Wenn es passt, dann passt’s
Dezember 2025: Die private Monatsbilanz von Roland Regnemer
Komplizierte Zusammenhänge werden einfach: World Surf League Europe Chef Francisco SpÍnola erklärt den anstehenden Bewerb. Statt des Diktafons entscheide ich mich für den Kameramodus
Planbarkeit. Da soll noch einer sagen, Segeln wäre so schlecht zu planen. Ich empfehle in diesem Zusammenhang den (Achtung: neudeutscher Wirtschaftssprech!) Stakeholdern, also Regattaorganisatoren, Olympiatauglichkeitszweiflern und sonstigen Raunzern einen gepflegten Austausch mit Francisco Spínola. Er ist General Manager der World Surf League Europa und unter anderem für die Tudor Nazaré Big Wave Challenge zuständig. Die findet jährlich an genau einem Tag zwischen 1. Dezember und 31. März des Folgejahres statt. Sportler, Medien, Sponsoren und Publikum haben 72 Stunden Zeit, ab dem ersten Alarm in eine kleine, rund eineinhalb Autostunden vom Flughafen Lissabon entfernte Küstenstadt zu pilgern. Heuer ging das Spektakel am 13. Dezember über die Bühne, wir wurden zweieinhalb Tage davor informiert und waren pünktlich vor Ort – ebenso wie alle anderen Beteiligten, darunter über 30.000 Zuschauer. Geht doch.
Flexibilität. Der Anruf kam mitten in der Produktionsphase des aktuellen Hefts: Die Wellen werden größer, die Wettervorhersage passt, am Freitagnachmittag geht es nach Portugal. Eine Ja/Nein/Vielleicht-Antwortbox stand nicht zur Wahl. Auf den Trip zu verzichten und das begehrte Tudor-Hauptsponsor-Ticket für das epische Event zurückzugeben, wäre aber sowieso keine Option gewesen. Also: Familie darauf einschwören, zwei Nachtschichten einlegen, zwischendurch noch eine kleine Umplanung im Seitenspiegel mit dem Yachtrevue-Team vornehmen. Dann als einziger heimischer Medienvertreter hinfliegen und auf der Rückreise tief beeindruckt das eben Erlebte zu Papier bringen. Das Leben ist schön.