BMW Offshore Challenge, Finale in Murter

BMW Offshore Challenge. Ferdinand Lang, Reinhard Laufer und Fritz Renner heißen die Sieger des prestigeträchtigen Langstreckenrennens Murter–Dubrovnik–Murter

Die Zutaten dieser attraktiven, von Yachtcharter Pitter veranstalteten Hochsee-Hatz sind einfach: 140 Seemeilen nonstop nach Dubrovnik, eine kurze Verschnaufpause, anschließend wieder retour nach Murter. Doch das Wetter spielte bei der ersten BMW Offshore Challenge nicht ganz mit. Am vorletzten Sonntag wurde das 62 Boote starke Teilnehmerfeld unter Spinnaker und bei exzellenten Segelverhältnissen auf die Reise geschickt, der Rückweg erwies sich holpriger. Eine hartnäckige Flaute bremste die Armada, anstelle zu starten wurden unter Motor die umliegenden Buchten angelaufen und auch der darauf folgende Morgen brachte zunächst keinen frischen Hauch. Das Feld begab sich unter Motor in Richtung Murter und wurde am frühen Nachmittag dank des einsetzenden Maestrals doch noch für die lange Geduldprobe entschädigt. Der souverän agierende Wettfahrtleiter Gert Schmidleitner ließ seine Schäfchen nordwestlich von Solta ein finales Mal von der Leine, bei Postkartenwetter und idealen Segelbedingungen kreuzten Richtung Murter.

Wie bei der ersten Etappe zeigte die schnellste Yacht auf dem Parcours – Ferdinand Langs La Dolce Vita – dem Rest des Feldes rasch ihr stolzes Heck. Der Niederösterreicher segelte auf seiner X 50 auf und davon, passierte in den frühen Abendstunden abermals als Erster die Ziellinie, musste sich aber hinsichtlich des berechneten Gesamtsieges in Geduld üben. Ob der Zeitvorsprung reichte, sollten die ersten Verfolger beantworten.

In der Einheitsklasse – Dufour 44 – blieb hingegen alles dicht gedrängt. Nach dem Start entwickelte sich ein spannender Dreikampf, wobei Christian Bayer seine Kontrahenten über 35 lange Seemeilen in Schach hielt. Dann wurde ihm ein Windloch zum Verhängnis, was Reinhard Laufer und seine Mannen perfekt auszunutzen wussten. Das Grazer Regatta-Team erreichte Murter als erste Dufour 44 und sicherte sich damit den Gewinn der Einheitsklasse mit Spinnaker. Bayer, der die Auftaktsetappe nach Dubrovnik für sich entschieden hatte, verlor aufgrund eines Frühstarts, der mit einer Zwei-Stunden-Zeitstrafe geahndet wurde, weitere Plätze und musste sich in Summe mit Rang vier begnügen. Gerhard Pils und sein BMW-Team, darunter Segelgrößen wie IMS-Zentral-Europameister Rene Mangold, segelten dank der Plätze drei und vier auf Gesamtrang zwei, Gernot Leimer vervollständigte als Dritter das Podest.
In der Klasse ohne Spinnaker hatte Fritz Renner das beste Ende für sich. Der Adria-Kenner und Sieger des heurigen Kornati Cups, war nicht zu biegen und verwies Gerald Müller und Alois Kaufmann punktegleich auf die Plätze.

Auch Ferdinand Lang strahle von einem Ohr zum anderen. Auf beiden Etappen schnellstes Schiff, nach berechneter Zeit nicht zu schlagen und vor Betty Helienek und Georg Kleiber klarer Gesamtsieger in der Klasse mit Spinnaker. Sein bis dato größter Sieg? „Auf jeden Fall. Es war eine geniale Woche, perfekt organisiert und ungemein spannend. Unsere Taktik war rückblickend fehlerfrei, die Freude ist entsprechend groß.“

Gerhard Pils, Geschäftsführer der BMW Group Austria, der Namensgeberin dieser prestigeträchtigen Hochsee-Regatta, zollte als engagierter Regattaskipper der Wettfahrtleitung – „für die Launen des Windes kann niemand etwas, die Verantwortlichen haben die Situation hervorragend gemanagt“ – sowie den Teilnehmern Lob. „Es war Big-Boat-Segeln auf höchstem Niveau, die Qualität dieser Regatta war absolut beeindruckend.“
Die für die schnellsten Yachten mit BMW-Fahrern an Bord ausgeschriebene Sonderwertung demonstrierte die ansteigende BMW-Markenpräsenz unter den erfolgreichen Seglern.
Ergebnisse und Impressionen: www.bmw-offshore-challenge.at

Quelle: BMW Austria

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