Gelebter Genuss

Der Vorarlberger Haubenkoch und leidenschaftliche Segler Heino Huber macht mit seinem neuen Buch Lust darauf, in der Pantry selbst den Kochlöffel zu schwingen

Gelebter Genuss

Das Kochen hat einen fundamentalen Wandel durchlaufen und sich von der systemerhaltenden Notwendigkeit zum leidenschaftlich betriebenen Hobby entwickelt, davon zeugen unter anderem der Erfolg diverser TV-Shows oder die stetig wachsende Zahl der Kochbücher. Der mehrfach ausgezeichnete österreichische Spitzengastronom Heino Huber hat die lange Reihe der einschlägigen Publikationen nun um eine weiteres, sehr spezielles Exemplar erweitert: Es heißt „Hubers Kombüse“ und befasst sich, wie der Titel unmissverständlich nahelegt, mit der eigenhändigen Zubereitung diverser Speisen auf See. Denn der Vorarlberger, der seit 2011 für die kulinarischen Angebote auf dem historischen Schaufelraddampfer Hohentwiel verantwortlich zeichnet, hat sich im Bregenzer Deuring Schlössle nicht nur drei Gault-Millau-Hauben erkocht, er ist auch ein begeisterter Segler. Seit seiner Kindheit saust er auf Jollen und Katamaranen über den Bodensee, wo er auch in einer Eignergemeinschaft eine Dehler 42 besitzt, und unternimmt regelmäßig mit Familie und Freunden Segeltörns am Meer. „Wenn ich am Wasser unterwegs bin, koche ich natürlich oft für meine Crew “, erzählt er, „und dann sind alle total begeistert, nicht nur weil es gut schmeckt, sondern auch weil es nicht so schwierig ist, wie sie dachten.“ Daraus schloss er, dass eine leicht lesbare, praxisnahe Anleitung den interessierten Laien das Kochen an Bord möglicherweise nahe bringen könnte; sein heuer im NWV veröffentlichtes Buch soll genau das leisten.

„Hubers Kombüse“ ist aber weit mehr als eine Sammlung von Rezepten. So hat Huber beispielsweise eine Liste zusammengestellt, welches Koch-Equipment und welche Grundprodukte sich stets an Bord befinden sollten. „Der Eigner kann seine Yacht anhand dieser Aufzählung gezielt ausstatten, der Charter muss wahrscheinlich das meiste vor Ort kaufen oder von daheim mitnehmen“, erklärt Huber. Mühsam findet er das nicht: „Genau so selbstverständlich, wie ich vor dem Törn meine Segelhandschuhe oder Funktionswäsche zusammensuche, kann ich auch meine Koch-Utensilien packen – wenn ich weiß, was wirklich Sinn macht.“

Gustieren, wählen, wagen

Zentraler Ausgangspunkt für das Koch-Vergnügen ist laut Huber der Einkauf vor Ort. „Über einen Markt zu bummeln und lokale Produkte zu erstehen, ist etwas Wunderbares und gehört zum Reisen dazu“, bringt er es auf den Punkt. Daher will er seine Leserinnen und Leser dazu animieren, dem überteuerten Marina-Shop den Rücken zu kehren und die Verpflegung (zumindest zum Teil) dort zu besorgen, wo die Einheimischen einkaufen. Speziell in Mittelmeer-Ländern könne man auch in kleinen Orten ausgezeichnete Ware bekommen, so Huber, der zu Beginn seiner Karriere in Frankreich und Italien Station gemacht hat und sich selbst als mediterran-affin bezeichnet. Bei den Rezepten in seinem Buch achtete er bewusst darauf, dass die benötigten Zutaten in den typischen Segelrevieren Europas leicht erhältlich sind.

Die gesamte Story mit zahlreichen Rezeptvorschlägen finden Sie in der Yachtrevue 9/2021, am Kiosk ab 3. September!

Der komplette Bericht als PDF-Download:

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