
Bontus is back. Acht Monate nach dem folgenschweren Unfall legte der Olympiasieger auf Fuerteventura einen Neustart hin, der sehr zufriedenstellend ausfiel
©OESV / DOMINIK MATESAReha-Doppel. Sowohl Valentin Bontus als auch Lara Vadlau mussten im Jahr nach ihrem Olympiasieg eine schwere Knieverletzung hinnehmen. Judith Duller-Mayrhofer sprach mit beiden über die Umstände des jeweiligen Vorfalls sowie über den aktuellen Stand der Dinge
Der 12. April 2025 war ein freundlich-sonniger Tag in Garmisch-Partenkirchen, mit milden Temperaturen und Pistenverhältnissen, wie sie für den Frühling typisch sind. Nach einem herrlichen Tag in den Bergen übersah Valentin Bontus, ein ausgezeichneter und erfahrener Skiläufer, auf seiner allerletzten Abfahrt eine Kompression und wurde tief in die Hocke nach hinten gedrückt. Keine spektakuläre Aktion, kein Sprung, kein böser Sturz – und doch ein folgenschwerer Zwischenfall. „Ich hab sofort einen Schnalzer im Knie gespürt“, erinnert er sich nur zu gut, „aber ich hatte keine starken Schmerzen und daher die Hoffnung, dass nichts Schlimmes passiert ist.“ Eine Hoffnung, die sich rasch zerschlug. Das wenige Stunden später durchgeführte MRT zeigte einen Kreuzbandriss im linken Knie; noch am Tag des Unfalls wurde Bontus im Sanatorium Hochrum, einer hochmodernen Privatklinik in der Nähe von Innsbruck, operiert.
Diese Art der Verletzung zieht eine Pause von sechs bis acht Monaten sowie konsequentes Rehabilitationstraining nach sich, das weiß jeder Spitzensportler und niemand besser als Valentin Bontus selbst, denn er hatte bereits 2020 einen Kreuzbandriss in ebendiesem Knie erlitten. Damals war Bontus Freestyle-Kiter und lupenreiner Amateur gewesen, nach seiner Wiederherstellung wechselte er, auch weil das ramponierte Knie bei Sprüngen nicht mehr voll belastbar war, in die olympische Szene, stieg dort zum Shooting Star auf und holte bekanntlich bei den Spielen 2024 Gold.
Und nun also dieselbe Läsion zu Beginn der nächsten Olympia-Kampagne. „Das gleicht einer absoluten Vollbremsung und stellt eine große Herausforderung dar, aber ich bleibe mit positivem Mindset auf der Spur“, lautete die dazugehörige offizielle Wortmeldung von Bontus. Ein typisches Zitat aus einer Pressemeldung – aber wie sah die Realität tatsächlich aus? „Am schwierigsten für mich waren die Stunden zwischen Diagnose und OP. Ich wusste ja, was auf mich zukommt, und konnte es nicht fassen, dass ich da jetzt wieder durch muss“, schildert Bontus die Phase unmittelbar nach dem Unfall, „ich hab mich aber schnell gefangen und dann konsequent nach vorne geschaut.“
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