PRO, vernünftige upgradprüfungen, sinnvolle fragestellung, sowie die forderung Prüfungsfragen zu veröffentlichen immer wieder aufwärme.

die die den schein haben interessierts nicht, was ich auch verstehe.

die POs können meist nicht antworten, weil sie mir recht geben müssten.

ausser KO (danke dafür) der manchmal antwortet, wobei ich sagen muss durch KO manchmal auch einen denkfehler meinerseits zu sehen, er aber auch schon vorschläge von mir durchdacht und geändert hat.

ist mir aber egal, es lesen genug kritische menschen mit die nicht posten!

lg chris
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Re: das prüfungsdilemma

Ungelesener Beitragvon wolfgangA » 29. November 2013, 16:24

ist mir aber egal, es lesen genug kritische menschen mit die nicht posten!



:daumen:

perfekt

das ist auch genau der grund warum ich zb den kochthread eröffnet habe

tips an segelkameraden, auch wenn diese nicht mitschreiben
lesen tuns ja doch einige

lg wolf

fair winds :D


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