Cuba Libre, Törn

Andreas Hanakamp setzt Segel für die bedrohten Meeressäuger

Andreas Hanakamp, zweifacher Olympiateilnehmer und Salzbuckel mit mehr als 100.000 Hochseemeilen im Kielwasser, befindet sich derzeit auf großer Fahrt und zwar mit dem VOR-60-Füßer Cuba Libre. Die Yacht, die sich seit über zwei Jahren in österreichischem Besitz befindet, verbindet den sportlichen Anspruch eines Volvo-Ocean-Racers mit den Annehmlichkeiten einer Fahrtenyacht und ist am 10. Juni in Antigua gestartet, als Ziel wartet Zadar in Kroatien. Dazwischen liegen rund 5.500 Meilen über Atlantik und Mittelmeer – und ein lobenswertes Anliegen. Kurz vor Beginn der 58. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC), die auf dem karibischen Inselstaat St. Kitts tagt, will Andreas Hanakamp ein Zeichen für die gigantischen Meeressäuger setzen und die internationale Walschutzorganisation WDCS unterstützen. Der siebenwöchige Segeltörn auf Cuba Libre steht deshalb unter dem Motto Walschutz von A (wie Antigua) bis Z (wie Zadar) und ist Auftakt für eine umfassende Kooperation zwischen Andreas Hanakamp und der WDCS, die sich weltweit für den Schutz der faszinierenden Meeressäuger einsetzt und seit Anfang der 90er Jahre mehr als 200 Wal- und Delfinschutzprojekte durchgeführt hat. Bei der Tagung der IWC wird die Organisation gemeinsam mit internationalen Experten für das Walfangmoratorium kämpfen.
Leicht ist das nicht, denn Antigua zählt zu jenen Ländern, die die Aufhebung des seit 20 Jahren in Kraft befindlichen kommerziellen Walfangverbotes unterstützen. Sie könnten bei der diesjährigen IWC-Tagung erstmals in der Mehrheit sein. Zahlreiche karibische, afrikanische und pazifische Staaten erhalten nämlich von Japan großzügige Wirtschaftshilfegelder, insbesondere für industrielle Fischereiprojekte, und stimmen im Gegenzug für die Walfanginteressen Japans. Die WDCS und andere Organisationen hatten diese Praktik mehrfach kritisiert und als Stimmenkauf bezeichnet.

„Für jemanden wie mich, der zahlreiche Delfine in Bugwellen springen und Wale ihre kolossalen Körper aus dem Wasser wuchten gesehen hat, ist es unbegreiflich, dass einige wenige Menschen weiterhin diese beeindruckenden Tiere töten wollen“, kommentiert Andreas Hanakamp sein Engagement, „die Staatengemeinschaft muss das kommerzielle Walfangverbot – eine der größten Errungenschaften der Artenschutzbewegung – aufrechterhalten.“
Informationen über das ambitionierte Segelprojekt finden sich unter www.segelwelt.at.

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