Seascape 24

Das dritte Modell der slowenischen Werft wurde genau für die Bedürfnisse des Marktes konstruiert

Seascape 24

Als die slowenische Werft 2009 die Yachtrevue als erstes Magazin zum Test der Seasape 18 lud, ahnte niemand, welche Erfolgsgeschichte da ihren Anfang nehmen würde. Das Samuel-Manuard-Design beeindruckte mit Raumschot-Eigenschaften, die damals in dieser Liga absolut außergewöhnlich waren. Man bretterte unter Gennaker entspannt mit 15 Knoten dahin – das hatte es bei herkömmlichen Kleinkreuzern bis dato nicht gegeben. Prompt siegte die Seascape 18 bei der Wahl zu Europas Yacht des Jahres in der Kategorie Spezial-Yachten und verkaufte sich europaweit bislang über 300 Mal; öfter als alle anderen Boote in diesem Genre.
Dass die Segelleistung an der Kreuz mit jener raumschots nicht mithalten kann, liegt an der Physik, sorgt bei Menschen mit übersteigerter Erwartungshaltung aber immer wieder für Enttäuschung. Bergauf segelt die Seascape 18 keinen Deut schneller als Yachten vergleichbarer Länge, 5,1 Knoten bei maximaler Höhe am Wind, mehr sind nicht drinnen. Punkt. Trotzdem gilt diese Diskrepanz als Achillesferse der Seascape 18; dass man ihr damit Unrecht tut, steht auf einem anderen Blatt.
Drei Jahre später präsentierte die Werft die Seascape 27. Keine 18er in Cinemascope sondern ein eigenständiges Design mit ausgeklügelten Trimmeinrichtungen, rudimentärem Wohncharakter und hydraulischem Schwenkkielsystem. Die küstentaugliche Ausrichtung qualifiziert sie eher für den Einsatz am Meer denn auf Binnenseen.
Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Seascape 24 schienen somit vorgegeben: Sie sollte aus beiden Welten das Beste vereinen, wie die Werftchefs Andraz Micheln und Kristian Hainsek einmütig betonten.
Kennenlernphase
Die erste Begegnung mit der Neuen fand auf der boot in Düsseldorf statt. Der Rumpf sieht jenem der Seascape 18 frappierend ähnlich: Breites Heck mit Chines und gemäßigtem U-Spant für hohe Formstabilität, flaches Unterwasser im Vorschiffsbereich für schnelles Angleiten, niedriger Freibord und schlanker Bug für gute Segelleistung an der Kreuz. Samuel Manuard, der französische Konstrukteur, hat viel Erfahrung mit der Konzeption derartiger Rümpfe. In der Minitransat-Szene ist er ein Guru, beim Transat belegte er zuletzt auf einer von ihm gezeichneten Class 40 den zweiten Platz: „Entscheidend bei diesen Rümpfen sind die richtige Balance an der Kreuz und die Möglichkeit die benetzte Fläche bei wenig Wind verringern zu können“, betont der Franzose. Beide Aspekte konnten wir im Zuge der Testfahrten ausführlich prüfen.
Der Kajütaufbau kann mit der Eleganz des Rumpfes nicht mithalten. Zumindest an Land wirkt er aufgrund des geringen Freibords wuchtig.

Den gesamten Fahrbericht lesen Sie in der Yachtrevue 5/2016, am Kiosk ab 2. Mai!

Der komplette Bericht als PDF-Download:

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