Österreicher startet bei Motorboot-Formel1

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Qatar-Doha Bernd Enzenhofer of Austria of Motorglass F1 Team at UIM F1 H20 Powerboat Grand Prix of Qatar. March 13-14, 2015. Picture by Simon palfrader/Idea Marketing©Simon Palfrader
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Der Amstettner Bernd Enzenhofer will sich in der Königsklasse des internationalen Rennsports bewähren

Am 28. Juni 2015 gastiert die F1H2O – die Formel1 am Wasser – in Evian am Genfersee mit dem zweiten Weltmeisterschaftslauf dieses Jahres nach Doha (Qatar). Mit dabei als Österreichs derzeit einziger Formel-1-Fahrer überhaupt – ob zu Lande oder zu Wasser – der Amstettner Bernd Enzenhofer. Die Königsklasse im internationalen Motorbootrennsport stellt ohne Diskussion eine der faszinierendsten, zugleich aber auch härtesten und gefährlichsten Möglichkeiten dar, sich rennmäßig zu betätigen. Mit bis zu 230 km/h übers Wasser! Mit ihren rund fünf Meter langen Renn-Katamaranen, welche gleich ihren Namensvettern auf dem Asphalt aus Kohlefaser gefertigt sind, fliegen die zwanzig Jungs und ein Mädchen der Motorboot-Formel-1 dank einer 425-PS-Motorisierung mit Geschwindigkeiten von bis zu 230 km/h über die steinharten Wellen. Beim Start werden die Piloten aus dem Stand in bloß 3,5 Sekunden auf 160 km/h katapultiert. In engen Wenden – so der nautisch korrekte Ausdruck für Kurven – wirken 6g auf die Körper der Fahrer. In der Automobil-Formel-1 gibt es solche Fliehkräfte nur bei Unfällen. In einem Powerboat-Grand-Prix jede Runde gleich mehrmals. Beim Rennen in Evian les Bains – es ist sein zweites Antreten in der Top-Liga des Powerboat Racings nach dem Grand Prix von Doha – steht für den Österreicher und F1-Rookie Bernd Enzenhofer das Sammeln möglichst vieler Rennrunden und somit Meilen sowie Erfahrung am Wasser im Fokus. Den WM-Lauf zu beenden, wäre angesichts der traditionellerweise hohen Ausfallrate im Motorbootrennsport bereits ein Riesen-Erfolg. Aus diesem Grunde steht das Erreichen der schwarz-weiß-karierten Flagge als oberstes Ziel auf der Agenda für Evian.

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