Moorea

Südsee. Nicht mehr träumen – ausprobieren! Französisch Polynesien ist immer noch ein Paradies. Das wissen die Seenomaden Doris Renoldner und Wolfgang Slanec und nehmen Sie mit auf einen Törn rund um die Vettermann-Insel Moorea. Plus: Alle in Österreich buchbaren Charterangebote in der Region

Tahiti, Bora Bora, Huahine. Sich im Passat wiegende Palmen, Strohhütten am Korallenstrand, exotische Melodien, die sich mit dem Rauschen der Brandung mischen, ungetrübte Lebensfreude und freie Liebe. Ein Wort genügt, um Traumbilder in den Farben Gaugins an unserem geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen: Südsee.
Doch wer als Segler in der Südsee ankommt, ist nicht selten wehmütig ernüchtert. Zu überzogen und romantisch verklärt sind die Erwartungen. Das Willkommensfest mit dröhnenden Trommeln, fliegenden Baströckchen, barbusigen Tamurémädchen und einem fetten Häuptling, der seinen weißen Freunden duftende Blumenkränze um den Hals legt, dieses Zeremoniell gibt es nicht mehr. Die Zeiten eines Captain Cook oder Captain Bligh sind vorbei, heute müssen wir das Paradies Südsee mit hunderten anderen Träumern teilen. Dennoch hat es sich seinen speziellen Charme bewahrt, es locken einzigartige Ankerplätze und ungebändigte Natur. Das wilde Grün der Vulkaninseln, die Artenvielfalt unter Wasser in Lagunen und an Außenriffen, die polynesische Kultur mit ihrer heroischen Vergangenheit und dem Versprechen von Sanftmut und Harmonie – das ist der Stoff, der uns nach wie vor in seinen Bann zu ziehen vermag.
Kombiniert ist die Abgeschiedenheit der Inseln mit deutlich europäischem Einfluss. Das macht den besonderen Reiz des Reviers aus, ist aber auch verantwortlich für einen schmerzhaften Nebeneffekt: Französisch Polynesien ist ein ausgesprochen teures Pflaster, eines der teuersten der Welt. Kein Wunder, schließlich muss vom Teebeutel bis zum Landrover alles um die halbe Welt transportiert werden. Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle der Region, der Fremdenverkehr wird vom Staat nach Kräften gefördert.
Wer aber glaubt, dass Französisch Polynesien von den Urlaubern verdorben wird, liegt falsch – das haben längst andere erledigt.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2006
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