Golf von Neapel

Che bella cosa*. Törn nach Amalfi, Capri und Procida

„Italiano“? frage ich jenen Herrn, der sich im Gedränge des Busses, der uns vom Flughafen von Neapel zur Molo Beverello bringt, gegen die meist einen Kopf größere Konkurrenz zu behaupten versucht. „No, Napoletano!“
Wie kann man bloß stolz sein, Bürger einer solchen Stadt zu sein? Der Verkehr ist chaotisch, der Müll ebenso allgegenwärtig wie die Satellitenschüsseln in den Außenbezirken, die zum Stadtzentrum hin von den nicht weniger hässlichen Kästen der Klimaanlagen abgelöst werden. Dazwischen döst träge an Hauswänden aufgehängte Wäsche in der Sonne.
Vierzig Minuten braucht die Katamaranfähre, um uns in einer anderen Welt auszuspucken. In Procida ist alles blitzsauber. Trotzdem hat sich die „Hauptstadt“ des gleichnamigen Inselchens das Flair eines Fischerdorfes erhalten, das der Ortsteil Corricella heute noch ist. Hier, im Osten der Insel, bemühen sich nur wenige, die Patina ihrer Häuser zu übertünchen. Wozu auch? Jeden Abend reißen sich die Touristen um die am Wasser stehenden Restauranttische, um zu Füßen dieses Ensembles, das kein Architekt besser hätte planen können, handfeste italienische Küche mit unverkennbaren Tischweinen hinunter zu spülen.

* Che bella cosa; Anfangsworte des Liedes „O sole mio“, vom neapolitanischen Tenor Enrico Caruso erstmals 1916 auf Platte aufgenommen. Elvis Presley schaffte mit der englischsprachigen Version „It’s Now or Never“ 1960 Platz 1 in den Hitparaden der USA und Großbritannien.

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