Whitsunday Islands

Auf zwanzig Grad Süd liegt die Inselgruppe der Whitsundays vor der Küste Australiens. Seglern bieten die siebzig Inseln ein geschütztes Binnenrevier, Taucher verwöhnen sie mit unzähligen Riffen und Winterflüchtlinge locken sie mit tropischer Wärme ans andere Ende der Welt. Text und Fotos: Carl Victor

"Zu Hause ist jetzt Mitternacht“, brummt die Crew. Doch was kümmert das den australischen Amtsschimmel, der den Charterfirmen so strenge Sicherheitsauflagen verordnet, dass sie ihre Kunden schon morgens um acht per UKW-Weckruf aus den Kojen scheuchen müssen? Zuerst prophezeit man uns das Wetter. Falls alles stimmt, was man uns da weismachen will, haben wir heute leichten Südostpassat zu erwarten, der nachts von einer Landbrise aus West überlagert wird. Dann sind wir an der Reihe. Die in breitem Austral-Englisch gestellte Frage: "What is your locaisch’n an’ your daistinaisch’n for todai?” verblüfft mich ebenso wie den Frager meine Antwort: "Please, repeat that in English!” Nachdem wir uns sprachlich näher gekommen sind, kann ich ihm nach einem Blick in die Karte sagen, dass wir vor Whitehaven Beach an der Ostküste von Whitsunday Island vor Anker liegen und die nächste Nacht gleich um die Ecke, in der Togue Bay zu verbringen gedenken. Dass wir uns in den Whitsunday Islands, diesem australischen Seglerparadies befinden, weiß er auch so. Um in dieses Paradies zu kommen, mussten wir durch das Fegefeuer eines Langstreckenfluges.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 2/2002.
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