
Kräfteverhältnis. Zwei ausgewachsene 350-PS-Yamaha-Triebwerke erlauben unaufgeregte Kraftentfaltung. Die Aura (aus dem Griechischen: „Windhauch“) Cabin kann zügig und gemütlich
©YamarinYamarin. Mit der Aura Cabin präsentiert die finnische Werft ihren bislang größten Wurf – einen sportlichen Weekender mit nordischer Klarheit, Rundumblick und zwei kräftigen Yamaha-V6 am Heck. Georg Gamsjäger testete das Boot an der Costa Brava
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Georg Gamsjäger
Schon der erste Blick macht deutlich, wohin die Reise geht. Die großflächige, aus einem Stück geformte Windschutzscheibe zieht sich um den Steuerstand und ist das markant-prägende Designelement der neuen Yamarin Aura Cabin. Sie öffnet den Blick auf den Horizont, lässt die Kabine luftig und hell wirken und verleiht dem Boot jene typisch reduzierte Eleganz, die man von einer finnischen Werft erwartet. Die Aufgabenstellung an Design- und Entwicklungsabteilung war eindeutig: ein solider, eleganter Weekender mit nordischer DNA, aber internationalem Anspruch. Ein Boot also, das in den Schären ebenso funktioniert wie vor Florida oder im Mittelmeer. Unaufgeregt im Auftritt, sportlich im Kern und jederzeit bereit, bei passenden Bedingungen Leistung abzurufen.
Die Testbedingungen vor der Costa Brava waren jedenfalls ausgesprochen abwechslungsreich. Langer, hoher Schwell, dazu rund 20 Knoten Wind – ideal, um der neuen Yamarin rundum auf den Zahn zu fühlen. Die 10,40 Meter lange Aura Cabin quittierte die Herausforderungen mit bemerkenswerter Stabilität: Selbst bei forcierter Gangart blieb sie kontrollierbar und angenehm trocken. Das Boot ist das Ergebnis einer klar definierten Strategie: Es soll eine Nische besetzen, in der Weekender mit Außenbordmotoren, sportlichem Anspruch und hohem Komfort gefragt sind. Dass die Sea Trials an der Costa Brava stattfanden, hat auch strategische Gründe. In dieser Region genießt die Marke Yamarin noch nicht jene Bekanntheit, die sie in Nordeuropa längst hat. Der strukturierte Ausbau des Händlernetzes unterstreicht den Anspruch, die Aura Cabin als europaweit relevantes Modell zu positionieren.
Kabine mit Weitblick
Betritt man das Boot, fällt sofort die helle, wohnliche Kabine auf. Die dreiseitig ausgeführten Schiebetüren lassen sich weit öffnen, die vierte Seite bildet die eingangs erwähnte Windschutzscheibe – damit wird ein nahezu durchgehender Rundumblick ermöglicht. Im Inneren sorgt ein U-förmiges Sofa für Lounge-Atmosphäre. Innen und außen sind verbunden und es wird Schutz geboten, ohne dass das Gefühl von Offenheit verloren geht; sehr gelungen.
Den kompletten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue 4/2026 – am Kiosk ab 3. Juli.
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