V_REX, der König der Lüfte

Der Ebenseer Peter Steinkogler hat ein revolutionäres Segelboot-Konzept patentieren lassen und will damit die Geschwindigkeit auf dem Wasser auf eine neue Stufe heben

V_REX, der König der Lüfte

Das hat die Welt noch nicht gesehen. Was oftmals leicht dahingesagt wird, trifft in diesem Fall tatsächlich zu. V_REX nennt sich ein Segelgefährt, das einem einzigartigen Konzept folgt, vor allem die aerodynamischen Kräfte besonders wirksam nutzt und eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 60 Knoten erreichen soll. Zur Erinnerung: Der derzeitige Weltrekord über die nautische Meile, aufgestellt 2012 vom Australier Paul Larsen auf der „Rakete“ Vestas Sailrocket 2, liegt bei 55 Knoten. Ein Fabelwert, den man, so die Vermutung der Kommentatoren damals, nur mit einem völlig neuen Denkansatz bei Design und Konstruktion überbieten wird können.
Genau das will der V_Rex bieten. Ursprünglich erdacht um die generierte Segelkraft möglichst ökonomisch umzusetzen, könnte er nach ersten Berechnungen die absoluten Speed-Bestmarken überbieten. Auffälligstes Merkmal sind zwei Flügel beidseits vom schmalen, maximal windschlüpfrig gezeichneten Rumpf, die in einem Winkel von jeweils 33 Grad V-förmig in die Höhe ragen und als Stabilisatoren bezeichnet werden. Sie weisen ein symmetrisches Tragflächenprofil auf und besitzen an jedem Ende einen wulstförmigen Wasserballast-Tank. Die Befüllung mit maximal 250 Litern erfolgt – so wie bei einem Löschflugzeug – innerhalb weniger Sekunden während der Fahrt, danach kann das Wasser über ein Schlauchsystem von einem Tank zum anderen, sprich jeweils von Lee nach Luv geleitet werden. Am spitz zulaufenden Bug sitzt ein sogenannter Canard-Wing, wie man ihn von Kampfflugzeugen à la Eurofighter kennt. Er dient der kontrollierten Ansteuerung der Längsachse des V_REX und soll ihn vor einem Nose Dive, dem gefürchteten Unterschneiden des Bugs, bewahren.
Unter dem Rumpf befinden sich zwei Hydrofoils, deren Finnen an jene des Indopazifischen Sailfish erinnern. Dieser gilt als schnellster Fisch der Welt … Der mittige Foil ist 3,80 Meter, der achtern platzierte Foil 4 Meter lang. Die unterschiedliche Länge verhindert, dass der Achter-Foils der Wirbelschleppe des Vorder-Foils ausgesetzt ist. Gemeinsam heben sie das Boot bis zu zwei Meter aus dem Wasser und reduzieren so den Wasserwiderstand.
Der Foil achtern dient als Ruder, gesteuert wird weder über Pinne noch Steuerrad, sondern über Pedale, wie bei einem Flugzeug, wobei der Pilot in einem tiefen Cockpit zwischen den Flügeln sitzt. Hinter ihm hat ein zweites Crewmitglied Platz, das die Segel – geplant ist ein 40 Quadratmeter großes Tornado-Rigg mit durchgelattetem Großsegel plus Fock – und die Ventile des Wasserballast-Systems bedient.
In Fahrt neigt sich der V_REX wie ein Windsurfer nach Luv in die Segellast und wandelt beinahe das gesamte Eigengewicht äußerst effizient in positiven Segeldruck um.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Yachtrevue 5/2016, am Kiosk ab 2. Mai!

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