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Die neue Software erleichtert die Erfassung von Freizeitfängen im Meer. Sie trägt zu einem nachhaltigeren Fischereimanagement in Europa bei. Österreich ist nur indirekt betroffen.
Die Europäische Union hat am 9. Januar 2026 die App RecFishing eingeführt. Sie dient der einheitlichen Sammlung von Daten zur Freizeitfischerei in Meeresgewässern. Angler melden damit Fänge bestimmter Fischarten, um Bestände besser zu bewerten und zu schützen. Ein zentraler Server aggregiert die Angaben von 22 Küstenstaaten.
Nach der Registrierung können Fänge mobil erfasst und übermittelt werden. 13 EU-Länder wie Deutschland, Frankreich und Belgien setzen die EU-App ein, andere nutzen nationale Varianten. Grundlage ist die EU-Fischereikontrollverordnung von 2023.
Bisher mangelte es an verlässlichen Daten zur Freizeitfischerei, die Millionen Europäer ausüben. RecFishing schließt diese Lücke durch monatliche und jährliche Meldungen. Die Informationen unterstützen Wissenschaftler bei der Bewertung von Fischbeständen und helfen, Überfischung zu vermeiden.
Die App reduziert bürokratischen Aufwand für Behörden und schafft einheitliche Standards. Für Angler bedeutet sie klare Vorgaben und einen Beitrag zum Artenschutz. Der Einführungsprozess der App läuft landesspezifisch schrittweise ab.
Österreich als Binnenstaat ohne Meereszugang unterliegt der App nicht direkt. Die Regelung betrifft ausschließlich die 22 EU-Küstenländer. Indirekt ist sie jedoch relevant: Österreichische Angler müssen sie bei Aufenthalten in Ländern wie Kroatien, Italien oder Spanien verwenden.
