Masuren

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Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 30. März 2015, 15:49

Hallo Skippers,
wer kennt sich in Masuren aus?
Mast und Schotbruch
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CS21558258360
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon CS21558258360 » 31. März 2015, 20:10

Hello,

ich kenne. Was brauchen Sie? Es gibt gute navi-app for smartphones. https://itunes.apple.com/pl/app/naviapp ... 71566?mt=8
auch fur Android: https://play.google.com/store/apps/deta ... zury&hl=pl

Das haben Sie alles.


Guten Tag....

tomek

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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 1. April 2015, 10:41

Besten Dank für die Info. Ich bin etwas altmodisch und suche eine Übersichtskarte mit Seezeichen.
Mit Apps und GPS habe ich es nicht so, ich arbeite lieber mit Karte und Kompass und fahre auf Sicht wie es gute Sitte bei unseren Vätern war.

Mast und Schotbruch :D
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TomTile
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon TomTile » 10. April 2015, 19:57

Hallo

Ich habe die Masuren in den letzten beiden Sommern mit Frau und Kind und Segelboot befahren.
Als Revierführer war das Buch „Bootsurlaub in Masuren“ v. Melenie Haselhorst/Kenneth Dittman recht brauchbar. Die besten Karten stammen v. Centrum Kartografii in Warschau. Die bekommt man mit etwas Glück in besseren Trafiken oder Nautikshops um wenig Geld. Die Karten sind foliert und ziemlich zuverlässig. Gebiete für die wir keine solche Karten ergattern konnten, haben wir mit einfachen touristischen Karten in möglichst großem Maßstab befahren. Untiefen (Findlinge unter Wasser!) sind zumindest im offenen Wasser mit Kardinalzeichen gekennzeichnet. In Randbereichen manchmal nicht. Da hilft nur: Vorher Karte studieren und vorsichtig navigieren, oder schnell Schwert und Ruder aufholen um Schlimmeres zu verhindern.
Das Angebot an Charteschiffen ist riesig. Es existieren viele kleine Charterbetriebe; dadurch wohl sind die Preise durchwegs günstig. Bei internationalen Verchartern würde ich für dieses Revier nicht chartern, das ist rausgeschmissenes Geld. Wichtig ist das das Boot ein aufholbares Ruder, Schwert und Außenbordmotor hat – wegen der oft sehr flachen Ufer bei den zahlreichen Biwak- und Campingplätzen. Ein Tiefenmesser ist auch eine gute Hilfe. Habe über die Plattform http://www.mjacht.pl gechartert. Aussuchen kannst du dort in Englisch. Die Korrespondenz incl. Vertrag gibt’s in feinstem Polnisch. Aber zum Glück gibt es Online Übersetzer.
Meiner Erfahrung nach sind die Boote nicht in so gutem Zustand wie wir das etwa von der Adria her kennen. Wenn man bereit ist auf Perfektion zu verzichten kommt man aber schon klar damit. Das Ganze ist aber wohl auch eine Preisfrage. Die Polen haben einen sehr entspannten Zugang zu dem Sport und den Booten; ihr Handling beim An- und Ablegen ist absolut sehenswert. Da gibt´s für unsereins noch was zum Lernen.
Das Revier wird zum weitaus überwiegenden Teil von Polen befahren, die alle recht gut polnisch sprechen. Wenn man das nicht beherrscht kann man es auch mit deutsch, englisch, russisch, oder sonst was versuchen. Es gibt viele Leute die schon irgendwo als Gastarbeiter waren und daher auch einer anderen Sprache mächtig sind.
Das Revier ist an sich sehr naturnah und ohne allzu viele Reglementierungen. Es gibt eine Handvoll Marinas; sehr häufig aber naturbelassene Anlegestellen mit oft winzigen Holzstegen. Freies Ankern ist aus Platzgründen unüblich. Geankert wird meist vor Buganker und mit Heckleine(n) um den nächsten Baum
Der Mast zwischen den Baumwipfeln stabilisiert das Ganze dann gegen seitliche Winde. Windmesser und Verklicker kommen daher eher nicht vor.
Beste Reisezeit ist Juli/August. Im Juli gibt es allerdings vermehrt Gewitter, die zweite Augusthälfte kann dafür auch schon mal recht frisch werden. Dazwischen feinstes Badewetter. Wetterwechsel passieren im Eilzugstempo.
Verproviantieren kann man sich rel. günstig und in guter Qualität in großen Supermärkten vor Ort.
Für uns waren es schöne, interessante und nautisch lehrreiche Urlaube. Auf die örtlichen Usancen muss man sich halt einlassen. Wir haben aber auch Österreicher getroffen (Hausbootfahrer) die dem Charme des Reviers nicht so viel abgewinnen konnten (…will Wienerschnitzel, wie daheim.)

Grüße
Tom

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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 14. Februar 2016, 16:13

Wir haben mit dem Masuren Waterway Guide gute Erfahrungen gemacht. :erstaunt:
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 14. Februar 2016, 18:53

uch fur Android: https://play.google.com/store/apps/deta ... zury&hl=pl
Hat eine sehr schlechte Bewertung. Eine gute Papierkarte ist allemal besser!!!!! :bittelesen:
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 14. Februar 2016, 19:10

ich kenne. Was brauchen Sie? Es gibt gute navi-app for smartphones. https://itunes.apple.com/pl/app/naviapp ... 71566?mt=8

Auch diesen Link habe ich überprüft, die Karte ist nicht aktuell!!!!!!! :amor: :bittelesen:
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 14. Februar 2016, 19:26

Ich habe die Masuren in den letzten beiden Sommern mit Frau und Kind und Segelboot befahren.

Der Beitrag ist ausgezeichnet und lesenswert, nur Wiener Schnitzel gibt es in Masuren auch! :bittelesen:
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 15. Februar 2016, 16:20

TomTile hat geschrieben:Hallo

Ich habe die Masuren in den letzten beiden Sommern mit Frau und Kind und Segelboot befahren.
Als Revierführer war das Buch „Bootsurlaub in Masuren“ v. Melenie Haselhorst/Kenneth Dittman recht brauchbar. Die besten Karten stammen v. Centrum Kartografii in Warschau. Die bekommt man mit etwas Glück in besseren Trafiken oder Nautikshops um wenig Geld. Die Karten sind foliert und ziemlich zuverlässig. Gebiete für die wir keine solche Karten ergattern konnten, haben wir mit einfachen touristischen Karten in möglichst großem Maßstab befahren. Untiefen (Findlinge unter Wasser!) sind zumindest im offenen Wasser mit Kardinalzeichen gekennzeichnet. In Randbereichen manchmal nicht. Da hilft nur: Vorher Karte studieren und vorsichtig navigieren, oder schnell Schwert und Ruder aufholen um Schlimmeres zu verhindern.
Das Angebot an Charteschiffen ist riesig. Es existieren viele kleine Charterbetriebe; dadurch wohl sind die Preise durchwegs günstig. Bei internationalen Verchartern würde ich für dieses Revier nicht chartern, das ist rausgeschmissenes Geld. Wichtig ist das das Boot ein aufholbares Ruder, Schwert und Außenbordmotor hat – wegen der oft sehr flachen Ufer bei den zahlreichen Biwak- und Campingplätzen. Ein Tiefenmesser ist auch eine gute Hilfe. Habe über die Plattform http://www.mjacht.pl gechartert. Aussuchen kannst du dort in Englisch. Die Korrespondenz incl. Vertrag gibt’s in feinstem Polnisch. Aber zum Glück gibt es Online Übersetzer.
Meiner Erfahrung nach sind die Boote nicht in so gutem Zustand wie wir das etwa von der Adria her kennen. Wenn man bereit ist auf Perfektion zu verzichten kommt man aber schon klar damit. Das Ganze ist aber wohl auch eine Preisfrage. Die Polen haben einen sehr entspannten Zugang zu dem Sport und den Booten; ihr Handling beim An- und Ablegen ist absolut sehenswert. Da gibt´s für unsereins noch was zum Lernen.
Das Revier wird zum weitaus überwiegenden Teil von Polen befahren, die alle recht gut polnisch sprechen. Wenn man das nicht beherrscht kann man es auch mit deutsch, englisch, russisch, oder sonst was versuchen. Es gibt viele Leute die schon irgendwo als Gastarbeiter waren und daher auch einer anderen Sprache mächtig sind.
Das Revier ist an sich sehr naturnah und ohne allzu viele Reglementierungen. Es gibt eine Handvoll Marinas; sehr häufig aber naturbelassene Anlegestellen mit oft winzigen Holzstegen. Freies Ankern ist aus Platzgründen unüblich. Geankert wird meist vor Buganker und mit Heckleine(n) um den nächsten Baum
Der Mast zwischen den Baumwipfeln stabilisiert das Ganze dann gegen seitliche Winde. Windmesser und Verklicker kommen daher eher nicht vor.
Beste Reisezeit ist Juli/August. Im Juli gibt es allerdings vermehrt Gewitter, die zweite Augusthälfte kann dafür auch schon mal recht frisch werden. Dazwischen feinstes Badewetter. Wetterwechsel passieren im Eilzugstempo.
Verproviantieren kann man sich rel. günstig und in guter Qualität in großen Supermärkten vor Ort.
Für uns waren es schöne, interessante und nautisch lehrreiche Urlaube. Auf die örtlichen Usancen muss man sich halt einlassen. Wir haben aber auch Österreicher getroffen (Hausbootfahrer) die dem Charme des Reviers nicht so viel abgewinnen konnten (…will Wienerschnitzel, wie daheim.)

Grüße
Tom

Besten Dank, wirklich einmal ein guter Törnbericht von einem Fachmann! Sie haben also die Bindugi ausprobiert, war doch super oder nicht? Mit dem Essen waren wir immer sehr zufrieden!
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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon iAmSailing » 9. Mai 2016, 11:10

Toller Bericht, auch von mir vielen Dank!
Home again 'cross the sea. I am sailing, stormy waters. To be near you, to be free.

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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon bootingm » 1. September 2016, 10:40

Danke, echt ein super Bericht. Da bekommt man direkt einen richtigen Eindruck :)
Als Startpunkt für einen Törn könnte ich mir Giżycko vorstellen... hat da schon jemand Erfahrungen gemacht?
I am sailing, I am sailing...
⚓⚓⚓⚓

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Re: Masuren

Ungelesener Beitragvon Wladimiro » 14. Oktober 2016, 16:38

Lötzen ist sicher ein guter Startpunkt, da es dort eigentlich alles gibt. Besonders die Ecomarina ist zu empfehlen, auch das dortige Restaurant. Im Masuren Waterway Guide finden Sie alle notwendigen Tipps. Hier finden Sie auch noch gute Infos: http://www.wasserwege.net/blog.htm
YOLO :D


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