
Das österreichische Segelnationalteam hat bei der Trofeo Princesa Sofia vor Palma de Mallorca in drei olympischen Bootsklassen die Goldflotte erreicht. Bei der zum Sailing Grand Slam zählenden Regatta qualifizierte sich Formula-Kite-Olympiasieger Valentin Bontus, der in allen vier Rennen am Mittwoch Top-6-Resultate erzielte, als Gesamtvierter souverän für die Top-Gruppe.
Die 49er-Asse Prettner/Flachberger (20) und die Nacra-17-Teams Lukas Haberl/Clara Stamminger (8) und Laura Farese/Matthäus Zöchling (10) schafften den Cut ebenfalls deutlich. In der Katamaran-Klasse – aber etwa auch in der vom Österreichischen Segel-Verband besetzten Windsurf-Klasse iQFoil – wurden am Mittwoch witterungsbedingt keine Wettfahrten durchgeführt.
Valentin Bontus hat seine Anwartschaft auf ein Top-Resultat bei seiner Comeback-Regatta nach überstandenem Kreuzbandriss unterstrichen. Der Niederösterreicher zeigte bei erneut ablandigem Wind sehr gute Resultate (4/2/3/6) und hievte sich als Gesamtvierter souverän in die Goldflotte. „Ich habe es geschafft, an die guten Leistungen vom Eröffnungstag anzuschließen. In manchen Sequenzen hätte ich den Tick schlauer, besser agieren können – da war ich zu konservativ. Aber ich wollte unbedingt ein gutes Momentum für die Goldflotte mitnehmen. Das ist mir auf jeden Fall gelungen. Der Speed passt sehr gut. Ab morgen gilt es, etwas aggressiver zu agieren und noch einmal einen Gang höher zu schalten“, weiß der Athlet vom Yacht Club Podersdorf, der im Vorjahr an gleicher Stelle mit Rang drei sein bislang bestes Weltcup-Resultat erzielt hatte.
Nur ein Rennen in der 49er-Klasse
In der 49er-Klasse ist am späten Nachmittag, nachdem der geplante Start um 11.00 Uhr mehrmals verschoben wurde, nur eines der drei geplanten Rennen durchgeführt worden. Keanu Prettner und Jakob Flachberger belegten den zwölften Rang – und ziehen damit als 20. in die Goldflotte der besten 25 Boote ein. Keno Pulte und Leo Übelhör beenden die Qualifikation an 98. Stelle, Ferdinand Steffan und Jonah Maier an 101. Position.
Die 49erFX-Flotte mit doppelter rot-weiß-roter Besetzung bestritt am Mittwoch zwei Wettfahrten. Rosa Donner/Marion Lafrance-Berger (16/27) behielten den 45. Gesamtrang, Eva Truttenberger/Livia Farese (27/24) beendeten die Qualifikation an 57. Stelle. Beide Teams setzen die Konkurrenz in der Silberflotte fort.
Ein Erfolgserlebnis feierte indes Clemens Kübber: Österreichs einziger Starter in der quantitativ stärksten olympischen Klasse ILCA 7 gewann den Auftakt in der Bronze-Flotte und verbesserte sich dadurch in der Gesamtwertung auf die 148. Position.
In der Nacra 17-Klasse konnten am Mittwoch keine Rennen mehr absolviert werden. Damit gehen Lukas Haberl/Clara Stamminger und Laura Farese/Matthäus Zöchling als acht- bzw. zehntbestes Boot in die Goldflotte. Auch in der iQFoil-Klasse der Herren mit Theo Peter wurden wetterbedingt ebenfalls keine Rennen ausgetragen.
Zwischenstand
Nacra 17
1. Järudd/Jonsson SWE 6 (2/1/1/1/(3)/1)
8. Lukas Haberl/Clara Stamminger 22 ((8)/7/5/3/4/3)
10. Laura Farese/Matthäus Zöchling 26 (4/5/8/2/7/(10))
49er
1. Price/Paul AUS 11 ((14)/1/2/1/6/1)
20. Keanu Prettner/Jakob Flachberger 48 (6/(16)/9/4/11/6/12)
98. Keno Pulte/Leo Übelhör 179 (23-STP/31/29/(34)/33/33/31
101. Ferdinand Steffan/Jonah Maier 191 ((35-DNS)/35-DNF/28/32/34/31/33)
49erFX
1. Barcelo/Cantero ESP 32 (11/1/4/11/2/2/1/(17))
45. Rosa Donner/Lafrance-Berger 140 (17/23/25/24/16/19/16/(27))
57. Eva Truttenberger/Livia Farese 177 (12/29/(30)/29/30/26/27/24)
ILCA 7
1. Matt Wearn AUS 2 (1/1)
148. Clemens Kübber 180 (179/1)
Formula Kite
1. Riccardo Pianosi 10 (1/1/(4)/1/(9)/1/2/4)
4. Valentin Bontus 16 (2/3/2/(15)/4/2/3/(6))
iQFoil
1. Duncan Monaghan GBR 11 (2/8/(9)/1)
82. Theo Peter 104 (27/40/37/(52))
