Klassiker unter sich

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UYCWg. Sonderklassen, Renn- und Hansajollen, Schärenkreuzer und Drachen: Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens lud der Union Yacht Club Wolfgangsee zu einer außergewöhnlichen Segelwoche für klassische Holzboote. 71 Yachten und Jollen aus sechs Nationen sorgten für ein eindrucksvolles Bild auf dem Wolfgangsee.

Manche von ihnen sind älter als ihre Eigner, viele haben bereits mehrere Generationen von Seglern erlebt. An Eleganz, Geschwindigkeit und Ausstrahlung haben Sonderklassen, Rennjollen, Hansajollen, Schärenkreuzer oder Drachen dennoch kaum etwas eingebüßt. Gut gepflegt sind die klassischen Holzboote bis heute lebendige Zeitzeugen der Segelgeschichte – und mitunter bereits mehr als ein Jahrhundert alt. Passender hätte der Union Yacht Club Wolfgangsee sein 125-jähriges Bestehen daher kaum feiern können: Im Jubiläumsjahr stellte der traditionsreiche Club eine gesamte Segelwoche in das Zeichen klassischer Yachten und Jollen. Eröffnet wurde die Festwoche am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, abgeschlossen wurde sie am Sonntag, dem 2. August, mit einer langen Wettfahrt auf traditionellen Kursen und der anschließenden Siegerehrung.

Den sportlichen Auftakt machten von Sonntag bis Dienstag die klassischen Holzdrachen. Claas van Thülen vom ASC setzte sich mit seinem Team durch. In den folgenden drei Tagen gehörte der Wolfgangsee den 22er-Rennjollen, die ihren Euro-Cup austrugen. Den Sieg holte Andreas Plettner vom BYC mit seiner Crew. Parallel dazu segelten die 10 m²- und 20 m²-Rennklassen ihre Internationalen Klassenmeisterschaften aus. In der 10 m²-Klasse gewannen Andreas Knittel vom UYCMa und Georg Friedl vom UYCAs, bei den 20 m²-Rennjollen setzte sich August Schramm vom gastgebenden UYCWg mit seinem Team durch.

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Georg Stadler auf Frigg (im Vordergrund) sicherte sich die abschließende Yardstickwertung.

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Starke Flotte

Die zahlenmäßig größte Klasse stellten die Hansajollen. 15 Boote gingen an den Start, 14 davon waren eigens aus Deutschland angereist. Den Pokal sicherte sich Dietmar Schwarzpaul vom KSCH gemeinsam mit seinem Enkel Levin. Den Abschluss der Traditionssegeltage bildete eine mehrtägige Yardstick-Regatta für klassische Holzboote, gekrönt von einer langen Wettfahrt. Hier hatte Georg Stadler auf der Sonderklasse Frigg mit seiner Crew vom UYCWg die Nase vorne. Auch der Wolfgangsee zeigte sich während der Jubiläumswoche von seiner verlässlichen Seite. Der Brunnwind stellte sich an sämtlichen Regattatagen gegen Mittag ein und ermöglichte beste Bedingungen. Alle 14 geplanten Wettfahrten konnten damit programmgemäß durchgeführt werden. An Land ergänzte ein festliches Rahmenprogramm die sportlichen Bewerbe.

Ein würdiges Jubiläum
Die Bilanz der Woche kann sich sehen lassen: 210 Seglerinnen und Segler aus Österreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Japan und den USA waren auf insgesamt 71 klassischen Holzbooten am Start. Damit wurde aus der Geburtstagsfeier des Union Yacht Club Wolfgangsee ein außergewöhnliches Treffen der europäischen Traditionssegelszene – und mit großer Wahrscheinlichkeit eine der größten Regatten klassischer Holzboote, die Österreich in den vergangenen 125 Jahren erlebt hat.

Ein würdiger Rahmen also für einen Club, der selbst auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken kann – und ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass alte Yachten nichts von ihrer Faszination verloren haben.

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Seglerinnen und Segler aus sechs Nationen, unter anderem auch aus Japan, waren am Start.

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