Unbekanntes Kroatien

Heute abends 20.15 Uhr in ORF 2: Universum über Kroatien mit Meeresimpressionen

Dalmatien-Bilder, wie man sie noch nie gesehen hat, heute im ORF

Dalmatien-Bilder, wie man sie noch nie gesehen hat, heute im ORF

Die "Universum"-Dokumentation "Unbekanntes Kroatien" von Ernst Sasse zeichnet am Donnerstag, dem 10. September 2009, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein ebenso stimmungsvolles wie einfühlsames Porträt eines der kleinsten Länder Europas, geprägt von großen landschaftlichen Gegensätzen und besonderen Menschen und Tieren:

Malerische Buchten, fangfrischer Fisch direkt am Hafen in einer der vielen Ortschaften, Hunderte von Inseln, eingestreut in tiefblaues Wasser - das ist die Adriaküste Kroatiens. Dalmatien, der Süden des Landes, ist ein schmaler, von steilen Bergen und dem Mittelmeer begrenzter Küstenstreifen. Er erstreckt sich über 400 Kilometer zwischen Zadar, Split und dem Weltkulturerbe Dubrovnik. An den schroffen Berghängen entstehen die stärksten Fallwinde Europas, die Bura, gefürchtet von Einheimischen und Seglern. Das Hinterland wird vom Karst, dichten Wäldern und den Auenlandschaften an Save, Drau und Donau dominiert.

Nur wenige Kilometer hinter der tiefblauen Adria erheben sich fast 2.000 Meter hohe Berge. Diese Karstlandschaften sind von bizarrer Schönheit. Im Frühjahr steht der Karst in voller Blüte. Rote Mohnfelder wechseln mit Zistrosen in Lila. Die adriatische Mauereidechse und Europas schönste Schlange, die Leopardnatter, gehen hier auf Jagd. Höhlen durchziehen das poröse Karstgestein. Und dort, wo Quellen und Bäche nicht im Karst versickern, bilden sich mancherorts Wasserfälle. Zum Beispiel an den Plitvicer Seen. Diese 16 türkisfarbenen Seen, auch "Juwel des Karsts" genannt, zwischen denen 130 Höhenmeter liegen, sind durch Wasserfälle miteinander verbunden.

Die üppigen Wälder Kroatiens, Heimat von Braunbären, Luchsen und Rotwild, bilden den Übergang zu den Ebenen des Ostens, den Flussniederungen an Save, Drau und Donau. In diesen einmaligen Auenlandschaften sind See- und Kaiseradler, Löffler, Purpur- und Graureiher zu Hause.

Eine Spezialität der Save-Auen ist das Posaviner Pferd. Keine andere Pferderasse hat sich so gut an die feuchten Flächen angepasst wie dieses kleine Kaltblut. Das Schwemmland ist so fruchtbar, dass es von den Bauern seit Jahrhunderten als Hutweide genutzt wird. Ein Hirte ist immer dabei, wenn das Vieh auf den weiten Wiesen grast. Unter den Weidetieren sind auch Wollschweine, eine nahezu ausgestorbene alte Hausschweinrasse.

In so manchem urigem Dorf an der Save, in denen sich 200-jährige Holzhäuser aneinanderreihen, leben heute mehr Störche als Menschen. Sie kehren Jahr für Jahr hierher zurück und besiedeln die alten Dächer. Die Menschen hier lieben ihr Land und wissen um den Wert ihrer malerischen Dörfer. Viele Häuser werden repariert und erste Zimmer für einen sanften Tourismus hergerichtet.

Seit den Balkankriegen in den 90er Jahren kommen wieder Besucher in das heute eigenständige Kroatien. Heute besuchen alljährlich acht Millionen Menschen das Land, ein Großteil die Küste und die vielfältige Inselwelt aus fast 1.200 Eilanden.

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