OneSails Cup 2010

Ein Bericht von YR-Kolumnist Wolfgang Mayrhofer – mit musikalischer Begleitung!

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ONE should never do anything that one cannot talk about after dinner. (Oscar Wilde)

Scheinbar unzerstörbarer Institutionen wie Stempelmarken, Creditanstalt oder die UdSSR vergehen. Der CBS-Cup bleibt, wandelt sich aber im Zuge des Re-Branding der dahinter stehenden Segelmacherei zum OneSails-Cup. Bewährte Zutaten: Ende Juli, größte Fahrtenseglerregatta am Neusiedlersee, der YC Breitenbrunn als freundlicher Gastgeber und Christian Binder & Team als engagierte Veranstalter.

Ouverture: Well, it's ONE for the money, two for the show, three to get ready, now go, cat, go (Blue Suede Shoes, Carl Perkins, 1955 )
Die Wettervorhersage verhieß 25 Knoten Grundwind mit Spitzen bis weit in die 30er. Die tapfer erst am Samstag anreisenden Crews haben es daher nicht leicht. Spektakulär und bitter zugleich: ein 15er segelt souverän zum Hafen, um dann beim Anlegen doch noch umgeweht zu werden. Die klugen Kommentare der Alleswisser auf der Terasse erspare ich Ihnen.

Interludium: ONE and ONE is ONE (Medicine Head, 1973)
Zunächst Startverschiebung. Die einen lauschen dem spontan angesetzten Taktikvortrag, andere trinken Biere im Vertrauen auf Medicine Head statt auf medizinische Gesetzmäßigkeiten. Um 16 Uhr: 60 statt 90 Blinkzeichen pro Minute (hat da wer bei der zuständigen Stelle angerufen?) – Auslaufen.

Erster Satz: I only got ONE life, ONE life! (One Life, No Angels, 2009)
Der Weg zum Start gestaltet sich für manche zum nassen Abenteuer, dann doch eine Wettfahrt bei Racern, Cruisern und – ein neues und erfolgreiches Element –Long Distance (Startkreuz und die lange Gerade bis Oggau und wieder zurück in etwa zwei Stunden). Inhaltlich werden die Positionen bezogen. Bei den Racern zeigt die Sprinto-Crew Dohnal/Ebenhöh/Lachsteiner, wie es geht. Ihr Pendant bei den Cruisern: Zech/Stadlbauer/Franz auf Feeling 720. Insgesamt einige Materialschäden, u.a. eine entmastete Sprinto, letztlich aber alle wieder im Hafen und skandieren No Angels: I’m pushing to the limit, I’m working my ass off – forever I will bring it.

Reprise: All For ONE (Blackmore's Night,2004)
Abendlicher Fixpunkt: das Buffet, gut organisiert und Gelegenheit, die Heldentaten des Tages auszuarbeiten. Via Beamer an die Wand geworfenen Fotos zeigen unteschiedliche Interpretationen von Im-Trapez-Stehen, Bojenrunden und Abfallen. Es regieren Blackmore’s Night: We'll drink together, and when we drink we'll drink together, not alone!

Zweiter Satz: ONE And The Same (Demi Lovato And Selena Gomez)
Am Sonntag Starkwind die Zweite, ein ähnliches Bild auf der Bahn. Bei den Racern machen es Dohnal/Ebenhöh/Lachsteiner durch eine Kenterung spannend. Allerdings stellen sie so schnell wieder auf wie sie segeln und gewinnen die Racer-Gesamtwertung. Insgesamt ein etwas ausgedünntes Feld ob Material- und Personalermüdung, wohl auch deswegen nur mehr eine Wettfahrt.

Coda: EveryONE 's a winner, baby, that's the truth (Hot Chocolate, 1978) und I am the ONE and only (Chesney Hawkes)
Die Preisverteilung balanciert zwischen den Helden des Alltags (Geschenkkorb für eine Manta 19 als das am längsten am Wasser befindliche Schiff) und denen Spitzen der Gesellschaft. Die 20er-Crew Zehtner/Zehtner/Halwax hat mit 22 Sekunden Vorsprung die Hände am begehrten OneSails-Cup für das Schiff mit der insgesamt geringsten Zeit am Wasser. Bei den Cruisern lassen Zech/Stadlbauer/Franz nichts anbrennen, im Long Distance holen Weinert/Weinert auf einer Dehler 29 den Sieg. Fazit: We live and we learn to take ONE step at a time (Jordin Sparks, 2008).

Alle Ergebnisse unter www.cbssails.at

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