Rettungsweste richtig warten

Eigenwartung ja – aber ein professionelles Rettungswesten-Service ist regelmäßig nötig

So sollte die Secumar Scout 275 im Ernstfall aussehen. Fehlende Wartung der Rettungsweste könnte im Ernstfall aber böse Überraschungen bieten

So sollte die Secumar Scout 275 im Ernstfall aussehen. Fehlende Wartung der Rettungsweste könnte im Ernstfall aber böse Überraschungen bieten

Rettungswesten gehören regelmäßig gewartet –\u00A0so weit nichts Neues. Zahlreiche Eigner, Regattasegler und Charterer verstehen darunter jedoch etwas völlig Anderes, als eigentlich mit einer korrekten Rettungswestenwartung gemeint ist: Sie machen bestenfalls eine Sichtkontrolle, schauen, ob Patrone und Auslösemechanismus "Grün" zeigen und das war es, hat der deutsche Verein Fachverband Seenot-Rettungsmittel (FSR) ermittelt. Diese Form der Eigenwartung ist zwar richtig und wichtig, aber nicht genug – worauf wir im Zuge diverser Tests von Rettungswesten in den vergangenen Jahren hingewiesen haben.
 Zu einem fachgerechten Service einer Rettungsweste alle paar Jahre gehören folgende Punkte:

    

  • 16-Stunden-Dichtheitstest des aufgeblasenen Schwimmkörpers
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  • Aktivierung der Auslöseautomatik
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  • Prüfung der Handauslösung
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  • Austausch von Dichtungen
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  • Kontrolle der Gaspatrone
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  • Kontrolle der Nähte und Beschläge

Diese Arbeiten sollten von autorisierten Wartungsstationen durchgeführt werden, diese bestätigen die Wartung mit einer Prüfplakette ähnlich dem "Pickerl" beim Auto.

Ganz interessant: Im Rahmen einer Studie über 8.700 Wartungen hat der FSR festgestellt, dass 13 Prozent der zur Wartung eingesandten Rettungswesten kritische Fehler aufwiesen. Die meisten Probleme tauchten dabei überraschenderweise mit 61 Prozent bei den Gaspatronen auf: Sie waren entweder leer, angestochen, korrodiert oder fehlten überhaupt.

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