Hanse 495

Breite Masse. Die Hanse vereint komfortables Wohnen und Segeln

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Im Fahrtenyachtbau ist eine Revolution im Gange. Nie zuvor in der Geschichte waren Yachten so breit und hochbordig wie die aktuelle Generation. Beispiele aus der Hanse-Palette belegen dies. So ist die seit langem gebaute Hanse 430 (Breite: 4,18 m) um 20 Zentimeter schmäler als die unwesentlich längere neue Hanse 445 und die demnächst eingestellte 470 (Breite: 4,46 m) um 29 Zentimeter schlanker als die 495 – eine Welt.
Noch dramatischer ist der Breitenzuwachs in der Realität. Die Rümpfe sind „aufgegangen wie Germteig“, verfügen über einen breiteren Bug- und Heckbereich sowie einen höheren Freibord. Dabei geht die gesteigerte Lebensqualität in Form von unvergleichlich mehr Platz an und unter Deck nicht auf Kosten der Segeleigenschaften. Im Gegenteil, die fülligen Yachten segeln behände und überraschen mit erstaunlicher Agilität. Die Hanse 445 stellte dies im Rahmen der EYOTY-Testfahrten im November 2010 vor Barcelona unter Beweis und die ganz neue Hanse 495 steht ihr diesbezüglich nicht nach.

Formgebung. Die Designer von Judel/Vrolijk & Co. verliehen der 495 mithilfe steiler Bordwände, kantiger Aufbauten und einem nicht allzu stark ausgeprägten U-Spant ein elegantes Äußeres. Geschickt platzierte Luken sowie Lukenleisten und die flache Kajüte unterstreichen diesen Eindruck. Die wahre Leistung bei der Konzeption der 495 bestand darin, die Eignerkajüte wahlweise im Vorschiff oder im Heck unterzubringen. Die Realisierung des achtern gelegenen Eignercompartments verlangte zwei Kunstgriffe: Installation eines Brückendecks (Erhöhung unmittelbar vor dem Niedergang) und einen weit nach achtern gezogenen Kajütaufbau mit breiten, bis knapp vor die Steuerräder verlaufenden Sülls. Die auf diese Weise geschaffene Kopffreiheit ermöglichte die Realisierung der achteren Eignerkajüte mit zentraler Doppelkoje unter dem Cockpitboden und reichlich Kopffreiheit im Rest der Kabine.
Weitere Überlegungen bei der Deckgestaltung: Die Höhe der Kajüte wurde so gewählt, dass sie genau der Höhe einer Stufe entspricht, also einem Maß, das der Mensch als angenehm empfindet. Das Dach selbst ist flach, Teakeinlagen sorgen für Rutschfestigkeit und Flushluken für wertige Optik.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 4/2011.

Der komplette Bericht als PDF-Download:

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