Kampf den Piraten

Ein neues Piratenabwehrsystem wird vor allem von Megayacht-Eigner genutzt

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Überfälle von Piraten sind regelmäßig Thema in den Medien, überfallen und entführt werden sowohl kleine Segelyachten als auch riesige Tanker. Alleine im letzten Jahr hat es weltweit rund 400 Piratenangriffe gegeben.
Eine effektive Abwehr kommt jetzt aus Schleswig-Holstein und heißt Pitas (Piraterie- und Terrorabwehr auf Seeschiffen). Das Verbundprojekt, bei dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die maritime Wirtschaft zusammen arbeiten, hat ein Budget von rund 5 Millionen Euro und soll die Gefahr vor personellen und wirtschaftlichen Schäden auf Seeschiffen verringern.
Das System wird auch über eine Datenbank mit Informationen darüber verfügen, welche Gebiete besonders gefährlich sind. Ziel ist es, besser und schneller zu erkennen, wann und aus welcher Richtung wie viele Piraten angreifen. Sensoren sollen besser als herkömmliches Radar die notwendigen Informationen liefern. Schon jetzt, so die Projektleitung, gäbe es großes Interesse, vor allem seitens der Besitzer von Megayachten sowie Kreuzfahrt-Reedereien.
Bis Pitas tatsächlich wirksam wird, boomt das Geschäft mit den Versicherungen. Um sich vor hohen Lösegeldforderungen abzusichern, kann man nämlich eine spezielle Polizze abschließen, die zwischen 10.000 und 20.000 Euro pro Schiff kostet; angeboten werden sie vor allem in London.
Über Sinn und Unsinn einer solchen Versicherung wird in der Branche heftig diskutiert. Vor einigen Jahren war der Verkauf von Lösegeldversicherungen etwa in Deutschland verboten, die Vereinten Nationen überlegen derzeit ebenfalls ein Verbot. Denn ohne gesicherte Lösegeldzahlung, so die Argumentation, würde der Reiz, ein Schiff zu kapern, deutlich sinken.

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