Führen eines Logbuches?

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Cpt. Honey
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon Cpt. Honey » 6. September 2014, 07:14

also ich verstehe die ganze aufregung nicht.
wenn einer schreiben will, kann er das ja, ich hab im auto auch keinen unfalldatenschreiber... mir geht die schreiberei auf den nerv.
ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen dass man einen unfall durch logbuchschreiben verhindern kann.
klar, durch das schreiben hat man schon fast den törnbericht fertig, das wars aber für mich. ich schreib auch normalerweise keinen törnbericht.
und, falls es einen seenotfall gibt, kümmere ich mich lieber darum als ums logbuch.
nur meine meinung...
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon BONZE » 6. September 2014, 11:24

Cpt. Honey hat geschrieben:also ich verstehe die ganze aufregung nicht.
I a ned. :daumen:
Cpt. Honey hat geschrieben:ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen dass man einen unfall durch logbuchschreiben verhindern kann.
und, falls es einen seenotfall gibt, kümmere ich mich lieber darum als ums logbuch.
nur meine meinung...
Hat wer gsagt, das er zuerst Logbuchschreiben geht, und dann erst die Leut aus dem Wasser fischt? :erstaunt:

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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon Cpt. Honey » 6. September 2014, 12:04

@ bonze na, eh net, hab i ja geschrieben...
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon Rud1 » 3. November 2014, 23:29

SkipperAlex hat geschrieben:Das Führen eines Logbuches gehört zur guten Seemannschaft.

Ich führe grundsätzlich lückenlos Logbuch an Bord, egal wo, mit wem und mit welchem Schiff unterwegs bin.

Dies seit 15 Jahren.

ausserdem kann ich mir die eintragungen ins logbuch von der crew bestätigen lassen soferne es notwendig ist.

und meines Erachtens spricht, wenn schon nur um eine Beweisführung vor Gericht geht, schon allein die Tatsache, dass jemand die lückenlose Führung des Logbuches über Jahre nachweisen kann, Bände vor Gericht. Und zwar hinsichtlich seiner Ausbildung, seiner Erfahrung und seiner (ernsthaften und gewissenhaften ) Einstellung zur Seefahrt.

Und es spricht Bände, wenn man vor Gericht bekennen muss, dass man bei einem Törn mit Unfall kein Logbuch geführt hat. Weil die nächsten Fragen werden dann in etwa lauten: führen Sie nie Logbuch? Führen sie sicherheitsunterweisungen durch? usw.

:daumen:
Wir kommen immer wieder auf den wirklich heiklen Punkt zurück:
Unfall, Gericht, RichterIn, Sachverständiger, Versicherung will nicht zahlen, Schuldiger mit allen Mitteln gesucht. Skipper bleibt übrig!
Ein Logbuch spricht Bände!
Wenn du z.B. mit einer Loseblatt Sammlung auftauchst = sehr schlecht.
Am Computer geführt mit Laserdrucker gedruckt = sehr schlecht!
Nur ein Logbuch zum Unfalltörn vorweisen kannst und sonst kein Logbuch vorhanden ist = sehr schlecht!
Ein perfektes Logbuch, wo mehr drinnen steht als in jedem Handbuch zur Seemannschaft empfohlen wird, wo jeder Handgriff, jede Wende, jede Segeländerung drinnen steht = sehr schlecht!
Wenn das ganze Logbuch mit dem gleichen Bleistift oder Kugelschreiber geschrieben wurde = sehr schlecht!
Wenn du aber ein gebundenes Logbuch hast, über mehrere Jahre, mit unterschiedlichen Schreibgeräten, mit unterschiedlichen Handschriften (deine Crews), nicht jeden Pfurz drinnen hast, die Zeiten nicht gerundet sind, deine Standortbestimmungen häuffig "xy querab, Deckpeilung A:B" also bequeme Standortbestimmungen sind, dann ist das Logbuch schon eher glaubwürdig.
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon BONZE » 5. November 2014, 23:36

I glaub des sieht jeder Richter und je nach Fall unterschiedlich. Aber mitm selben Kuli a 200 Seiten Logbuch in einer Wurscht runtergschrieben wär mir auch verdächtig.

xenomorph
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon xenomorph » 7. November 2014, 14:32

Aber mitm selben Kuli a 200 Seiten Logbuch in einer Wurscht runtergschrieben wär mir auch verdächtig.


Nun, nach dieser Annahme wäre ich im Falle des Falles sehr verdächtig, da ich tatsächlich zu 99% den gleiche Kuli verwende.
Grund: Das Logbuch steckt vorwiegend in einer Vorrichtung beim Kartentisch in der seit langer Zeit auch der gleiche Kuli steckt---> ein Griff, beides zur Hand...a blede G'schicht :roll:

Zur Pflicht zum Führen eines Logbuches (für uns Yachties) kann ich nach eigenen Rescherschen und vielen Gesprächen mit "Wissenden"nur so viel sagen:
So richtig klar ausdrücken tut sich da Keiner. Für mich stellt sich da der Schluss, dass man zwar eines führen muss (oder eher sollte), es aber zu keiner Bestrafung kommt wenn man bei einer Kontrolle keines vorweisen kann. Auch im Prozessfall würde sich das bloße Nichtführen nicht zu einer Bestrafung heraus kristallisieren, könnte aber zum Nachteil gereichen wenn man durch eventuelle Aufzeichnungen seine Unschuld nicht nachweisen kann. Es könnte auch der Gesamteindruck zur Schiffsführung etwas negativer ausfallen, weil man hier generell Schlamperei folgern könnte...

Ich führe seit Jahren ein Logbuch, alleine deshalb weil ich auch später(nach Jahren) Erlebtes noch einmal Revue passieren lassen-, Wetterentwicklungen, Begegnungen, Preise etc.. vergleichen kann.

Jeden Handgriff zu vermerken halte ich für überflüssige Pedanterie, man stelle sich das mal mit kleiner Crew auf der Kreuz vor, einfach lächerlich.
Ich glaube, dass jeder halbwegs klar und pragmatisch denkende Schiffsführer weiß was wichtig ist und was man eintragen sollte.

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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon flo82 » 7. November 2014, 16:18

Canderes hat geschrieben:Ein Logbuch spricht Bände!
1) Wenn du z.B. mit einer Loseblatt Sammlung auftauchst = sehr schlecht.
2) Am Computer geführt mit Laserdrucker gedruckt = sehr schlecht!
3)Nur ein Logbuch zum Unfalltörn vorweisen kannst und sonst kein Logbuch vorhanden ist = sehr schlecht!
4) Ein perfektes Logbuch, wo mehr drinnen steht als in jedem Handbuch zur Seemannschaft empfohlen wird, wo jeder Handgriff, jede Wende, jede Segeländerung drinnen steht = sehr schlecht!
5)Wenn das ganze Logbuch mit dem gleichen Bleistift oder Kugelschreiber geschrieben wurde = sehr schlecht!
6)Wenn du aber ein gebundenes Logbuch hast, über mehrere Jahre, mit unterschiedlichen Schreibgeräten, mit unterschiedlichen Handschriften (deine Crews), nicht jeden Pfurz drinnen hast, die Zeiten nicht gerundet sind, deine Standortbestimmungen häuffig "xy querab, Deckpeilung A:B" also bequeme Standortbestimmungen sind, dann ist das Logbuch schon eher glaubwürdig.
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Deiner Bewertung:
1)- 5) sehr schlecht! 6) sehr gut
muss ich einfach widersprechen.
Für das Logbuch am Schiff des Eigners mag das ja stimmen,
gebe aber zu bedenken um wie viel mehr Charterskipper es auf See gibt:
und da sind
1) Lose-Kladden,
2) Computer-ausdrucke,
3) nur der Unfalltörn,
4) ausführlichste Daten,
5) das gleiche Schreibgerät [*]weil nur einer (wer wohl?) die Kladde/Logbuch führt[*]
vielfach der Standard und auf jeden Fall besser als gar nichts!

Ein Hoch :daumen: den Kladden- und Logbuch-Schreibern :daumen:

Im Übrigen bin ich auch ein Verfechter von Analog-Angaben (passiert, querab und so)
statt der digitalen vom GPS: (natürlich nicht auf der Hochsee)
z.B.: 5 sm südöstlich Porer ist einfach und genau die Posi, :lachend1:
44° 41,916' N 013° 58,263' E ist das Gleiche - aber kryptisch. :?
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon winnfield » 7. November 2014, 17:03

flo82 hat geschrieben:,
3) nur der Unfalltörn,


so mach ichs nicht, never, nie! :)

grinst chris
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon BONZE » 7. November 2014, 20:23

Mir is des wurscht. I zeigs jeden wies geht und wers dann ned macht - dem sei Problem.

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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon winnfield » 7. November 2014, 21:17

BONZE hat geschrieben: I zeigs jeden wies geht


also auch im ausbildungswesen tätig
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon BONZE » 7. November 2014, 21:29

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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon Erich. » 11. November 2014, 16:23

BONZE hat geschrieben:I glaub des sieht jeder Richter und je nach Fall unterschiedlich. Aber mitm selben Kuli a 200 Seiten Logbuch in einer Wurscht runtergschrieben wär mir auch verdächtig.

So sehe ich das auch.
Und so nebenbei:
1) haben die Richterinnen/Richter üblicherweise auch einen g'sunden Hausverstand
2) werden sie von Sachverständigen beraten

Der Sachverständige benötigt auch Grundlagen für sein Gutachten. Das wichtigste Beweismittel ist ein Logbuch.
Welchen 'Wert' das vorgelegte Logbuch/Kladde in der Beweiswürdigung des Gerichts innehat ist in der Sache unterschiedlich.
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon yachtcoach. » 4. Dezember 2014, 18:34

ein kleines Beispiel aus der professionellen Seefahrt:

Wir machen hier alle 2 Stunden (ab 00:00) Luftdruck, Temp., Wettererscheinung, Windrichtung, Windstaerke, Windsee, Seegang (Swell), Track-Kurs, Steuerkurs, Steuerart (AP/Man.) COG, Magnet -----
rechte Buchseite: GPS Pos., Uhrzeit von Kursaenderungen + neuer Kurs, weitere Angaben nach Schreiblust des WO, Name Ausguck, Unterschriften.
Bei Operations (Anchor-Handling, Towing usw.) schreiben wir ein minuetliches Rough-Log (Kladde) mit ALLEN Angaben zB wann/wieviel Schleppdraht rein-rausgeht, Tension, welche Verbindungen hergestellt sind zB Chaser-pennant/Anchor/Tow-bridle connected/disconnected, welche Schlauchverbindungen zur Bohrinsel hergestellt sind, was/wieviel gepumpt wird, Flowrate, Cargo-ops/Container und und und (ja, wir sehr vielseitig :D )
Das uebertragen wir spaeter ins richtige Logbuch.

Damit werden aber nur die offiziellen Anforderungen erfuellt. De Facto koennte man sich alles sparen, weil alles (bis auf Wetterdaten) auf dem Voyage-Data-Recorder aufgezeichnet wird und auslesbar ist. unabhaengige/alle Ruderlagen, Pitchsettings aller Thruster, Radarsettings, ECDIS-Bild, Logfile vom Dynamic Positioning, Videos und Gespraeche vom CCTV Bruecke und Hauptdeck, ... A L L E S
Nur auf dem Brueckenklo und an der Kaffeemaschine ist ein "Toter Winkel" :frech:
Die Geschichte mit dem CCTV war auch nicht unumstritten, denn letztlich koennen sich unser Office oder die Charterer uebers Internet bei uns einloggen und sogar Kameras fernsteuern. Das haben wir aber zum Glueck noch nicht beobachtet.

...................................

und da beschweren sich einige Spaßböötchenfahrer und Yachtbeweger ? :D

wer4 schreibt, der bleibt......

8)
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http://sailors-seaside.blog.de
http://city-check-koblenz.blog.de
http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html

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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon Erich. » 4. Dezember 2014, 19:22

yachtcoach hat geschrieben:ein kleines Beispiel aus der professionellen Seefahrt:.........
(ja, wir sehr vielseitig :D )

ist sehr gut so.
yachtcoach hat geschrieben:Nur auf dem Brueckenklo und an der Kaffeemaschine ist ein "Toter Winkel" :frech:

auch das ist gut so.
yachtcoach hat geschrieben:und da beschweren sich einige Spaßböötchenfahrer und Yachtbeweger ? :D

Anscheinend. Aber nicht gut.
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Re: Führen eines Logbuches?

Ungelesener Beitragvon w-sailingteam » 4. Dezember 2014, 19:27

Erich hat geschrieben:ist sehr gut so.

Meinst Du? :roll:
Erich hat geschrieben:auch das ist gut so.

Du mußt es ja wissen. :oops:
Erich hat geschrieben:Anscheinend. Aber nicht gut.

Wo ist Dein Problem? :?

freundliche Seglergrüße
Hermann
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