Yachtrevue 2/2015

Februar 2015
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Liebe Leserin, lieber Leser!

Wahltag. Zum Auftakt der boot Düsseldorf traf sich die Branche bei der Flagship Night des Delius Klasing Verlags; Höhepunkt des Abends war die Vergabe der Auszeichnungen für Europas Segel- und Motoryachten des Jahres. Die Awards, die in der Szene den Stellenwert eines Oscars haben, beruhen auf Beurteilungen, die von den wichtigsten Wassersportmagazine des Kontinents abgegeben werden. Die meisten der elf Jurymitglieder aus ebenso vielen Nationen waren so wie wir (die Yachtrevue ist stolzes Gründungsmitglied) von Anfang an dabei und haben damit allein im Zuge der EYOTY-Events in den letzten zwölf Jahren knapp 300 Segelyachten getestet. Fad wurde es dabei nie, denn die Werften überraschen uns Tester immer wieder aufs Neue. Wer was warum gewonnen hat, erfahren Sie ab Seite 20 (Europas Yachten des Jahres) und ab Seite 46 (Motorboote des Jahres).

Sicherheit. Wir freuen uns sehr Ihnen mit Christian Kargl einen neuen Gastautor vorstellen zu dürfen. Er hat als einziger Österreicher am Minitransat teilgenommen, 2014 die Firma 2sail gegründet und ist ein hoch geschätzter maritimer Elektronik-Spezialist. Zu diesem Thema wird er in Zukunft für uns schreiben, den Anfang macht er mit einer Story über AIS, einem Sys­tem, das in erster Linie der Kollisionsvermeidung dient. Komplettiert werden seine Ausführungen durch einen Bericht von Andreas Hanakamp, der ein für Charterskipper taugliches, leicht zu installierendes AIS in der Praxis ausprobiert hat – man kann schließlich nie genug Kompetenz im Blatt haben. „Sehen und gesehen werden“, ab Seite 32.

Herzlichst
Roland Duller

Artikel in dieser Ausgabe:

Ressort Kreuzpeilung
Englisch hat sich mehr oder weniger flächendeckend als Arbeitssprache international tätiger Unternehmen etabliert. In der Managementlehre gibt es dazu seit einiger Zeit eine recht heftige Diskussion über die Auswirkungen einer solchen „lingua franca“, die bisweilen zu eigenartigen Konstellationen führt. Ich erinnere mich da an ein interkulturelles Vorbereitungstraining für ein international agierendes österreichisches Unternehmen. Ich sollte einer Gruppe von Technikern, die in naher Zukunft in China ein Montagewerk gemeinsam hochzuziehen hatten, die Kunst der Kommunikationen näher bringen. Steirische Urgesteine aus der Mür-Murz-Furche und chinesische Vifzacke aus Chongqing auf Englisch zu einem differenzierten Dialog über Dynamik und Fallstricke in Gruppenprozessen zu bringen, ist, gelinde gesagt, nicht ganz einfach. Forschungsergebnisse zu diesem Bereich zeigen einige Besonderheiten dieser Form der Kommunikation. Dazu gehören das Verwechseln von sprachlicher Kompetenz mit Intelligenz und Fachkompetenz, Schwierigkeiten mit Personen, die auf Grund ihrer guten Fremdsprachenkenntnisse von Muttersprachlern als fähiger wahrgenommen werden, als sie es eigentlich sind, mangelnde Differenziertheit beim Ausdrücken komplizierter Sachverhalte oder Beschränkungen bei der Verwendung von Metaphern, Ironie und Spaß. Beim olympischen Segeln ist es nicht anders. Es hat seine ganz speziellen Tücken, wenn ein Kroate, ein Franzose, eine Italienerin, ein US-Amerikaner und ein Burgenländer auf Englisch über fachliche (geht noch so halbwegs) und außerfachliche (nicht mehr ganz so einfach) Sachverhalte diskutieren. Kommen Müdigkeit, Frust oder Wind- und Wellengeräusche dazu, wird das im besten Fall ein interessanter, vereinzelt auch ein brisanter Cocktail. Eine hypothetische Konstruktion? Nein. Alltag. Nicht nur, aber auch im österreichischen Segel-Nationalteam. Der Bundes-Sportförderungsfonds hat darauf reagiert. Unter dem Titel „Kommunikation in multi-kulturellen Teams“ hat er für 2015 finanzielle Mittel – wenig, aber immerhin – für ein Projekt genehmigt, das sich dieser Problematik widmet. Ich halte Sie auf dem Laufenden …









 

Getrennt durch gemeinsame Sprache

Ressort Abdrift

Kobold an Bord

Kolumne Jürgen Preusser: Über gespenstische Vorgänge auf See

Ressort Revierberichte
PDF-Download

Spree-Oder-Kanal

Mit dem Hausboot von Berlin aus Richtung Osten

Ressort News Motoryachten

EPY

Diese Yachten wurden als European Powerboat of the Year ausgezeichnet

Ressort Home

Porträt Carl Kiekhaefer

Leben und Wirken des Gründers von Mercury Marine

Ressort Fahrtensegeln

Feuerteufel

Report über ein Motorboot, das im Kvarner zu brennen begann

Ressort Home

Branchen-Oscar EYOTY

Die besten Yachten Europas, gewählt von einer Fachjury

Ressort Fahrtensegeln

AIS

Was kann das automatische Identifizierungssystem – und was nicht?

Ressort Revierberichte
PDF-Download

Bermuda

Die Seenomaden über eine versteckte Oase im Atlantik