Boot Düsseldorf. Die private Februar-Bilanz von Roland Duller

Boot Düsseldorf, zum Ersten. Koordiniere Mittagessen in Presselounge mit Start der Abfahrt in Kitzbühl. Evakuiere noch rasch eine Gruppe norwegischer Journalisten, die am Tisch vor dem riesigen Flatscreen ihre Laptops malträtieren. Ein Schweizer Kollege hilft bei der Übersiedelung und bietet eine Wette um den Mittagsteller (Preis: 4 Euro) an. Konnte leider nicht einschlagen, weil er wie ich auf Cuche, den logischen Favoriten und späteren Sieger, gesetzt hat – Auskenner unter sich.
Boot Düsseldorf, zum Zweiten. Unterhalte mich mit Rob Humphreys (Designer der EYOTY-Siegerin Elan 350) und Andraz? Mihelin („Erfinder“ der über 100 Mal gebauten Seascape 18) über das neue Rumpfdesign mit extrem breitem Heck und Chines. Quintessenz: Das Konzept hat eingeschlagen, die Werften müssen nur aufs Gewicht achten. Zuviel schadet der Performance – wie beim Menschen. Außerdem: Im Racingbereich wird bereits an extrem breiten Vorschiffen gearbeitet. Es bleibt also spannend.
Boot Düsseldorf zum Dritten. Die Dichte der Pressekonferenzen auf der weltgrößten Bootsmesse ist groß, der Zeitdruck enorm. PR- und Marketingleitern scheint dies egal zu sein. Sie fadisieren mit langatmigen statt kurz-knackigen Veranstaltungen. Tipp an die Firmenbosse: Zahlt dem PR-Chef eine Prämie für jede eingesparte Minute. Das hilft allen. Und ich komme auch wieder.

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