
Valentin Bontus hat mit Rang sechs bei der „Semaine Olympique Française“ vor Hyères, Frankreich, erneut eine Spitzenplatzierung eingefahren, Lukas Haberl und Clara Stamminger katapultieren sich mit einem starken Finish auf Rang 9 und damit ins Medal Race..
Bontus final auf Platz 6
Der Niederösterreicher Valentin Bontus hat auch seine zweite Regatta nach einer fast einjährigen Verletzungspause mit einer Top-Platzierung abgeschlossen. Vor Hyères klassierte er sich als Gesamtsechster. Das Aus kam diesmal im Semifinale – den Aufstieg ins Finale verpasste der Athlet vom Yacht Club Podersdorf nach engen Race-Situationen nach dem Start, die von der Jury entscheidend pönalisiert wurden. „Ich habe die Situation am Start falsch eingeschätzt und dann musste ich eine andere Strategie wählen. Im Endeffekt war dann alles für alle sehr eng und es sind Situationen entstanden, die im Nachhinein protestiert wurden und die nicht zu meinen Gunsten ausgefallen sind“, berichtet Bontus.
Trotz des Verpassens einer zweiten Medaille in dieser Saison zieht der Olympiasieger ein positives Fazit: „Das Resümee ist durchaus positiv. Wir hatten am Anfang der Woche noch Probleme mit dem Set-up und dem Material – aber nach ein paar kleinen Umstellungen hat sich das sehr gut eingestellt. Ein paar Punkte nehmen wir aber dennoch mit für die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in zwei Wochen in Portugal. Vor allem bei den Starts habe ich noch Potenzial – daran werden wir definitiv arbeiten. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das für die Titelkämpfe bestmöglich hinbekommen.“
Nix verlernt, Reha-Pause super genützt: Bontus ist und bleibt Weltspitze


© Sailing Energy / French Olympic Week
Haberl/Stamminger katapultieren sich in die Top-10
Olympiastarter Lukas Haberl und Clara Stamminger haben in den letzten vier Nacra 17-Goldflotten-Rennen gehörig aufgezeigt und sich dank starker Platzierungen (14/4/8/4) noch einen Platz am Finaltag gesichert. Die Paarung vom Union Yacht Club Mondsee verbesserte sich vom 13. auf den neunten Rang – und erarbeitete sich eine Chance auf eine Medaille. Eröffnet haben die beiden mit einer „miesen“ Wettfahrt. Dann hat das Team aber gewusst, dass sie jetzt dreimal ordentlich Gas geben müssen. „Das ist uns auch gelungen“, sagt Steuermann Haberl. „Wir haben voll attackiert, am Start zweimal das Pin-End gewonnen und sind dadurch vorne mitgefahren. Im letzten Race waren wir dann ‚sau-schnell‘ und haben unsere Konkurrenten um die Top-10 kontrollieren können. ‚Overall‘ war es ein geiler Tag und wir freuen uns auf morgen“, so der Olympiastarter.
Das dritte Rennen des Tages erinnerte ein wenig an den Alpin-Slalom der Herren 2015 im italienischen Madonna di Campiglio. Damals krachte hinter Marcel Hirscher eine Drohne auf die Piste, vor Hyères krachte die Drohne in Mast und Segel von Lukas Haberl und Clara Stamminger. „Die Drohne fiel dann auf unser Boot, die Rotoren verhedderten sich mit unseren Leinen – wir mussten alles entwirren – das war schon sehr verrückt. Am Ende ist aber, obwohl wir ein paar Plätze verloren haben, alles gut ausgegangen und wir haben die Drohne nach der Zieldurchfahrt abgegeben“, erörtert Haberl.
Ihre Teamkolleg:innen Laura Farese/Matthäus Zöchling konnten sich am Schlusstag der Goldflotte nicht mehr verbessern und müssen mit dem 17. Gesamtrang vorliebnehmen.
In der 49er-Silberflotte ist Keanu Prettner/Jakob Flachberger ein versöhnlicher Abschluss gelungen. Die beiden Salzburger gewannen zwei Rennen und holten mit Platz 21 das Maximum heraus. Ferdinand Steffan und Jonah Maier beendeten ihren zweiten Vergleich im Rahmen des Sailing Grand Slams an 44. Stelle.
Österreichs einziges 49erFX-Team mit Rosa Donner und Marion LaFrance-Berger musste die Regatta am dritten Wettkampftag wegen einer Fingerverletzung von Steuerfrau Donner vorzeitig beenden. Clemens Kübber, einziger OeSV-Athlet in der qualitativ, aber auch quantitativ hochwertigen ILCA 7-Flotte, segelte sich auf Rang 90. Niklas Haberl und seine spanische Steuerfrau Paula Leiseca, die die rekonvaleszente Olympiasiegerin Lara Vadlau vertritt, erreichten im 470er-Feld den 35. Platz.
