Kitefoil-EM: Bontus will eine Medaille

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Während der Großteil der europäischen Formula Kite-Elite erst nächste Woche für die Vorbereitung auf die Europameisterschaft (5. bis 12. September 2026) in die Türkei reist, hat Valentin Bontus bereits wertvolle Trainingskilometer gesammelt. Denn: Der Niederösterreicher ist auch beim zweiten Großereignis in dieser Saison auf Edelmetall programmiert.

Am Akyaka Kite Beach ist der Name Programm. Hunderte Kites hängen über die Bucht verteilt in der Luft, dafür sorgen allein elf Kite-Stationen. „Hier dreht sich wirklich alles ums Kitesurfen“, lacht Olympiasieger Bontus, der aber aufgrund des Trubels am Wasser auch froh ist, dass er seine Trainingskilometer am offenen Meer sammeln konnte. „In Strandnähe muss man wirklich aufpassen, weil da schlägt regelmäßig jemand neben dir ein. Aber draußen auf dem Race Track waren wir praktisch ganz für uns.“

Wir umfasst auch Trainingskollege Noah Runciman aus den USA, der den 25-Jährigen auch in der EM-Vorbereitung unterstützt. „Wir hatten unser eigenes Motorboot mit und das ganze Equipment, das wir brauchen, um Starts und die verschiedenen Renn-Situationen zu simulieren“, so Bontus, der eine Woche im Golf von Gökova trainiert hat und sonst nur den Kroaten Martin Dolenc gesichtet hat.

Die Voraussetzungen für die Europameisterschaft sind aus Sicht des OeSV-Aushängeschilds jedenfalls hervorragend: „Akyaka ist ein sehr guter Kite-Spot, wir hatten die ganze Woche wirklich perfekte Bedingungen mit traumhaftem Wetter und verlässlichem, gleichbleibendem Wind. Das haben wir voll ausgenutzt, um wirklich viele Kilometer am Wasser zu sammeln.“ Auch beim Material gelang wieder ein Schritt nach vorne.

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Bei der WM holte Bontus Bronze, auch bei der EM will er um Edelmetall mitfliegen

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Das große Fragezeichen für das zweite Großereignis in dieser Saison – bei der Weltmeisterschaft in Portugal konnte Bontus die Bronzemedaille gewinnen – ist die Wetterprognose für die Race-Week. „Für die Renntage ist extreme Hitze vorhergesagt. Wir werden sehen, wie sehr das die Thermik und den Wind beeinflussen wird, aber von den Grundkonditionen sollte mir der Kurs sehr gut liegen“, reiste der Niederösterreicher am Sonntag optimistisch heim. 

Auch Trainer Luca Bursic zieht eine positive Bilanz: „Wir haben uns für die vorgezogene Vorbereitung entschieden, weil wir ungestört arbeiten wollten. Valentin hat sich ideal an den Spot gewöhnt und wird mit viel Selbstvertrauen und einem super Set-Up in die EM gehen.“

Nach dem intensiven Trainingsblock in der Türkei legt Bontus nun einen kurzen Zwischenstopp in der Heimat ein, um einerseits die Akkus zu laden und andererseits die gesammelten Daten zu analysieren. Bereits am kommenden Sonntag geht es wieder nach Akyaka, wo ab dem 5. September die ersten Wettfahrten auf dem Programm stehen. „Ich fliege mit einem richtig guten Gefühl nach Hause und freue mich darauf, dass ich in dieser Saison noch ein zweites Mal um Medaillen kiten kann.“

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