Venedig

Zwischen Venedig und Grado existiert mit dem Inlandswasserweg Litoranea Veneta ein aus Lagunen, Kanälen, Flüssen und Schleusen bestehendes Netz, das mit Motor- und Hausbooten durchgehend befahrbar ist. Text und Fotos von Heinrich Breidenbach

Blaue Stunde. Mildes Licht liegt über der Lagune, Pflanzen leuchten in kräftigem Rot und hellem Grün in der Abendsonne. Ein Spaziergang führt an der aufgelassenen „Scuola Elementari“ vorbei, an einem plätschernden Süßwasserbrunnen, an Fischerhäuschen und langsam im Schlick vermodernden alten Holzbooten.
Die Tagesgäste sind fort. Die Wirtsleute der „Trattoria ai Ciodi“ haben uns noch hervorragend mit frischen Fisch bekocht und sind dann nach Grado zurückgefahren. Am Abend gehört die bis in die sechziger Jahre bewohnte Isola Anfora in der Lagune von Grado ganz allein den zurückgebliebenen Bootsfahrern.
Heute sind es vier. Zwei, darunter der Autor, sind mit einem gemütlichen Hausboot hierher gekommen. Dagmar und Rolf liegen mit ihrer Segelyacht an der kurzen Mole. Sie könnten jetzt gar nicht mehr aus der kleinen Bucht mit ihrer seichten Einfahrt auslaufen. Das macht nichts, denn wie es sich gehört, haben sie einen Gezeitenkalender. „Morgen vormittags laufen wir mit der Flut aus.“ Ausreichend Zeit also für ein Glas Wein und einen netten Plausch. So ist das in Lagunengewässern!
Früher einmal, zu Zeiten der Römer, beherbergte die Insel ein großes Warenlager. Öl und Wein wurden in großen Mengen in Amphoren gelagert, daher auch der Name „Anfora“. Viele makabre, tragische und amüsante Geschichten gäbe es alleine über diese Insel zu erzählen, die für Jahrzehnte der letzte Vorposten der österreichisch-ungarischen Monarchie war.

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