
Keanu Prettner und Jakob Flachberger liegen auch nach dem zweiten Tag der 49er-WM in Quiberon in Führung, Valentin Bontus geht als Gesamt-Vierter in die Finalphase der Kitefoile-WM in Portugal.


Die Bretagne zeigt sich am zweiten WM-Tag von seiner stürmischen Seite. Prettner/Flachberger stört das sichtlich nicht, sie führen weiterhin das WM-Feld im 49er an
Bereits um 10.00 Uhr vormittags lief die erneut in drei Flotten aufgeteilte Skiff-Flotte zum zweiten WM-Tag aus. Zwei Rennen konnten schlussendlich absolviert werden. „Es war heute sehr viel Wind und die Welle sehr kurz – unglaublich schwierig zum Segeln. Nichtsdestotrotz haben wir es geschafft, dass wir beide Wettfahrten halbwegs trocken – ohne zu kentern – und solide durchgebracht haben“, fasst Vorschoter Jakob Flachberger zusammen. Entscheidend für die beiden Top-10-Platzierungen waren das Bootshandling und die Risikosteuerung. „Es war sehr wichtig, auf das Handling zu achten, dass man einigermaßen unbeschadet um den Kurs kommt. Es hat immer wieder ein paar Teams ganz schön überschlagen. Teilweise haben wir auch ein wenig die ‚safe option‘ genommen, um unsere Platzierung zu halten. Wenn du bei diesen Bedingungen zu viel Risiko nimmst, zu viel angreifst, kann das ziemlich nach hinten losgehen“, konkretisiert Steuermann Keanu Prettner.
Für den Abschluss der Qualifikation am Donnerstag – vier weitere Rennen sind geplant, die Top-25 qualifizieren sich anschließend für die Goldflotte – gehe es darum, weiterhin solide Wettfahrten zu segeln und keine Ausreißer reinzubringen. „Optimal wäre natürlich, wenn wir es schaffen, den achten Platz vielleicht als Streicher in die Goldflotte mitzunehmen. Das würde uns in eine ziemlich gute Position bringen“, ergänzt Prettner.
In der Nacra 17-Klasse ist windbedingt – nach den 49er-Rennen setzten Sturmböen bis zu 35 Knoten ein – keine Wettfahrt zustande gekommen. Laura Farese und Matthäus Zöchling liegen weiterhin auf dem elften Platz.


Formel 1? Nein. Olympiasieger Bontus bei den Vorbereitungen seines Equipments. Als Vierter zieht er souverän ins Finale der besten 25 bei der WM in Portugal ein
© IKA Media/Robert HajdukValentin Bontus hat bei der Formula Kite-Weltmeisterschaft vor Viana do Castelo den Einzug in die Goldflotte der besten 25 Athleten geschafft. Der Olympiasieger steigerte sich in den sechs Rennen am Mittwoch kontinuierlich (6/6/5/4/3/3) und qualifizierte sich als Vierter souverän. Auf den drittplatzierten Italiener Riccardo Pianosi fehlen dem Niederösterreicher aktuell acht Punkte.
„Es war heute definitiv ein schwieriger Tag, weil es vom Wind her einfach viele schwierige Situationen gab. Ich habe dann aber von Rennen zu Rennen besser hineingefunden und am Ende solide abliefern können“, hält der Athlet vom Yacht Club Podersdorf fest.
Der WM-Dritte von 2024 muss sich im Laufe des Abends noch der Jury stellen: Zwei seiner Konkurrenten haben für eine unklare Situation an der Top-Mark im zehnten Rennen, an der Bontus beteiligt war, Protest eingelegt. „Ich habe Videoaufzeichnungen von diesem Rennabschnitt, die für mich sprechen sollten. Diese werde ich vorzeigen und entsprechend als Argumentation anführen. Ich bin zuversichtlich, dass es im zehnten Rennen zu keiner Rückversetzung kommen wird“, sagt der Olympiasieger. Eine höhere Platzierung im zehnten Race hätte aktuell keine Auswirkungen auf seinen vierten Platz, da dieses Ergebnis dann als eines der drei Streichresultate geführt werden würde.
Österreichs Sportler des Jahres 2024 setzt die Weltmeisterschaft am Donnerstag mit vier Goldflottenrennen fort. Die Medaillenentscheidung fällt am Samstag.
