
Wechselhafte Windverhältnisse, lange Flauten und immer wieder überraschende Böen machten die 12- und 24-Stunden-Regatta am Attersee einmal mehr zu einer Herausforderung für Mensch und Material. 170 Seglerinnen und Segler auf 48 Booten stellten sich am 18. und 19. Juli der traditionsreichen Langstreckenprüfung.
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Pünktlich zum Start um 8 Uhr sorgte die Kanone des Union-Yacht-Club Attersee zunächst für Bewegung – ebenso wie der Wind. Doch der hielt nicht lange durch. Im weiteren Verlauf wechselten sich innerhalb weniger Minuten kräftige Böen mit bis zu 15 Knoten und völlige Flauten ab, dazu drehte der Wind ständig seine Richtung. Taktisches Gespür und Geduld waren damit mindestens ebenso gefragt wie seglerisches Können.
Trotz der schwierigen Bedingungen gelang dem „Zeit am See Sailing Team“ mit Florian Gföllner (UYCAs) an Bord der Liberté eine außergewöhnliche Leistung: Mit 65,62 Seemeilen stellte die Crew einen neuen Streckenrekord in der 12-Stunden-Regatta auf. Nach berechneten Meilen bedeutete das Rang drei. Den Sieg sicherten sich Dietmar Gfreiner und Hans Spitzauer (UYCAs) auf ihrer Lago 26 SE vor Matthias Poell, Sebastian Poell und Udo Lang (UYCAs) auf einer 22-m²-Rennjolle.
Skipper Florian Gföllner, zuletzt noch erfolgreich bei der Bundesliga für den UYCAs im Einsatz, segelte mit seinem Zeit am See Sailing Team mit der Liberté zu einem 12h-Rekord und berechnet auf Rang 3
© JonssonFür die Teilnehmer der 24 hours vom Attersee begann die zweite Rennhälfte zunächst vielversprechend: Rund 25 Knoten Wind sorgten am Abend für flotte Fahrt. In der Nacht flaute der Wind jedoch erneut ab. Zeitweise war die Strömung stärker als der Vortrieb, sodass hart erarbeitete Meter wieder verloren gingen – eine echte Geduldsprobe.
Die größte Distanz legte das zweite „Zeit am See Sailing Team“ mit Tobias Böckl (UYCAs) zurück. Rund 98 Seemeilenstanden am Ende auf der Logge, was nach berechneten Meilen Platz fünf bedeutete. Den Gesamtsieg holten sich Markus Staudinger (SVW-YS), Michael Staudinger (YES-Ka) und Markus Gebetsberger (SVW-YS) auf einer Internationalen 806. Rang zwei ging an Christian Reiter (YES-Ka) auf einer Grand Surprise, Dritter wurde Stefan Knoll (SVW-YS) auf einer Fareast 28.
Mit der 12- und 24-Stunden-Regatta fand die Long-Distance-Challenge ihren traditionellen Höhepunkt. Das Finale folgt am 8. August mit der Langen Wettfahrt, bei der auch über die Vergabe der begehrten Titan-Medaillen entschieden wird.


Zeit am See Sailing Team Mastermind Tobias Böckl pilotierte die Mister Cello Due zum Meilensieg, berechnet bedeutete dies Rang 5
© UYCAs/Gert SchmidleitnerÜber die Autoren
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