Yachtrevue 9/2014

September 2014
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Liebe Leserin, lieber Leser!

Leichte Kost. Im Mittelmeer ist Ruhe eingekehrt. Die Einheimischen auf den Inseln und die Bewohner der nautischen Hotspots atmen durch und genießen das Ende der Saison. Manche bereiten sich auf die Olivenernte vor. Auch kein Honiglecken, aber eine im Vergleich zu den Knochenjobs im Tourismus meditative Angelegenheit. Entschleunigter Lebensrhythmus, freundliche Wirtsleute, gemäßigte Temperaturen, ein immer noch warmes Meer, viele freie Liegeplätze – das sind hervorragende Bedingungen für einen gelungenen Törn und deshalb ist aus meiner Sicht der Herbst die beste Zeit für einen Urlaub mit der Yacht. Verena Diethelm hat die Nebensaison zwischen Marmaris und Bodrum ausgekostet, ihre Bilanz fiel uneingeschränkt positiv aus. Kleopatras Jungbrunnen, ab Seite 28.

Schwere Kost. Moderne Elektronik gehört heute zum Bordalltag wie das Smartphone zum Teenager, Bordnetzwerke bringen die unterschiedlichen Geräte dazu miteinander zu kommunizieren und ihre Daten auszutauschen. Verena Diethelm hat sich tief in die Materie gekniet, Experten von ausgewählten Firmen mit Fragen gelöchert und das Fachchinesisch in einen gut lesbaren, verständlichen Text gepackt, in dem es vor allem um das Netzwerkprotokoll NMEA 2000 geht. Das hat sich als Standard für Datenbussysteme durchgesetzt: Alle Geräte an Bord hängen einzeln an einer Zentralleitung, das System kann ohne großen Aufwand mit beliebig vielen Geräten ergänzt werden. Komplexe Materie, fundiert aufbereitet (Teamplayer, ab Seite 36). Wie es sich für ein Fachmagazin gehört.

Herzlichst
Roland Duller

Artikel in dieser Ausgabe:

Ressort Layline
Es war ein Tag, wie man ihn nicht bestellen kann. Die Juan de Fuca Sraße, die im Nordwesten die USA von Kanada trennt, trug ihr bestes Blau. Nur ein Haucherl Wind bei leichter Dünung und wenig Strom. Es war der Tag des Abschieds. Bei mir im Kajak waren zwei Kupferurnen, die von Vater Siegfried, der vor elf Jahren nach Fiddler’s Green übergesetzt war und dessen sterbliche Übereste sich seither in einem öden Urnengrab am Villacher Zentralfriehof hatten langweilen müssen, und die von Mutter Rosmarie, die im Mai nach längerem Leiden dem alten Herrn gefolgt war. Die Asche seiner Altvorderen zu verstreuen ist eine schöne, eine einmalige Pflicht. Umso schöner, wenn man diese Zeremonie im Kreis der Familie, die dem Geschehen an Deck des majestätischen Schoners Martha beiwohnt, vornehmen darf. Mit Bedacht und ganz ohne Slapstick-Effekt leerte ich den Inhalt der Kapseln behutsam in den kobaltblauen Ozean. Erst Vater, dann Mutter, so wie’s immer war. Während ihre Asche in silbrigen Kaskaden in die Tiefe sank, kamen die Erinnerungen. Zuerst an die guten Zeiten, die wir Kinder gemeinsam mit den Verschiedenen auf einem Boot verbracht hatten. Biograd, Kornaten, Limski Kanal oder Rovinj tauchten aus dem Meer der Erinnerungen auf. Aber auch weniger unterhaltsame Momente, wie der zerfetzte Spi mit den Kärntner Farben, der sich nach einem verhauten Manöver nur mit dem Messer bergen ließ. Oder jene Nacht im Hafen von Mali Losinj, in der sich Vaters Selbstbau-Kat mit schlierendem Heckanker im Sturm beinahe an der Mole aufgearbeitet hätte. Oder das Mann-über-Bord-Manöver, bei dem einer aufzufischen war, der sich, nur mit einer Ray Ban bekleidet, an einem limettengrünen Portapotti festhielt, aus dem der stinkende Inhalt gurgelnd entwich. Lehren fürs Leben, über die wir heute lachen, weil sie Teil der Familiengeschichte sind, in der an diesem Tag eine neues Kapitel begann. Ein letzter, von Tränen getrübter Blick in das Blau des Meeres verriet, dass die Ebbe den Sternenstaub unserer beiden alten Seefahrer Richtung Westen, also hinaus auf den Pazifik trug. Auf dem Schoner wurden flugs die Segel gesetzt, denn die nächste Generation will noch Meilen machen. Die Nelken, die die letzte bekannte Position von Siegfried und Rosmarie markierten, entschwanden langsam im Kielwasser.









 

Abschied von zwei Seefahrern

Ressort Abdrift

Einer von 5,3 Millionen

Kolumne Jürgen Preusser: Über Haie und dringendere Sorgen

Ressort Segelboottests
PDF-Download

Salona 33

Die kroatische Werft will neue Käuferschichten und Reviere erschließen

Ressort Revierberichte
PDF-Download

Südwesttürkei

Entspanntes Buchtenbummeln zwischen Marmaris und Bodrum

Ressort Motorboottests
PDF-Download
Mastercraft Prostar 190 Mastercraft Prostar 190

Mastercraft Prostar 190

Ressort Abdrift
Dieses Gebirge nennt sich Kühlung, warum auch immer

Im Reich des Klabautermanns

Kolumne Jürgen Preusser: Wenn einer eine Reise tut ...