
Valentin Bontus hat die Formula Kite-Weltmeisterschaft auf dem dritten Platz beendet und nach 2024 bereits seine zweite Bronzemedaille gewonnen. Der Formula Kite-Olympiasieger hievte sich am Samstag vor Viana do Castelo, Portugal, mit dem klaren Sieg im Semifinale ins „Grand Final“ der besten vier Racer. Dort profitierte der Niederösterreicher, nachdem er das entscheidende Rennen nur als Vierter abschloss, von einem Penalty gegen Lucas Fonseca (BRA) und gewann dadurch Bronze. Weltmeister wurde Max Maeder aus Singapur. Für ihn war es bereits der dritte Titel. Gian Stragiotti aus der Schweiz wurde Zweiter.


Valentin Bontus holt nach 2024 zum zweiten Mal WM-Bronze
© IKA Media/Robert HajdukValentin Bontus hat seine Comeback-Saison nach Kreuzbandriss vorläufig mit der WM-Bronzemedaille gekrönt. „Es fühlt sich unglaublich an, nach so einer Verletzung wieder am Podest zu stehen. Ich werde noch ein wenig brauchen, das alles hier zu realisieren. In einer Comeback-Saison bei einer Weltmeisterschaft am Podest zu stehen, ist einfach ‚ultra‘. Unser erklärtes Ziel für dieses Jahr war die Europameisterschaft im Herbst. Dass ich bereits hier so abschließen kann, bedeutet mir unglaublich viel“, strahlt der Athlet vom Österreichischen Segel-Verband.
Der Olympiasieger stieg nach Platz fünf in der 19 Rennen umfassenden Opening-Series im Semifinale ein. „Ich konnte gut meinen Speed durchfahren und habe gute Entscheidungen getroffen – da ist alles aufgegangen“, erklärt Bontus. Im „Grand Final“ hatte er für die erste Top-Mark eine super Layline, ehe es zu einer engen Situation mit dem späteren Sieger Maeder kam. „Da hat mich dann Lucas Fonseca überholt, in einer Sequenz, wo er das so nicht machen kann – somit wurde er bestraft und ich habe dann die Bronzemedaille abgesichert“, ergänzt der nun zweifache WM-Medaillengewinner.
Bontus nimmt sich nun eine zweiwöchige Auszeit, ehe weitere Trainingsblöcke anstehen. Im Sommer wird der 25-Jährige erstmals im kommenden Olympiarevier vor Los Angeles trainieren und eine Regatta bestreiten.


Keanu Prettner und Jakob Flachberger gehen als fünfte in das Medal Race am Sonntag
© Sailing EnergyKeanu Prettner und Jakob Flachberger segeln am Sonntag vor Quiberon, Frankreich um ihre erste Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Das 49er-Duo zeigte am Schlusstag der Goldflotte konstante Leistungen (11/8/10) und verteidigte seinen fünften Gesamtrang. In den für Sonntag geplanten beiden Medal-Races der Top-10 haben die beiden Salzburger alle Möglichkeiten auf Edelmetall. Auf Bronze fehlen aktuell nur 3,5 Punkte.
An einem hochklassigen Schlusstag in der 49er-Goldflotte haben Keanu Prettner und Jakob Flachberger ihre starke Form erneut unter Beweis gestellt. Das Duo vom Union Yacht Club Wolfgangsee klassierte sich auf den Plätzen elf, acht und zehn – damit schaffte es souverän den Einzug in die beiden entscheidenden Medal-Races am Sonntag und hat als Fünfter alle Chancen auf seine erste WM-Medaille überhaupt.
"Von den Punkten her ist es schon sehr eng - fast alle Boote haben eine Chance auf eine Medaille. Es geht darum, beide Races gut zu segeln. Man braucht sich nicht zu viel Taktik überlegen - es wird darauf hinauslaufen, dass man zwei gute Wettfahrten segeln muss. Wir sind in einer guten Position, dass wir eingreifen können in das ganze und das wollen wir", sagt Steuermann Keanu Prettner.


Laura Farese und Matthäus Zöchling verpassen im Nacra 17 das Medal Race als zwölfte nur knapp
© Sailing EnergySchlussangriff von Farese/Zöchling drang nicht ganz durch
Laura Farese und Matthäus Zöchling haben am Schlusstag der Opening Series bei der Nacra 17-Weltmeisterschaft noch einmal ihr Können aufblitzen lassen. Den vor den letzten drei Rennen am Samstag bestandene Rückstand von 34 Punkten auf die Top-10 konnten sie mit den Einzelresultaten zehn, acht und drei ordentlich reduzieren – der Sprung in den Finaltag bliebt ihnen aber verwehrt. Zehn Zähler fehlte dem Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee am Ende auf die Teilnahme an den Medal-Races.
„Heute war unser bester Tag. Es war aber auch deutlich weniger Wind und stabilere Bedingungen. Wir sind sehr gut in den Rhythmus gekommen und das Boot hat sich sehr gut angefühlt. Wir sind dann noch knapp an die Medal-Race-Qualifikation herangekommen. Es ist natürlich schade, dass wir es verpasst haben. Heute können wir uns nichts vorwerfen, wir müssen die Tage davor berücksichtigen. Vor allem der Speed bei sehr viel Wind hat gefehlt und auch bei den drehenden Bedingungen müssen wir uns noch verbessern“, weiß Steuerfrau Laura Farese.
Damit bleibt Rang neun aus dem Vorjahr ihre gemeinsam beste WM-Platzierung. Ende Mai übersiedelt das Duo ins Deutsche Eckernförde. Dort findet ab 7. Juli die Nacra 17-Europameisterschaft statt. Als Vorbereitungsregatta werden die beiden auch die Kieler Woche (20. – 24. Juni) absolvieren.
