
Prettner/Flachberger führen das 49er-WM-Feld nach dem ersten Tag an, Valentin Bontus fliegt weiterhin in Richtung Podest und im Nacra belegen Farese/Zöchling zum Auftakt den 11. Zwischenrang.
Keanu Prettner und Jakob Flachberger ist bei der 49er-Weltmeisterschaft vor Quiberon, Frankreich ein fulminanter Auftakt gelungen. Die einzige österreichische Paarung im 82 Boote starken Feld trumpfte mit zwei Wettfahrtsiegen auf und legte einen vierten Rang nach. Damit übernahm das Salzburger Duo nach den ersten drei Rennen der Qualifikation auch die Gesamtführung.
„Viel besser kann man eine Weltmeisterschaft nicht eröffnen“, strahlt Steuermann Keanu Prettner. Er und sein Vorschoter Jakob Flachberger, beides Athleten vom Union Yacht Club Wolfgangsee, haben bei den Titelkämpfen der olympischen Skiff-Klasse einen Einstand nach Maß hingelegt. „Wir haben schon vor dem Start eine sehr gute Idee gehabt – aber dass es dann so gut aufgeht, ist überragend. Heute hat einfach alles funktioniert: Starts, Speed und die Wahl der Seiten. Wir sind sehr happy – vor allem, dass wir in allen drei Rennen sehr 'tief' reinfahren und die ersten beiden Wettfahrten sogar gewinnen konnten“, so der Salzburger. Für den zweiten WM-Tag wird mehr Wind erwartet. „Wir werden uns wieder neu fokussieren und grundsätzlich probieren, dass wir den 'Drive' von heute so mitnehmen“, so Prettner.


Valentin Bontus ist auch nach einem schlechten Start nicht unterzukriegen und verteidigt am zweiten WM-Tag seinen Podestplatz
© IKA Media/Robert HajdukEntgegen dem Eröffnungstag, an dem das erste Rennen erst um 17.00 Uhr gestartet werden konnte, hat der zweite WM-Tag bereits mittags begonnen. Die Windbedingungen ließen da aber nur ein Rennen zu, ehe die Flotte an Land geschickt wurde. Gegen 16.00 Uhr wurde der zweite Race-Day dann wegen zu schwachen Windes endgültig beendet.
Valentin Bontus klassierte sich in der einzigen Wettfahrt des Tages an zwölfter Stelle. „Das Rennen ist ‚semi‘ verlaufen: Ich hatte schon vor dem Start Probleme, überhaupt am Foil zu bleiben, weil so wenig Wind war. Dann habe ich den Countdown zum Start nicht gut einschätzen können, musste mich einreihen und ging als Vorletzter oder Letzter raus.“ Mit guten Entscheidungen und der nötigen Geschwindigkeit kämpfte sich der Niederösterreicher aber noch nach vorne. „Ich bin insgesamt zufrieden – auch, wenn mehr drinnen gewesen wäre. Für morgen, da soll es besseren Wind geben und das sagt mir auch mehr zu, brauche ich konstante, gute Starts, um dann vorne in der Fleet mitzumischen und den Einzug in die Goldflotte zu fixieren“, ergänzt der Athlet vom Yacht Club Podersdorf. Die Qualifikation wird am Mittwoch mit drei Rennen ab 16.00 Uhr abgeschlossen. In Führung liegt der Sieger der ersten beiden Sailing Grand Slams Maximilian Maeder (SGP).


Laura Farese und Matthäus Zöchling kratzen nach dem ersten WM-Tag an den Top-Ten
© Sailing EnergyFarese/Zöchling nach WM-Auftakt an den Top-10 dran
In Quiberon, Frankreich haben am Dienstag die Weltmeisterschaften in den olympischen Klassen Nacra 17 und 49er begonnen. In der Katamaran-Klasse wird Österreich von Laura Farese/Matthäus Zöchling vertreten. Die burgenländische Paarung liegt nach den ersten drei Wettfahrten (10/19/11) der Qualifikation an elfter Stelle des Gesamtklassements. Der Auftakt begann mit Verzögerung: auf eine rund einstündige Startverschiebung folgte ein abgebrochenes Rennen. Dann wurden drei Läufe bei drehenden Bedingungen absolviert. „Es war heute schwierig, den Überblick zu behalten – in der ersten und dritten Wettfahrt ist uns das etwas besser aufgegangen, in der Zweiten hatten wir Probleme und sind in der Mitte von der Fleet stecken geblieben. Aber generell waren die Starts heute sehr gut und auch der Speed hat gepasst. Morgen gilt es einfach ein bisschen schneller einen Überblick zu bekommen und dann sollte es gut werden“, hält Steuerfrau Laura Farese fest.
