470er-WM in Haifa

Tagessieg für Matthias Schmid und Florian Reichstädter!

470er-WM in Haifa

Haifa, drittgrößte Stadt Israels und an der Mittelmeerküste gelegen, ist Schauplatz der 470er-Weltmeisterschaft (Damen und Herren), die heute, Montag, den 12. Oktober gestartet wurde und bis Samstag andauert.
Der Auftakt verlief für die heimischen Asse, die aufgrund des Rio-Trainings kurzfristig angereist waren und lediglich vier Trainingstage hatten, um sich auf das unbekannte Revier einzustellen, vielversprechend.

Matthias Schmid und Florian Reichstädter zeigen sich zum Beginn der Medaillenjagd, an der 59 Mannschaften aus 31 Nationen teilnehmen, bestens aufgelegt und positioniert.
Die Vize-Europameister von 2014 starten mit zwei fünften Plätzen und einem Wettfahrtsieg in die Serie und rangieren damit an fünfter Stelle. David Bargehr und Lukas Mähr, heute auf den Plätzen 21, 16 und 5, folgen auf Rang 26, die Junioren Stefan Scharnagl und Helmut Schulz liegen nach drei Wettfahrten an 46. Stelle. Die Qualifikation wird morgen mit zwei weiteren Wettfahrten abgerundet, am Mittwoch startet die Finalserie (Goldflotte).

Trotz schlechter Vorzeichen rufen auch Lara Vadlau und die an Grippe erkrankte Jolanta Ogar zum Auftakt der Damen-Konkurrenz eine starke Leistung ab.
Das Duo, das am Wasser erstmals vom Amerikaner Larry Suter betreut wird, startet mit den Plätzen 6 und 8 in die Konkurrenz und rangiert damit an vierter Stelle. Suter, Weltmeister und America´s Cup-Sieger von 1970, übernimmt auf Bestreben der Titelverteidigerinnen die Wasserarbeit vor Ort, wer dem Duo künftig als Spartentrainer zur Seite steht, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
Georg Fundak, der die 470er-Damen bisher neben seiner Agenden als OeSV-Sportdirektor gecoacht hat, soll hinsichtlich der teamüberergreifenden Prozesse entlastet werden, Suter ist aus Sicht des Österreichischen Segel-Verbands allerdings nur eine Zwischenlösung.
Die Damen setzen ihre Serie morgen mit zwei weiteren Wettfahrten fort.
Stimmen:

Matthias Schmid:
„Es war der erste von fünf Segeltagen und abgerechnet wird bekanntlich am Schluss, aber es war definitiv ein Auftakt nach Maß. Wir haben nur wenige Fehler gemacht, verfügen über eine exzellente Bootsgeschwindigkeit und haben mit dem Wettfahrtsieg zusätzlich Selbstvertrauen getankt.“

Lara Vadlau:
„Jola ist seit drei Tagen fiebrig und steht alles andere als fit im Trapez, von daher gehen die heutigen Ergebnisse absolut in Ordnung. Wir müssen hoffen, dass sie möglichst schnell gesund und zu Kräften kommt, wenn das gelingt, ist sicherlich einiges möglich.“

David Bargehr:
„Der Speed ist absolut in Ordnung, die Umsetzung hat heute aber leider nur phasenweise geklappt. Am Anfang waren wir zu vorsichtig, zudem hatten wir am Start der ersten Wettfahrt einen katastrophalen Schnitzer. Dann sind wir immer besser ins Fahren gekommen und haben mit dem fünften Platz in der letzten Wettfahrt gezeigt, was möglich ist. Daran gilt es morgen anzuknüpfen.“

o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Mayrhofer
(OeSV-Referent für Leistungs- und Spitzensport):
„Georg Fundak, der in den vergangenen zwei Jahren das Coaching von Lara und Jolanta neben seiner Funktion als Sportdirektor ausgeübt hat, soll künftig entlasten werden, allerdings müssen die fachlichen und wirtschaftlichen Komponenten in unser Konzept passen. Die Zusammenarbeit mit Larry Suter erfolgt auf Wunsch und Bestreben der 470er-Damen und gegen den Willen des Österreichischen Segel-Verbandes, wir haben aktuell andere Kandidaten im Auge und hoffen auf eine für beide Seiten funktionelle Lösung. Aus diesem Grund werden wir uns zu einem geeigneten Zeitpunkt zusammensetzen und Gespräche führen, jetzt soll und muss der Focus auf die Titelkämpfe abzielen.“
470er-Worlds/Zwischenstand:

470er-Damen/41 Teams/22 Nationen/2Wettfahrten:
1. Agnieszka Skrzypulec/Irmina Mrozek POL 2
4. Lara Vadlau/Jolanta Ogar AUT 14 (6/8)
470er-Herren/59 Teams/31 Nationen/3Wettfahrten/1Streicher:
1. Mathew Belcher/William Ryan AUS 2
5. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 6 (5)/5/1)
26. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 21 (21)/16/5)
46. Stefan Scharnagl/Helmut Schulz AUT 41 (19/22/(26)

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