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Solaris steht seit Jahrzehnten für sicheres Segelvergnügen und höchsten Qualitätsanspruch. Mit neuen Betriebsanlagen in Aquileia hat sich die Werft fit für die Zukunft gemacht

Nein, Aquileia liegt nicht am Meer. Aber fast. Vor zweitausend Jahren war die Stadt über Flüsse und Kanäle mit der Adria verbunden und ihr Hafen einer der wichtigsten im römischen Reich. Heute kann man über die vergleichsweise schmale Natissa per Boot in den hübschen Ort schippern; vorausgesetzt der Tiefgang stimmt.

Auf der Suche nach der Via Curiel verbinden sich vor unseren Augen Antike und Neuzeit. Wir bestaunen links wie rechts unseres Weges Ausgrabungen aller Art, queren die Natissa über eine kleine Brücke und stehen schließlich vor einem langgestreckten Gebäudekomplex. Ein schlichter Schriftzug auf blendend weißer Fassade verrät seine Bestimmung: „Solaris. Built for Sailors“. Es ist ein eindrucksvoller Neubau, in dem jene Yachten endgefertigt werden, die den Löwenanteil der Solaris-Produktion ausmachen: Zwischen 37 und 80 Fuß lange Serienyachten und Semi-Custom-Modelle, die gleichermaßen sportlich wie sicher sind, Design und Funktion auf unnachahmliche Weise verbinden und zudem mit ausgezeichneten Segeleigenschaften punkten. Die modernen Betriebsanlagen markieren den vorläufigen Höhepunkt der an Höhepunkten reichen Geschichte der Werft.

Gegründet wurde sie Mitte der 1970er-Jahre von drei befreundeten Segelenthusiasten, die sich unter der Bezeichnung „Serigi“ (eine Kombination der Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen) zusammen getan hatten. In der Anfangsphase beschränkten sie sich auf den Ausbau von fertigen Rümpfen, 1977 lief die erste eigenständige GfK-Yacht in Aquileia vom Stapel. Parallel dazu wurden in der hauseigenen Abteilung für Reparatur und Refit Yachten anderer Hersteller überholt. Die Ingenieure und Bootsbauer sammelten auf diese Weise wertvolle Erfahrungen zur Haltbarkeit unterschiedlicher Materialien und Tauglichkeit bestimmter Verfahren, zogen daraus ihre Schlüsse und setzten diese Erkenntnisse zugunsten der eigenen Fertigung praktisch um. Die so erreichte Qualitätsverbesserung wurde zu einem entscheidenden Element der Marke Solaris und begründete ihren legendären Ruf.

Steiler Aufstieg

Anfang der 1980er holte man den kalifornischen Star-Designer Doug Peterson an Bord, der in Folge eine Reihe sehr erfolgreicher Solaris-Modelle zwischen 40 und 68 Fuß zeichnete. Mitte der 1990er erfolgte der Schritt in die Welt der Custom- und Semi-Custom-Yachten mit einer Länge bis 100 Fuß; diese begründeten mit ihrer außergewöhnlichen Bauqualität den Ruf der Werft, die damals vornehmlich Insidern ein Begriff war. Ab 2003 schuf man eine Linie von Serienyachten, um die vorhanden Ressourcen besser zu nutzen. Dabei gelang das Kunststück, die Wertigkeit der Costum-Projekte ohne Reibungsverluste in den Serienbau zu transferieren.

Inzwischen sind die drei Serigi-Freunde verstorben oder pensioniert und die Werft wird von einer fünfköpfigen Gruppe geleitet. Jeder einzelne Aktionär ist mit dem Segelsport eng verbunden, zwei davon waren Inhaber der Grand-Soleil-Werft Cantiere del Pardo und verfügen über jede Menge einschlägiger Erfahrung und entsprechendes Know-how. Das Quintett kaufte 2011 in Forli eine zweite Werft und hob dort mit Performance Boats ein Unternehmen aus der Taufe, das auf den Bau von großen Kohlefaser-Yachten spezialisiert ist.

Das gesamte Werftporträt lesen Sie in der Yachtrevue 1/2020, am Kiosk ab 2. Jänner!

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